Posts mit dem Label Modellbau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Modellbau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 17. Januar 2019

Hintergrundschiffe selbst gemacht - Teil.2

Ein Schiff im Hintergrund. (Bild: memory alpha)

Einleitung

Im letzten Jahr habe ich schon einige Schiffe, die in Star Trek nur kurz zu sehen waren gebastelt. Nun folgt die zweite Welle an Raumschiffen, mit denen ich meine Sammlung ergänze.

U.S.S. Majestic NCC-31060

Das Original

Die U.S.S. Majestic ist ein typisches Schiff der Miranda-Klasse mit modernen, blau leuchtenden Warpgondeln. Das Schiff gehört 2374 zur zweiten Flotte und auch zu dem Kampfverband, der Deep Space 9 vom Dominion zurückerobern will. Zusammen mit ihren Schwesterschiff, der U.S.S. Sitak NCC-32591, eskortiert sie die U.S.S. Defiant NX-74205 durch die Blockade der feindlichen Schiffe. Zuerst wird die Sitak vernichtet, dann trifft es die Majestic. Ein Disruptorstrahl durchschlägt die Untertasse und im Heck schlägt ein Plasmatorpedo ein, der das Schiff in ein brennendes Wrack verwandelt.
Wahrscheinlich erhielt das Raumschiff seinen Namen von der R.M.S. Majestic, einem der ersten großen Transatlantikliner am Ende des 19. Jahrhunderts.

Die U.S.S. Majestic...

...wird erst von einem Disruptor getroffen...

...und von einem Torpedo endgültig zerstört. (Bilder: Memory aAlpha)

Die R.M.S. Majestic von 1890. (Bild: Wikipedia)

Mein Modell

Ich finde die Szenen aus der Episode "Sieg oder Niederlage?" noch heute sehr beeindruckend. Schließlich handelte es sich damals um einer der ersten CGI-Kämpfe und die Liebe zum Detail, die die Programmierer dieser Computereffekte an den Tag legten, sind noch heute wahre Hingucker.
Von daher wollte ich das Schiff aus dieser Szene endlich für meine Flotte haben.
Das Modell ist eigentlich nichts spektakuläres. Nur mal eben eine weitere Miranda-Klasse von Eaglemoss beschafft, die Beschriftung entfernt und mit Decals den Namen und Registrierung der Majestic aufgebracht und fertig. Natürlich gab es hier und da noch etwas Farbe dazu.


Leider ist der Schriftzug Majestic nicht ganz gelungen...ach seufz, aber ich bin auch nicht perfekt.

Auch auf dem Bügel wurde die Nummer nicht vergessen.

Die Gondeln erhielten auch die Nummer und den Schriftzug United Federation of Planets.


U.S.S. Nautilus NCC-703

Das Original

Die Nautilus ist ein Schiff der Hermes-Klasse, einer der vergessenen des Star Trek-Universums.
Zu sehen gab es diese Schiffsklasse zwar schon, aber nur wenn man richtig hinsieht. Im Hintergrund des Filmes „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ - genauer gesagt als sich die Kadetten im Brückensimulator befinden - sind diese Designs der Hermes-Klasse und ihrer Weiterentwicklung, der Saladin-Klasse, auf einer der Konsolen zu sehen.

Grafik der Hermes-Klasse. (Bild: ex.atris-scientia.org)

Mein Modell 

Das Modell entstand aus meiner zweiten Refit-Enterprise, die ich damals zur A-Version umgebaut und nach dem Erscheinen der Ausgabe 72 eingelagert hatte. Gut, dass es nun doch noch eine Verwendung für das Modell gab 😊. Benannt habe ich das Schiff nach Kapitän Nemos U-Boot aus dem Roman 20.000 Meilen unter dem Meer.





