Donnerstag, 31. Oktober 2019

Allrounder der Sternenflotte - Die U.S.S. Hood NCC-42296

Das Föderationsraumschiff U.S.S. Hood NCC-42296. (Bild: Memory Alpha)

Einleitung

Keine andere Schiffsklasse ist in der Sternenflotte so zahlreich vertreten wie die Excelsior-Klasse, die seit 2285 gebaut wird und einen Typ Raumschiff hervorbrachten, die mit nahezu jeder Situation fertig werden können, seien es langjährige Forschungsmissionen oder die Verteidigung der Föderation. Wie viele Exemplare der zuverlässigen Klasse im Laufe von einhundert Jahren gebaut wurden oder werden ist nicht bekannt, da auch mal ältere Schiffe dieser Klasse oder im Einsatz schwer beschädigte ausgemustert und auch durch Schiffe des selben Typs ersetzt werden. Aber manche werden jahrelang eingesetzt und auch auf neue Technologien geupgradet, wobei der Prototyp selbst, die U.S.S. Excelsior, das beste Beispiel ist. Im Jahr 2370 befindet sie sich, mit zu dieser Zeit stolzen fünfundachtzig Dienstjahren auf den Buckel, auf einer Patrouille entlang der cardassianischen Grenze. In ihrer siebenjährigen Dienstzeit trifft die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D auf etliche Raumschiffe der Excelsior-Klasse, darunter die U.S.S. Charleston, U.S.S. Fearless, die U.S.S. Repulse, und die U.S.S. Potemkin. Lange Zeit gilt es als höchste Ehre für einen Sternenflottenoffizier auf einem Schiff der Excelsior-Klasse zu dienen oder sogar das Kommando zu bekommen.
Doch unter den unzähligen Schiffen befindet sich eines, das immer wieder von sich hören lässt und zu dem Excelsior-Schiff wird, das am meisten im Verlauf der Star Trek-Serien und Filme erwähnt wird oder auftaucht. Diese Schiff ist die U.S.S. Hood NCC-42296, das im Jahr 2300 vom Stapel lief und später, ab den 2350ern unter dem Kommando von Captain Robert DeSoto steht, einem erfahrenen und sehr sympathischen Offizier. Ab 2361 dient Lieutenant Commander William T. Riker als erster Offizier auf dem Schiff und im darauffolgenden Jahr kommt es zu einem kleinen Zwischenfall, als sich das Schiff im Orbit von Altair III befindet: Dort verweigert Riker hartnäckig, dass sich Captain DeSoto sich auf dem Planeten beamen lässt, da er dies für zu gefährlich hält. Manche werfen Riker Befehlsverweigerung vor doch dieser hält sich schlichtweg an das Prinzip, dass die Sicherheit seines Captains stets Vorrang hat. Mit der Zeit entwickelt Captain DeSoto großen Respekt vor seinem Ersten Offizier, so dass es ihm nicht leichtfällt, auf Riker zu verzichten, als dieser der neue Erste Offizier der Enterprise-D wird. Die Hood erhielt ihren Namen von ihrer Vorgängerin, der U.S.S. Hood NCC-1703, die zur Constitution-Klasse gehörte und diese hat wiederum wahrscheinlich die Bezeichnung von der H.M.S. Hood übernommen. Jenes Schiff war ein englischer Schlachtkreuzer, der im zweiten Weltkrieg versenkt wurde und von dessen 1500 Mann starken Besatzung nur drei überlebten. Der ursprüngliche Namensgeber hörte auf den klangvollen Namen Admiral Sir Samuel Hood.

Captain Robert DeSoto hat das Kommando über die U.S.S. Hood. (Bild: Memory Alpha)

Die U.S.S. Hood ist zum ersten Mal in der Pilotfolge von "The Next Generation" zu sehen. Als dort die frisch in Dienst gestellte  Enterprise-D ihrem ersten Auftrag nachgeht, das Rätsel von Farpoint-Station zu lösen, die sich auf dem Planeten Deneb IV befindet. Im Orbit trifft sich die Enterprise mit der Hood und erhält von ihr Vorräte, noch fehlendes Personal und auch Will Riker wechselt auf die Enterprise. [TNG:Der Mächtige/ Mission Farpoint]           

Die Enterprise und die Hood im Orbit von Deneb IV. (Bild: Memory Alpha)

Zwei Jahre später arbeitet die Crew der Hood auf Browder IV, um diese Welt für eine zukünftige Kolonisierung vorzubereiten. Damit die Arbeit schneller geht, soll sich die Enterprise der Mission anschließen. [TNG:Versuchskaninchen]
Nur wenige Wochen danach treffen die beiden Raumschiffe erneut aufeinander, als Captain DeSoto der Enterprise eine Sondermission übergibt und auch der Erstkontakt-Spezialist Tam Elbrun gelangt bei diesem Treffen auf das Flaggschiff. Dabei findet auch ein amüsantes Gespräch zwischen den Captains der Schiffe statt, denn DeSoto beneidet ein bisschen die Enterprise dafür, das diese immer solche Missionen und Abenteuer erlebt, während sein Schiff  zu der Zeit nur Flüge zwischen den Sternenbasen und Kolonien verrichten darf, wobei die einzigen Aufgaben darin bestehen, Versorgungsgüter oder Passagiere von A nach B zu bringen und DeSoto sichtlich von diesen Aufgaben gelangweilt scheint. [TNG:Der Telepath]