 

U.S.S. Venture NCC-71854

Das Original

Die U.S.S. Venture gehört zur mächtigen Galaxy-Klasse und ist eines der ersten Schiffe, die das modernisierte Sternenflottenlogo auf dem Rumpf tragen. Das Schiff verfügt auch über eine kleine Besonderheit, nämlich zwei Module mit zusätzlichen Phaserbänken auf den Warpgondeln.
Das erste Mal zu sehen ist die Venture in der Folge "Der Weg des Kriegers" in der die Klingonen Deep Space 9 angreifen und sich schließlich zurückziehen müssen, als eine Streitmacht der Sternenflotte, angeführt von der Venture, der Station zu Hilfe eilen.
Im Krieg mit dem Dominion hilft das Schiff die Station zurück zu erobern und beteiligt sich an der ersten Schlacht im Chin'toka-System. Zum letzten Mal zu sehen ist die Venture, als 2378 die U.S.S. Voyager durch einen Transwarp-Kanal es zurück zur Erde schafft und von der Venture nach Hause eskortiert wird.

Erster Auftritt der U.S.S. Venture.

Im Krieg macht sie gerne cardassianische Kriegsschiffe platt.

Während der Schlacht von Chin' Toka zerstört sie feindliche Waffenplattformen.

2378 begleitet die Venture die Voyager nach Hause. (Bilder: Memory Alpha)

Mein Modell

Das hat Eaglemoss mir geschenkt. Wie das? Ganz ehrlich, da haben die selber Schuld. Als 2017 das XL-Modell der Enterprise-D heraus kam, hab ich mir ein Exemplar bestellt, bezahlt und das war's eigentlich.  Sollte man eigentlich glauben, wenn da nicht das Paketunternehmen DPD gewesen wäre. Wochenlang kam das Paket nicht an, denn entweder war ich laut Bote nicht zu Hause (Lügner!) oder er konnte die Adresse nicht finden; bla bla bla.
Mein Verdacht: Meine Straße liegt am Ende seines Zustellbezirks und für die restlichen Pakete hatte er wohl keinen Lust da noch hinzufahren. Also früher Feierabend und die übliche Ausrede, warum das Paket nicht zugestellt werden konnte und schließlich war es dann noch verloren gegangen.
Eaglemoss bot mir an mein Geld zurück zu zahlen. Das lehnte ich ab und fand schließlich eine Lösung. Ich habe mich bei DPD-Pickup angemeldet und lasse alle meine Pakete nicht mehr zu meiner Adresse liefern, sondern zu einem Paketshop. Seitdem kommen alle meine Lieferungen von Eaglemoss auch an und die Ausrede, warum der Paketbote die Sendung da nicht hinbringt, die muss wohl noch erfunden werden.
Schließlich konnte ich endlich die Ersatzlieferung dort abholen und kurioserweise tauchte einige Wochen später die angeblich verlorene Sendung dort auch noch auf. Natürlich habe ich Eaglemoss Bescheid gesagt und gefragt, ob die das doppelte Modell zurück haben wollen. Da ich bis heute keine Antwort bekommen habe, war es an der Zeit mit dem Modell etwas anzufangen.

Zuerst wollte ich die U.S.S. Odyssey NCC-71832 bauen, aber dann fiel mir die Venture wieder ein, die ja mit ihren Phasern auf den Gondeln etwas besonderes ist. Übrigens sind diese Module Überbleibsel des Studiomodells der Future-U.S.S. Enterprise-D. Als dieses zur Venture umgebaut wurde, hatten die Modellbauer vergessen, diese zu entfernen.

Für mein Modell habe ich diese Module aus Holz geschnitzt und aus dem selben Material bestehen auch die Phaserstreifen. Schließlich wurde das Modell rundherum hier und da noch etwas bemalt und natürlich wurde auch die Deflektorschüssel neu bemalt.

Leider ging beim entfernen der Enterprise-Beschriftung auch etwas vom Aztec-Muster an diesen Stellen verloren. Die Neubeschriftung erfolgte dann mit Decals.

Die Module im Rohbau.

Die Module sind fertig und müssen noch bemalt werden.

Die neu beschriftete Untertasse.

Die Gondel mit den Modulen und modernen Starfleet-Logos.