Die beiden Schiffe treffen erneut aufeinander. (Bild: Memory Alpha)

Im Jahr 2367 befindet sich das Raumschiff der Excelsior-Klasse angedockt an der Sternenbasis 174, wo seine Computersysteme einem umfangreichem Systemcheck unterzogen werden. [TNG:Die ungleichen Brüder]
Zum letzten Mal hat die Enterprise 2368 Kontakt zur Hood, als Captain Picard eine Flotte zuammenstellt um zu verhindern, dass die Romulaner sich weiterhin in den klingonischen Bürgerkrieg einmischen, der zu dieser Zeit tobt. [TNG:Der Kampf um das Klingonische Reich, Teil II]
Ganz links, die Hood ist Teil der Tachyonenblockade. (Bild: Memory Alpha)

Sechs Jahre später, als der Dominion-Krieg wütet und die Sternenflotte schwere Verluste erleidet: Auch die Hood kämpft an der Front und es zeigt sich, wie erfahren und besonnen Captain DeSoto ist, denn er führt sein Schiff durch die Kämpfe und bringt es und seine Crew immer wieder nach Hause. Im April 2374 fasst Captain Benjamin Sisko den verzweifelten Plan seine im Jahr zuvor eroberte Station Deep Space Nine zurückzuholen und um zu verhindern, dass der Feind Verstärkung durch das Wurmloch holt. Dafür versammelt der Captain eine Flotte von über achthundert Raumschiffen und macht sich auf den Weg. Doch das Dominion hat eine Blockade errichtet, die aus 1254 Schiffen besteht. Mutig fliegt die Föderationsflotte in die Blockade hinein und die Schiffe versuchen sich durchzukämpfen, aber keines schafft es zuerst die Blokade zu durchbrechen. Erst nach einem fünfstündigen Kampf schafft es lediglich die U.S.S. Defiant NX-74205 durch die feindliche Flotte und nach Deep Space Nine, wo sie erfolgreich das Dominion stoppt und dieses die Station aufgeben muss, da es nun auch immer mehr Schiffe der Sternenflotte durch die bröckelnde Blockade schaffen. Auch diese brutale Schlacht übersteht die U.S.S. Hood, die danach aber umfangreich repariert werden muss.[DS9:Sieg oder Niederlage?]

Die Hood (links) greift die Dominion-Blockade an. (Bild: Memory Alpha)

Am Ende dieses Jahres geht die Föderation schließlich in die Offensive und greift mit einer Flotte aus verschiedenen Sternenflottenschiffen, darunter abermals die Hood, klingonischen und romulanischen Schiffen das cardassianische Chin'toka-System an, das aus nur zwei Planeten besteht und zuerst nur schwach verteidigt wird. Doch die Cardassianer haben unbemannte Waffenplattformen in dem System stationiert, die just in dem Moment aktiviert werden, als die Flotte in das System eintritt. Die mit starken Schutzschilden, Disruptoren und Plasmatorpedos bestückten Plattformen vernichten viele Schiffe, darunter ein Schwesterschiff der Hood, die U.S.S. Valley Forge NCC-43305. Schließlich stellt sich heraus, dass die Plattformen über keine interne Energiequelle verfügen und ihren Saft von einer Generatorstation erhalten, die in einen riesigen Asteroiden versteckt wurde. Zusammen mit der Defiant greift die Hood diesen an, doch die Schilde der Anlage sind zu stark und halten dem Waffenfeuer der Sternenflottenschiffe stand. Die rettende Idee ist die, dass man mit Hilfe des Hauptdeflektors der Defiant dem Asteroiden eine Warpsignatur eines Föderationsschiffes aufzuprägen, was schließlich gelingt und die Waffenplattformen zerstören so ihre eigene Energiequelle, wodurch diese deaktiviert werden und die Föderation den Kampf gewinnt. Auch die Hood hat die Schlacht ohne größere Schäden überstanden und es ist das letzte Mal, das sie hier zu sehen ist. [DS9:Tränen der Propheten]

Die Valley Forge wird getroffen...
...und im Geschosshagel vernichtet.

Ihr Schwesterschiff, die Hood, bekämpft die Waffenplattformen. (alle drei Bilder, natürlich, Memory Alpha)

Ende 2377 ortet die Sternenflotte den Ausgang eines Transwarp-Kanals der Borg, der sich weniger als ein Lichtjahr von der Erde entfernt bildet. Sofort beordert Admiral Owen Paris  alle verfügbaren Schiffe zu dem Kanal, da eine erneute Invasion der Borg befürchtet wird. Letztlich finden sich 27 Schiffe dort ein, darunter auch die U.S.S. Hood. Als aus dem Transwarp-Kanal eine Sphäre der Borg auftaucht, lässt Admiral Paris das Feuer eröffnen, doch der Angriff der Sternenflottenschiffe richtete keinen großen Schaden an, doch nur wenige Sekunden später wird das Borg-Schiff von innen heraus zerrissen. Aus den Trümmern taucht die U.S.S. Voyager auf, die es vor gut sieben Jahren in den Delta-Quadranten verschlagen hatte. Das Schiff hatte die gewaltige Entfernung letztlich durch das Netzwerk von Transwarp-Kanälen der Borg bewältigen können und anschließend wird die Voyager von der Flotte zur Erde begleitet. [VOY:Endspiel, Teil II]

Zusammen mit der Hood und anderen Schiffen fliegt die Voyager endlich nach Hause. (Bild: Memory Alpha)

Zum wirklich letzten Mal taucht die U.S.S. Hood 2379 auf. Nachdem die U.S.S. Enterprise NCC-1701-E entdeckte, dass ein Klon von Captain Picard den romulanischen Senat ermordet und einen Staatsstreich durchgeführt hat, fliegt die Enterprise schnell aus der neutralen Zone hinaus, da der Klon, der sich Shinzon nennt, mit seinem Schlachtschiff, der Scimitar, auf dem Weg zur Erde befindet, um die Bevölkerung mit einer Thalaronwaffe zu töten. Die Enterprise soll sich im Sektor 1045 mit der Omega-Kampfgruppe treffen, um mit dieser die Scimitar zu stoppen. Doch die Enterprise wird von der Scimitar eingeholt, ihr Antrieb außer Gefecht gesetzt und schließlich kommt es zur Schlacht im Bassen-Graben, die die Enterprise nur schwerst beschädigt und mit traurigen Verlusten gewinnt. [Star Trek: Nemesis]

Die Omega-Kampfgruppe. (Bild: na von wo wohl😋)
Mein Modell
Die Hood kann man also als eines der berühmtesten Raumschiffe aus Star Trek bezeichnen, aber eben nur wenn man sie beachtet. Ich fand damals, als ich die TNG-Pilotfolge zum ersten mal sah, dieses Bild so toll wo die Hood und die Enterprise nebeneinander im Orbit des Planeten schwebten. Die elegante Excelsior-Klasse neben der modernen Galaxy-Klasse war schon ein krasser Kontrast und eben auch der einfache Name blieb im Gedächtnis. Interessant ist auch die Tatsache, dass das Studiomodell in der Pilotfolge noch mit einer niedrigeren Registriernummer beschriftet wahr, nähmlich mit NCC-2541. Erst später wurde die Nummer in NCC-42296 geändert, aber das Warum lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.


Das Originalmodell, das für "Der Mächtige" noch mit NCC-2541 beschriftet war.

Das Modell während der Dreharbeiten. (Bilder: ex-astris-scienta.org)

Dieses Schiff musste unbedingt in meine Sammlung und die Gelegenheit ergab sich, als ich mir die XL-Version der Excelsior kaufte und diese mit einer gelösten Warpgondel ankam. Eigentlich kein Problem, den zwei Tropfen Klebstoff und die Gondel war wieder an ihrem Platz. Aber es geht auch ein kleines bisschen ums Prinzip, denn bei einem Modell das fast 70 Euro kostet, hat man ja wohl als Kunde das Recht ein unversehrtes Modell geliefert zu bekommen. Also habe ich mich mit Eaglemoss in Verbindung gesetzt und um einen Ersatz gebeten, den ich tatsächlich bekommen habe. Das defekte Modell wollte Eaglemoss nicht zurückhaben und wenn die das so haben wollen, bitte und danke. 
Dann habe ich bei Ebay nach Decals gesucht, den immer wieder tauchen dort einfache Alphabete und Ziffern auf, mit dessen ich das Modell neu beschriften wollte. Aber der Zufall wollte es, das gerade ein original Decal-Bogen versteigert wurde, der damals separat für das Plastikmodell der Excelsior von AMT gefertigt wurde und auch noch die Beschriftung für die Hood enthielt. Sorry an den Mitbieter, aber 3, 2, 1, meins 😋.

Glücklicher Zufall, der Decalbogen für die Hood-Beschriftung.

So, als erste ging es daran das Modell zu zerlegen, denn ich will es auch neu bemalen. Lustigerweise ließen sich die Warpgondel ohne Probleme lösen und da fragt man sich, ob das bei allen Exemplaren des XL-Modells der Fall ist. Um die Untertasse zu lösen, musste als erstes der untere Plastikeinsatz angehoben und entfernt werden. Die Antriebssektion war noch mit zwei Schrauben am oberen Untertassenteil befestigt und als letztes wurden die Warpgondeln in ihre Bestandteile zerlegt, was zum Glück klappte, ohne das sie kaputt gingen.



Mir gefiel einfach, mal wieder der Ton in dem Eaglemoss die Zierflächen versehen hat. Die Schiffe der Excelsior-Klasse haben eine typische blaue Zierde und der auf dem Modell geht doch mehr ins grüne. Um die passende Farbe zu finden, musste ich wieder etwas experimentieren aber durch meine Erfahrungen war es kein Problem einen passenden Blauton zu finden. Aber es stand auch schon fest, dass ich nicht alle Zierden neu bemalen werde, sondern nur die markantesten. Manche davon, wie die Zierstreifen am Untertassenrand würde ich damit ruinieren, also blieben sie wie sie sind. An der Antriebssektion wurden mit Malerkrepp der Streifen abgeklebt, der einmal um das ganze Schiff herum geht und auch die Flächen auf der Unterseite. Schließlich wurden noch die Fenster mit schwarz ausgemalt und die ersten Decals kamen an ihrem Platz. Die Deflektorscheibe wurde mit "clear blue", das Zentrum mit weiß und der Rand der Scheibe mit schwarz bemalt.