Die neu bemalte Deflektorscheibe.

 U.S.S. Venture im XL-Format. Hat nicht jeder 😋.

Samstag, 5. Januar 2019

Imperialer Schlachtkreuzer - Die I.S.S. Avenger NX-09

(Bild: memory alpha)

Einleitung

Die imperiale Sternenflotte braucht Schlachtkreuzer! Das stand nach dem Erfolg des Prototypen der NX-Klasse fest. Die schwer bewaffneten Kriegschiffe sind mit Systemen der unterworfenen Vulkanier ausgerüstet und verwenden Pulsphaserkanonen und richtige Photonentorpedos. Es folgt ein umfangreiches Bauprogramm von mehreren Raumschiffen, aus dem auch das neunte Schiff der Reihe, die I.S.S. Avenger hervorgeht. Die Avenger besitzt anscheinend nur ein Shuttle und auf der Brücke befindet sich, hinter dem Platz des Captains, eine Trennwand mit zusätzlichen Computermonitoren. Außerdem ist sie auch mit einer verbesserten Deflektorscheibe ausgerüstet. Die Besatzung setzt sich neben Terranern auch aus unterworfenen Völkern wie Orionern, Andorianern und Vulkaniern zusammen.
Im Jahr 2155 befindet sich das terranische Imperium mal wieder im Krieg mit einer Rebellenallianz und die Avenger ist Teil einer Flotte, die gegen eine der Allianz kämpft. Der Kampf verläuft sehr schlecht für die Sternenflotte und am Ende ist jedes imperiale Schiff zerstört und auch die Avenger steht kurz vor ihrer Vernichtung. Dies wird im letzten Augenblick von der U.S.S. Defiant NCC-1764, die die Crew der I.S.S. Enterprise NX-01 gekapert hat, verhindert.
Gemeinsam machen sich die beiden Schiffe auf dem Weg zur Erde, doch unterwegs entwickelt sich eine Form des Widerstandes unter den nicht-menschlichen Crewmitgliedern, die zurecht fürchten, dass die aus der Zukunft stammenden Waffen der Defiant für Genozide an ihren Völkern benutzt werden. 
Als erstes übernehmen diese Leute die Avenger und versuchen die Verteidigungssysteme der Defiant zu sabotieren um das Schiff zu zerstören.
Doch der Plan scheitert und die Avenger wird daraufhin von der Defiant mit nur wenigen Schüssen zerstört.

Die Avenger im Kampf mit der Rebellion.

Zusammen mit der Defiant auf dem Weg zur Erde.

Das Ende der I.S.S. Avenger. (Bilder: Memory Alpha)


Die I.S.S. Avenger NX-09 war die Idee des Autors Mike Sussman, der das Drehbuch für die Episode "Die dunkle Seite des Spiegels Teil.2" geschrieben hat. Der Name des Schiffes ist tatsächliche eine Hommage an den Klassiker "Star Wars - Das Imperium schlägt zurück" wo der Sternenzerstörer Avenger den Millenium Falken verfolgt.


Der Sternenzerstörer Avenger. (Bild: starwars.wikia.com)

Mein Modell

Da die Reihe an Schiffen des Spiegeluniversums mit nur drei Vertretern von Eaglemoss recht dürftig ausgefallen war, wollte ich mir gerne selbst noch das ein oder andere Schiff bauen. Nach der I.S.S. Defiant und der I.S.S. Roger Young war nun die I.S.S. Avenger an der Reihe.

Ausgangsbasis ist natürlich das Modell der I.S.S. Enterprise, bei dem nur die Beschriftung entfernt und farblich noch ein paar Ergänzungen hinzugefügt werden musste. Mit Nagellackentferner wich die original Beschriftung problemlos vom Modell und mit panzergrau wurden jene Bereiche bemalt, die das Spiegelschiff auch vorzuweisen hat, wobei natürlich auch die Fenster neu bemalt wurden.
Bauen musste ich nur die größere Deflektorscheibe, die aus einem Stück Kunststoff zurechtgeschnitten und modelliert wurde.
Fehlte nur noch der neue Schiffsname, der natürlich mit Decals hinzugefügt wurde und: Fertig!