Auf der Untertasse wurde die Zierde mit dem neuem Blau bemalt, die Impulskristalle mit der Farbe "Smaragdgrün", der Impulsantrieb selbst erst mit "Aluminium" und anschließend mit "clear red". Rund um die Brücke wurden die Erhebungen mit hellem beige und "mausgrau". Die Brücke selber erhielt ebenso wie der gesamte Aufbau Fenster angemalt. Die Zierde rund um den Aufbau habe ich hingegen nicht neu gestaltet, da ich diese nicht ruinieren wollte. Schließlich wurden noch die Fenster am Untertassenrand ausgemalt und auch die Positionslampen neu aufgetragen. Mit dem bewährten Nagellackentferner wurde schließlich die Excelsior-Beschriftung entfernt und dann erfolgte die Neubeschriftung. Allerdings gibt's da einen kleinen Haken, denn die Decals sind für ein Modell im Maßstab 1:1000 gedacht und das Eaglemoss-Modell ist natürlich etwas kleiner. Aber naja, das die Ziffern und Buchstaben etwas zu groß sind, darüber kann man ja als Kompromiss hinwegsehen und ist immer noch besser als gar nichts.

Die neu bemalte Untertasse, noch ohne Beschriftung.

Fertig und mit neuem Namen.
Von den Warpgondeln wurden die Klarteile an den Seiten mit "panzergrau" bemalt und der Rest mit "clear blue". So sind diese nun schön tiefblau und nicht mehr so blass. An den Gondelenden wurde noch die Zierde ergänzt und danach konnten die Warpgondeln wieder zusammengeklebt werden.



Als letztes kammen per Decals die Registriernummer und der Slogan "United Federation of Planets" an ihre Plätze.


Da nun alles fertig war, konnte die Untertasse wieder mit der Antriebssektion vereint werden und auch die Gondeln wieder an ihre Pylone geklebt werden.




Endlich habe ich ein schönes Modell des am häufigsten erwähnten Excelsior-Klasse Raumschiffes und es bekommt einen schönen Platz in meiner Sammlung.




Montag, 28. Oktober 2019

Eaglemoss XL-Edition Nr.15: U.S.S. Excelsior NCC-2000

 

Einleitung

Zu Beginn der achtziger Jahre der 23. Jahrhunderts stellt die Sternenflotte fest, dass sich die Schiffe der altgedienten und bewährten Constitution-Klasse ihrem Lebensende nähern und den Bedingungen eines sich veränderten und moderner werdenden Universums nicht mehr gerecht werden. In dieser Zeit befindet sich die Föderation noch immer im kalten Krieg mit dem klingonischen Imperium, die ihre Flotte mit dem schweren Kreuzer der K't'inga-Klasse und dem Bird-of-Prey modernisiert haben und die Sternenflotte braucht eine neue Generation von schweren Kreuzern, die nicht nur für Forschungsmissionen im Tiefenraum geeignet sind, sondern auch für die Verteidigung.
Doch es ist nicht so einfach die Constitution-Klasse mal eben so zu ersetzten, denn schließlich zählen diese Raumschiffe noch immer zu den besten, die jemals entwickelt wurden. Das Projekt für eine neue Flaggschiffklasse wird deshalb sehr ernst genommen und es werden drei Prototypen gebaut, die schon in Sachen Design völlig neue Wege gehen. So sind die ersten beiden Entwürfe sehr flache Schiffe, die mit vier Warpgondeln ausgestattet werden, aber diese Konstruktionen scheinen die Ansprüche nicht zu erfüllen und werden schließlich eingemottet. Der dritte Entwurf besitzt noch immer ein schmales Profil, aber nur noch zwei Warpgondeln. Auch dieser Prototyp wird abgelehnt, bleibt aber kurioserweise eine lange Zeit als einziges Schiff seiner Art und als Forschungsschiff im Dienst und erhält den Namen U.S.S. Alka Selsior NCC-1404. Aber im Jahr 2368 ist dieses Schiff schon lange außer Dienst gestellt und befindet sich mit den anderen Prototypen auf dem Schrottplatz des  Föderationsdepot Z-15.
Der vierte Entwurf setzt nicht nur in Sachen Design die Tradition der Sternenflotte fort, sondern scheint auch die gestellten Bedingungen als Ersatz für die Constitutions zu erfüllen. Dieser elegante Prototyp erhält den Namen U.S.S. Excelsior NX-2000 und während des Baus beschließt die Sternenflotte mit dem Schiff auch eine neue Art Antrieb zu erproben. Die Excelsior erhält einen experimentellen Transwarpantrieb und 2285 befindet sich das nagelneue Raumschiff im Raumdock der Erde, um in Kürze offiziell in Dienst gestellt zu werden und auch mit den ersten Testflügen zu beginnen. Der erste Captain des Schiffes ist Lawrence Styles. Als Admiral Kirk und seine Crew die U.S.S. Enterprise NCC-1701 aus dem Raumdock stehlen, erhält die Excelsior umgehend den Befehl dies zu unterbinden und obwohl Styles Kirk via Funk warnt, dass dieser nie wieder ein Raumschiff kommandieren werde, sollte er sich nicht ergeben, beeindruckt dies den Admiral nicht wirklich. Nachdem die Enterprise das Dock verlassen hat, geht sie auf Warpgeschwindigkeit und Styles ordnet sofort an, den Transwarpantrieb hochzufahren und ist sich ziemlich sicher, die Flüchtigen einzuholen und zur Strecke zu bringen. Doch da hat er die Rechnung ohne Scotty gemacht, der den Antrieb sabotiert hat und als Folge dessen kommt die Excelsior stotternd zum Stillstand. Eine ziemlich peinliche Niederlage für den doch sehr arroganten Captain Styles.
Doch auch ohne Sabotage hätte der Transwarpantrieb nicht funktioniert, denn auch in den folgenden Jahren gelingt es der Excelsior nicht, die Transwarpbarriere zu durchbrechen, so dass der Antrieb schließlich wieder ausgebaut wird. Doch die Excelsior bleibt im Dienst, erhält ein konventionelles Warptriebwerk und wird schließlich ganz offiziell als Nachfolger der Constitution-Klasse anerkannt. Die ersten Schiffe der neuen Excelsior-Klasse werden schließlich auf Kiel gelegt und die U.S.S. Excelsior selbst erhält schließlich die NCC-Registrierung, bekommt 2290 mit Hikaru Sulu einen neuen Captain und bricht zu einer dreijährigen Forschungsmission in den Beta-Quadranten auf. Auf seinem Rückflug wird das Schiff Zeuge der Explosion des klingonischen Mondes Praxis, was die Wirtschaft des Imperiums ins Chaos stürzt und diese nun zu einem Frieden mit der Föderation bereit sind. Die Friedensverhandlungen werden durch ein Attentat auf den klingonischen Kanzler getrübt und zusammen mit der U.S.S. Enterprise NCC-1701-A verhindert die Excelsior ein weiteres auf den Föderationspräsidenten während der Konferenz von Khitomer.
Der ursprüngliche Prototyp U.S.S. Excelsior bleibt bis ins 24. Jahrhundert im Dienst und ihm folgen hunderte Raumschiffe der nun sehr erfolgreichen Excelsior-Klasse, die, trotz neuerer Schiffsklassen, unangefochten das Aushängeschild der Sternenflotte ist. Es gibt keine Flotte, in der nicht mehrere Exemplare dieser Klasse vertreten sind und über einhundert Jahre lang sind diese Schiffe an nahezu jeder Krise oder Konflikte beteiligt. Als im Jahr 2373 der Krieg mit dem Dominion ausbricht, schrumpft in dieser fast dreijährigen Schlacht um den Alpha-Quadranten auch der Bestand an Raumschiffen dieser Klasse durch Verluste erheblich. Nichtsdestotrotz werden nach dem Krieg auch weiterhin Schiffe dieser bewährten Klasse gebaut und werden sicherlich noch lange ihren Dienst verrichten.


2285 befindet sich die U.S.S. Excelsior NX-2000 im Raumdock und ist bereit in Dienst gestellt zu werden.
Als 2293 der Mond Praxis explodiert, gerät die Excelsior in die Schockwelle der Katastrophe.

Im Orbit von Kithomer bekämpft die Excelsior Verschwörer, die mit Attentaten den Frieden verhindern wollten.
Captain Sulu und seine Crew. (Bilder: Memory Alpha)


Das Modell

Vier Jahre ist es mittlerweile her, als das erste mal diese kleine Star Trek-Legende von Eaglemoss herausgebracht wurde. Die Excelsior wahr damals Teil der Ausgabe 5 und ein leider nicht besonders gut gelungenes Modell (wir berichteten). Von daher war ich sehr gespannt auf die neue XL-Variante, aber als ich sie bekommen und ausgepackt habe, musste ich erst mal ein bisschen fluchen und zwar deswegen:

ZUM DONNERWETTER NOCHMAL!!! 💪 👿😡👿 👎
Überraschenderweise hat Eaglemoss reagiert und mir ein neues Modell zugeschickt. Aus dem nun doppelten Schiff werde ich noch was schönes machen, aber dazu später mehr😊.