Zum Schluss noch eine kleine Galerie meiner I.S.S. Avenger.

Das Modell noch unbeschriftet und unbemalt.

Der Hauptdeflektor im Bau.

Der fertige Deflektor an seinem Platz.

Das fertig bemalte Modell mit der Neubeschriftung.

Natürlich wurde auch die Nummer NX-09 auf der Unterseite nicht vergessen.

Meine komplett fertige I.S.S. Avenger.


Mittwoch, 12. Dezember 2018

Tödlicher Unfall auf der S.S. Vico NAR-18834

Das Wrack der Vico. (Bild: Memory Alpha)

Einleitung

Die Erforschnung des Weltraums ist und bleibt ein großes Abenteuer. Hinter jedem Asteroidenfeld und auf allen Planeten lauert das Unbekannte oder neue Zivilisationen. Aber auch natürliche Phänomene im Weltraum üben eine Faszination aus, die das Interesse und die Neugierde von Forschern und Entdeckern wecken. Aber das große Abenteuer kann auch ganz schnell gefährlich werden und in einem tödlichen Unfall enden.
Eben dies passiert dem Forschungsraumschiff S.S. Vico NAR-18834, das zur bewährten Oberth-Klasse gehört. Das Schiff ist kein Sternenflottenschiff sondern ein ziviles und untersteht einer Forschungsabteilung der Föderation. Der einfache Name des Schiffes hat einen historischen Hintergrund und erinnert an Giambattista Vico, einen italienischen Philosophen, der 1668 in Neapel geboren wurde und 1744 starb.
Im Jahr 2366 untersucht die Vico den schwarzen Cluster, eine Region des Weltraumes der aus einem dunklen Nebel besteht und im Laufe von neun Milliarden Jahren durch die Kollision von hunderten Protosternen entstand. Schon beim Hineinfliegen in das Phänomen bemerkt die Crew der Vico, dass ihr Schiff von mehreren Gravitationswellen getroffen wird die aber zuerst keinerlei Probleme darstellen, da die Schilde halten. Dies geht einige Tage lang gut und die Vico wagt sich immer tiefer in den Cluster, wobei die Wellenfronten immer mehr an Intensivität zunehmen und der Captain des Schiffes anordnet, mehr Energie auf die Schutzschilde zu transferieren. Ohne es zu bemerken begeht die Crew damit einen fatalen Fehler, denn die Energie wird von den Wellen absorbiert und verstärken diese. Schließlich kommt es zur Katastrophe als die sich so aufgeladenen Wellenfronten in einer mächtigen Explosion direkt vor dem Schiff entladen und die Vico dabei fast zerstört wird. Zwar übersteht das Schiff die Explosion, aber sie ist schwer beschädigt, denn ihre Untertassensektion wurde frontal aufgerissen und die vordere Hälfte der Antriebsektion wurde vom Schiff abgerissen. Dabei sterben alle Besatzungsmitglieder; entweder direkt bei der Explosion oder dadurch, dass sie durch die massiven Hüllenschäden in den Weltraum geblasen werden. Lediglich Timothy, der Sohn des zweiten Offiziers und einer Ingenieurin, überlebt hinter einem Notschott und wird noch gerade rechtzeitig von der Crew der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D gerettet.

Die Enterprise findet die Reste der Vico. (Bild: Memory Alpha)

Mein Modell

Ich hatte einfach mal wieder Lust ein zerstörtes Schiff zu bauen und hatte das Wrack der Vico schon länger im Fokus. Besonders das Bild des Studiomodells in der Ausgabe 36 hatte es mir angetan und schon damals kam der Gedanke, "Sowas will ich auch für meine Sammlung".
Als es mir nun endlich gelang, nochmals eine Oberth-Klasse von Eaglemoss günstig bei Ebay zu ergattern, stand dem Modellbauspaß nichts mehr im Wege.