Aber nun zurück zur Excelsior der ich als erstes die Gondel wieder angeklebt habe. Auf den ersten Blick ist das große Modell in der Tat eine bessere Umsetzung und es ist erfreulich, das Eaglemoss auf die Kritiken seinerzeit eingegangen ist und das neue Modell mit viel mehr Details versehen hat. Das Offensichtlichste, ein zweifarbiges Aztec-Muster überzieht die gesamte Oberfläche, das dazu noch nicht einfach nur aufgestempelt wurde, sondern auch ein richtiges Muster bildet, das sich bis über die Warpgondeln erstreckt. Wo wir schonmal bei diesen sind, was Klarteile angeht da war Eaglemoss sehr großzügig. Nur ein etwas tieferer Blauton wäre passender gewesen, als dieser blasse. Am Rand der Untertasse gibt es endlich die drei Zierstreifen, die auch immer gerne mal vergessen werden, sowie die Markierungen für die RKS-Düsen und Fenster. Alle Fenster befinden sich hier an ihrem Platz und auch die Antriebssektion hat reichlich welche bekommen, nur muss man hier bemängeln, das diese in einem sehr kontrastarmen weiß aufgedruckt wurden und auch durch die sehr helle Grundfarbe des Modells währen schwarze Fenster zwar besser gewesen, aber immerhin hat das Modell welche. 
Auf der Oberseite findet man auch hier die farblich sehr gut nachgebildeten Verzierungen, nur gibt es kleine Details, die vergessen wurden. Dazu gehört die richtige farbliche Darstellung der Impulskristalle und die Fenster, die sich beim Original rund um den Brückenaufbau befinden. Bei dem Namenszug fällt erneut auf, dass Eaglemoss sich auch hier bei dem Studiomodell orientiert hat, das damals extra neu für die Episode "Tuvoks Flashback" gebaut wurde, denn der Name ist nicht rund, sondern in gerader Linie aufgedruckt. Die letzten Punkte sind der Impulsantrieb, der mal wieder nur aufgemalt ist und die Deflektorscheibe. Im Gegensatz zu dem kleinen Modell hat Eaglemoss der XL-Version eine Scheibe spendiert, die aus einem Klarteil besteht, was natürlich besser aussieht.


Das Modell ist insgesamt sehr gut bedruckt worden.

Dies gilt auch für die Unterseite.

Der Untertassenrand ist sensationell gut bedruckt worden.

Klarteile für den Impulsantrieb währen besser gewesen.

Dafür besteht der Deflektor aus eben diesem Material.

Auch die Antriebssektion wurde reichlich bedruckt.

Die Gondeln haben großzügige Klarteile bekommen, nur sind diese etwas blass.

Die Halterung

Der Winkel, den das Modell nach dem Einhängen einnimmt finde ich als Präsentation etwas zu übertrieben. In einem geraden Winkel würde das Modell besser zur Geltung kommen.


 

 

Ein Vergleich 

Natürlich darf ein Größenvergleich mit dem älteren Modell nicht fehlen.

Begleitheft

Das Heft befasst sich noch einmal mit der Entstehungsgeschichte der Excelsior, die ihr "Leben" mit der Produktion des dritten Star Trek-Films begann. Begleitet wird dieser Text mit etlichen Bildern des original Studiomodells und zeigen auch die Beschriftungsvarianten, die das Modell in TNG hatte, um andere Raumschiffe der Excelsior-Klasse zu repräsentieren. Zuletzt war das Modell als Enterprise-B und als U.S.S. Lakota zu sehen, für das es umgebaut und leicht modifiziert wurde. Als 1996 "Tuvoks Flashback" gedreht wurde, musste deswegen ein völlig neues Modell für die Excelsior gebaut werden, das später noch einen letzten Auftritt als die U.S.S. Fredrikson hatte, bevor endgültig auf computeranimierte Schiffe umgestellt wurde.



Das Originalmodell von 1984. (Bild: aus dem Heft)
Der Nachbau von 1996. (Bild: ex-astris-scienta.org)

Spezifikationen

 

Daten zum Modell

 

Länge x Breite: ca. 265 mm x 114 mm
Höhe mit Stand: ca. 118 mm
Material: Kunststoff und Metall
Hersteller: Eaglemoss Collections 2019


Bewertung und Fazit

Wenn es ein Schiff gibt, das eine Wiederauflage als XL-Edition verdient hatte, dann definitiv die U.S.S. Excelsior. Das Modell hat auch seine Kritikpunkte, wie es bei Eaglemoss eben so ist, ist aber auf jeden Fall eine deutlich bessere Version als die schon vier Jahre alte kleinere.


Samstag, 26. Oktober 2019

Star Trek, Deine Deutschen, Teil 08: Harry Groener

Einleitung.
In Deutschland werden 2019 dreißig Jahre Mauerfall gefeiert und auch die Star Trek Tafelrunde "Hermann Darnell" aus Potsdam Babelsberg möchte diesem Ereignis mit einer ganz besonderen Reihe Tribut zollen, in der - inspieriert vom Leben des kürzlich verstorbenen David Hurst - Deutsche bei Star Trek näher beleuchtet werden. Dabei geht es weniger um Personen wie Levar Burton oder Jeri Ryan, die im Zuge von Militärstationierungen im amerikanischen Sektor Deutschlands das Licht der Welt erblickten. Oder Schauspieler wie Mark Allen Shephard oder Nancy Kovack, die mittlerweile in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben. Selbst deutsche Charaktere wie Keyla Detmer oder Carl Jaeger finden hier keine Erwähnung.
Stattdessen erzählen wir zwischen dem 3. Oktober und dem 9. November 2019 zwölf Geschichten über zu Unrecht hierzulande weniger bekannte Darsteller, Regisseure und anderweitig mit Film und Fernsehen verbundene Personen und deren Beziehung zu Deutschland und Star Trek. Dabei wollen wir zeigen, dass Deutsche stets entscheidend dabei halfen, Star Trek zu dem Kultobjekt zu formen, das es heute ist.



Harry Groener.
Wenn Reiner Schöne in Interviews zum Besten gibt, dass er der einzige Deutsche bei Star Trek gewesen sei, dann ist das nicht nur um Lichte dieser Artikelreihe etwas absurd, denn bereits zwei Folgen nach seinem Auftritt in "Versuchskaninchen" konnte man in "Der Telepath" einen Mann namens Harry Groener bewundern, der nicht nur der dritte Deutsche bei TNG (vor ihm und Schöne war schließlich auch Walter Gotell in der Serie zu sehen), sondern absolvierte auch den ersten seiner insgesamt drei Gastauftritte innerhalb der Franchise. Damit war er nicht nur ein weiterer Landsmann Schönes, der bei Star Trek zu sehen war, sondern ist bis dato auch der Deutsche mit den meisten Rollen bei Star Trek.



Natürlich kann man an der Berechtigung zweifeln, Groener überhaupt in dieser Artikelreihe aufzunehmen. Besonders, wenn man in der deutschsprachigen Wikipedia davon liest, dass Harry Groener zwar tatsächlich am 10. September 1951 in Augsburg geboren wurde, aber der Sohn eines amerikanischen Soldaten und einer deutschen Frau bereits im zarten Alter von nur zwei Jahren das Land verließ um in San Francisco eine neue Heimat zu finden.
Doch liest man seine zahlreichen, im Netz verstreuten Interviews, so zeichnet sich ein ganz anderes Bild. So war sein Vater keineswegs Amerikaner, sondern deutscher Pianist, der im zweiten Weltkrieg aufgrund seiner musikalischen Talente zur Truppenbetreuung an der Ostfront abgestellt wurde. Seine Mutter hingegen war eine Opernsängerin mit estnischen Wurzeln. Entsprechend international wuchs Groener schließlich auch auf; zu seinen beiden Muttersprachen zählten Deutsch und Russisch. Englisch lernte er erst als dritte Sprache, wobei auch Estnisch eine Rolle innerhalb der Familie spielte. Zudem waren seine deutschen Wurzeln auch in der neuen amerikanischen Heimat präsent. Zwar hingen seine Eltern ihre künstlerischen Berufe an den Nagel (So arbeitete sein Vater als Versicherungsvertreter), aber sie verlegten ihre Ambitionen dafür in den Privatbereich. Im Deutsch-Amerikanischen Club inszenierte der Vater zum Beispiel Opern und Musicals, in denen seine Mutter dann sang. An den vielen Kulturangeboten, in denen seine Eltern involviert waren, nahm auch der junge Harry teil, der etwa in der bayrischen Band seines Vaters zu Oktoberfesten das Schlagzeug spielte.
Seine Eltern – in bester deutscher Manier auch seine größten Kritiker – unterstützten ihren Sohn von Beginn an in seinem Wunsch, ins Showgeschäft einzusteigen; wenn auch auf verwunderliche Weise. So überzeugten sie ihn, dass es für seine Karriere förderlich wäre, Ballett zu erlernen, auch wenn der der junge Harry zunächst Zweifel hegte und der einzige Junge im Ensemble blieb.


Doch seine Eltern sollten Recht behalten. Nach einem Schauspielstudium in Seattle war es nämlich seine Veranlagung für Tanz und Gesang, die ihn zu einem Musical-Star werden ließen. Nach Anfangserfolgen in "Oklahoma!" (1980) gehörte er zur ursprünglichen US-Besetzung von Andrew Lloyd Webbers "Cats" (1983). Später gelang es ihm ebenfalls in anderen Musicals wie "Crazy for You" (1992) oder dem Monty-Python-Musical "Spamelot" (2006). Dreimal wurde er in diesem Zusammenhang für den Tony Award, der höchsten Ehrung für herausragende Musical- und Theater-Darsteller in den USA, nominiert.
Daneben gelang es ihm auch immer wieder, in großen Spielfilmen wie "Brubaker" (1980), "Amistad" (1997), "Patch Adams" (1998), "About Schmidt" (2002) oder "Road to Perdition" (2002) aufzutreten.
Aber vor allem kennt man sein Gesicht aus verschiedenen Serien, denn er hatte kleinere Gastauftritte in zahlreichen Serien wie "Remington Steele", "Spenser", "Matlock", "Hör mal wer da hämmert", "Charmed", "Boston Public", "Malcolm mittedrin", "Roswell", "The West Wing", "Monk", "Bones", "CSI: Las Vegas", "Breaking Bad", "Once Upon a Time", "Supernatural", "How I Met Your Mother", "Young Sheldon" oder "Modern Family".