Das Studiomodell der S.S. Vico. (Bild: aus Ausgabe 36)

Zuerst wurde der Diskus aufgefräst. Anschließend wurde mit dünnem Kunststoff die Inneneinrichtung zusammengebastelt, bemalt umd eingeklebt. Als nächstes wurde der untere Rumpf mit dem Bohrer bearbeitet. An der Spitze wurde der entsprechende Teil abgeschnitten und wiederum eine kleine Einrichtung eingebaut. Auch die Warpgondeln mussten aufgefräst werden. Von den beiden ist die Backbordgondel am schwersten beschädigt und bietet so einen Einblick in ihr Inneres. Leider lässt sich bei der Filmvorlage nicht genau erkennen, wie es hier im Inneren genau aussieht. Darum ließ sich wieder etwas künstlerische Freiheit nicht vermeiden und das Innere stellte ich mit Messingteilen aus der Restekiste dar. Nachdem alles zusammengebaut wurde, wurde es Zeit für die bewährte „Aschefarbe“. Damit wurden noch die Brandschäden verfeinert und fertig. Insgesamt war der Bau meiner S.S. Vico nur ein zweitägiges Projekt, das mir aber trotzdem viel Spaß bereitete und ich dadurch ein weiteres kleines Unikat für meine Raumschiffsammlung erhielt. 

Zum Abschluß noch eine kleine Bilderstrecke meiner Vico








Dancing in the Space 


"I Get Knocked Down (Tubthumbing)" von Chumbawamba (1997)

Dienstag, 9. Oktober 2018

Spezialauftrag - Bau Turon's Borg!

 
Eindeutig keine Schweden. (Bild: modiphius.com)

Einleitung

Alles fing mit einer E-Mail von Turon47 an, die damit anfing, dass er "einen Anschlag" auf mich vorhätte.
WHAT???
Schnell das Phasergewehr aus der Ecke holen und....ah, Batterien leer. Wahr auch besser so, denn beim Weiterlesen ging es schließlich nur darum, das Turon eine kleine Bitte hat und den eigenen Computer zu atomisieren wäre auch nicht das Beste gewesen 😋. 

Der Gute hatte sich einen Satz Borg-Figuren gekauft, die zusammengebaut und auch bemalt werden müssen. Da fragte er mich ob ich ihm nicht den Gefallen tun und die für ihn fertigstellen könnte. Sehr gerne, und so schickte er mir die Packung per Post, die sogar auch recht schnell eingetroffen ist. (Kleiner Seitenhieb, liebe Post AG).

Kleine Recherche 

Die Figuren sind Borg-Drohnen aus der TNG-Ära nachempfunden und sollen später auch so, oder so ähnlich mal aussehen. Um die Blechkameraden auch richtig zu bemalen, musste ich auch ein bischen recherchieren, den eine entsprechende Vorlage zur Orientierung ist natürlich ideal. Natürlich sind die folgenden Bilder nur Beispiele, die die Charakteristika der Drohnen aus TNG zeigen.


Beispiel Nr.1...
...Nr.2...

...und ein weiterer Blechbubi. (Bilder: memory alpha)
Und los geht's.

Damons Bau-Logbuch

Tag 1: Sternzeit 072018,09 - Montag, 09. Juli 2018

Das erste: Auspacken. Die Figuren sind je ca 32 mm groß und mit dabei sind sowie Männlein und Weiblein in unterschiedlichen Posen. Einige Figuren sind, wie es bei solchen Sets üblich ist, doppelt und bei manchen müssen noch die Arme extra montiert werden.

Nach dem Öffnen der Packung kammen diese zwei Tüten zum Vorschein. So eine große Pappschachtel für diese Tüten, was für eine Verschwendung.


Jede Figur hat sein eigenes Podest. Die Spritzlingsrahmen sind erfreulicherweise nummeriert und so weiß ich später auch wo die einzelnen Figuren dann auch hingehören.


Bei diesen Damen und Herren müssen die Arme extra noch drangebaut werden. Mit je einem Tropfen Sekundenkleber natürlich kein Problem.