So gelangte das bekannte Fernsehgesicht auch an das Set einer Serie, von dessen Vorgänger er als Kind bereits jede einzelne Episode gesehen hatte. Als er für "Der Telepath" verpflichtet wurde, nutzte er die Gelegenheit, um über das Set zu flanieren, mit Patrick Stewart zusammenarbeiten zu können und das von einem persönlichen Freund entworfene grüne Hemd zu tragen. Dieses erste Gastspiel blieb ihm am besten in Erinnerung, wenn er noch zweimal in verschiedenen Star-Trek-Serien auftrat.
in der Voyager-Folge "Das Ritual" zum Beispiel, wo er sich beeindruckt von Kate Mulgrew und ihrer Crew zeigte. Weniger angenehm blieb für ihn aber die Arbeit unter der speziellen Nechani-Gesichtsmaske ihn in seiner Form viel zu sehr an ein primäres, weibliches Geschlechtsteil erinnerte.
Auch wenn er kaum mehr weiß, welchen Charakter er in den Enterprise-Episoden "Dämonen" und "Terra Prime" verkörperte, genoss er auch die Arbeit an dieser Serie; nicht nur, weil er ausnahmsweise einmal keine Kontaktlinsen oder Prothesen tragen musste, sondern vor allem, weil er mit 'Scotty' Bakula zusammenarbeiten konnte, mit dem er bereits am Broadway und in "Zurück in die Vergangenheit" zusammenarbeiten konnte.
So sieht Harry Groener stolz auf seinen Beitrag zu Star Trek zurück:
"Das ist schon was. Ich bin sehr glücklich, ein Teil dieser Geschichte zu sein. Du wirst in Büchern unter 'Du hast das gespielt' und 'Du hast dies gespielt' geführt und dann bist Du auch noch auf den DVDs und in den Wiederholungen zu sehen. […] Da ich ein sehr großer Science-Fiction-Fan bin, liebe ich es, ein Teil der Star-Trek-Historie zu sein und dass ich auf eine bestimmte Weise damit verbunden bin. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance erhielt, daran mitzuwirken."


Leider war Harry Groener nur selten in Hauptrollen zu sehen, aber dennoch gelang es ihm, sich abseits von Star Trek auch mit einigen größeren Rollen in die Herzen der Fans verschiedener Serien zu spielen. So hatte er eine denkwürdige Rolle als Star-Trek-Fan Ralph Drang in der Sitcom "Mein lieber John", die mit 68 Episoden sein bis dato größtes Engagement in einer Serie bildet. Oder als deutscher Küchenchef Gunther in "Las Vegas". Vor allem aber zementierte seine Nebenrolle als Mayor Richard Wilkins in der Joss-Whedon-Serie "Buffy – Im Bann der Dämonen" seinen Platz in der Kultserien-Landschaft und sorgt bis heute dafür, dass er auf offener Straße erkannt wird.



Daneben trat Groener vor allem als Mit-Initiator der Antaeus Company in Erscheinung, die er mit seiner 1977 geheirateten Ehefrau Dawn Didawick begründete. Das Theater, das von zahlreichen Schauspielern privat getragen in Los Angeles Klassiker auf die Bühne bringt, wird auch von anderen Star-Trek-Alumni wie Gregory Itzin, Dakin Matthews, Linda Park, Robert Pine, Lawrence Pressman, Kurtwood Smith, Kitty Swink oder Armin Shimerman getragen.
In sein Geburtsland kehrte Groener nur sporadisch zurück. Zum Beispiel mit 14 Jahren, als er Verwandte im alten Europa besuchte. Und natürlich 2016, als er an der Seite von Jason Isaacs für "A Cure for Wellness" vor der Kamera stand. Für die Dreharbeiten arbeitete Groener übrigens an einem ganz besonderen Ort ganz in unmittelbarer Nähe: Den Heilstätten in Beelitz.


Vorschau.
In der nächsten Folge geht es um einen Drehbuchschreiber, dem es gerade noch rechtzeitig gelang, vor den Nazis aus Deutschland zu fliehen. Es ist die Geschichte eines Mannes, der mit einer anderen Science-Fiction-Serie Erfolge feierte, bevor er auf eine Nennung seines Namens im Abspann zu der von ihm geschriebenen Folge verzichtete.

Quellen.
Deseret News: Harry Groener. Don't Underestimate the Character He Plays on NBC's Dear John Series, 31. August 1989, Website hier. [20. Oktober 2019]
Durkee, Cutler: Like the Corn in Oklahoma!, HArry Groener's Feet - and Future - Are High as an Elephant's Eye, In People, 31. März 1980, Website hier. [20. Oktober 2019]
Henderson, Kathy: Harry Groener, in: Broadway Buzz, 10. Juli 2006, Webiste hier. [20. Oktober 2019]
Herman, Jan: Sitcom Face of Harry Groener Also Familiar on Stage. In: LA Times, 1. Juli 1989, Website hier.[20. Oktober 2019]
Michalik, David: Das Mittel ist oft schlimmer als die Krankheit - Filmkritik zu "A Cure for Wellness", in: HDM Stuttgart, 19. März 2017, Website hier. [20. Oktober 2019]
Rosati, Nancy: Spotlight on Harry Groener, In: Talking Broadway, Website hier. [20. Oktober 2019]
Startrek.com: Catching Up with 4 Time Star Trek Guest Star Harry Groener, 23. März 2017, Interview hier. [20. Oktober 2019]
Philadelphia Inquirer: Cats Interview, 24. Oktober 1982, Kopie hier. [20. Oktober 2019]


Weiterführende Leseliste.

Star Trek, Deine Deutschen, Teil 00: David Hurst.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 01: Franz Bachelin.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 02: Walter Gotell.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 03: Jesco von Putkamer.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 04: Barbara Bouchet.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 05: Winrich Kolbe.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 06: Reiner Schöne.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 07: Gerd Oswald.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 08: Harry Groener.
Star Trek, Deine Deutschen, Teil 09: Shimon Wincelberg.