Als nächstes bastelte ich mir eine Halterung aus Pappe und Klebeband. Darauf werden die Figuren fixiert und so lassen die sich dann rundherum bemalen, ohne das ich sie in die Hand nehmen muss.


Damit geht's nun auch los. Als erstes werden die Figuren mit schwarz, matt grundiert. Diese Farbe passt auch zu den Strumpfanzügen, die die TNG-Borg tragen.

Mal ein Figurenpaar von nahem. Ich weiß nicht ob die Beiden die mechanisierte Form des Stinkefingers zeigen, oder ich hab einfach zu viel Phantasie!!!😅😋😈

Als nächstes musste ich mir Gedanken machen, wie ich die Hautfarbe der Borg hinbekomme. Da die in ihren Kuben nur selten an die Sonne kommen, ist deren Haut ja blasser als bei einem Zombie.
Also heißt es auf in Damons Hexenküche und Farben mischen, bis ich die richtige gefunden habe. Grundfarbe ist hellgrau, matt und als nächstes ein Tropfen steingrau. Da das ganze nun aber zu dunkel ist, muss noch ein bischen weitergemixt werden. Zum aufhellen kommt nun auch Tropfen für Tropfen weiß, matt in das Gemisch. Nach sechs versuchen hatte ich auch endlich den passenden Ton. Auf dem Bild unter dem E, das wird der finale Hautton.

Ins Gesicht! Natürlich keine Backpfeifen, sondern die Farbe. Bei einigen Figuren bemale ich die rechte Hand nicht, da manche Drohnen ja auch hier ein Implantat bekommen haben.

Das soll's dann auch für heute schonmal sein. Ich habe Turon ja auch vorgewarnt, Figuren bemalen muss Schritt für Schritt erfolgen.

Tag 2: Sternzeit 072018,11 - Mittwoch, 11.07.2018

Heute sollen die Drohnen ihren nächsten Anschtrich bekommen, aber erstmal etwas Musik. Also eine Kassette in den Walkman eingelegt und los geht's.

Die Hintergrungfarbe für die Panzerplatten und Implantate, bei den TNG-Drohnen schimmert diese leicht dunkel-metallisch. Also wieder Farben mischen, um den passenden Ton zu finden. Diese besteht schließlich aus den Farben blau, matt - anthrazit - und eisen,metalic.


Und jetzt wird's frickelig: Ab jetzt werden die Figuren nur noch mit Feinpinseln bemalt. Jedes einzelne Implantat muss Figur für Figur nun bemalt werden und das dauert Stunden. Kann auch schneller gehen, aber entweder man macht's gründlich oder man lässt es.


Nachdem alle Figuren entsprechend bemalt wurden, folgten die ersten Korrekturen. In den Gesichtern und den Bereichen, die schwarz bleiben sollen wurden kleine Patzer wieder korrigiert.
Das stundenlange konzentrieren, das schlaucht. Deswegen war nach diesen Schritten auch für heute erstmal wieder Schluss.
Aber so sieht das Endergebnis für heute aus. Als nächstes werden die Kabel und Schläuche von allen Figuren bemalt.


Tag 3: Sternzeit 072018,11 - Mittwoch, 11.07.2018

Tja, nun hieß es wirklich die ganzen Kabel zu bemalen. Figur für Figur muss ich mit dem Feinpinseln dem Verlauf der einzelnen Leitungen folgen. Diese erhalten übrigens einen Anstrich mit schwarz,seidenmatt.


Und ganz ehrlich, nach vier Figuren war auch schon für heute Schluß. Die restlichen mach ich nach und nach in den nächsten Tagen. Besser man teilt sich die Arbeit ein und setzt sich als Tagesziel drei oder auch mal eine mehr zu bearbeiten und hört dann auf, als wenn man die Lust an dem Projekt verliert.
Trotzdem, diese eintönige Arbeit schlaucht einem ganz schön, und man  muss wirklich den Bastlern ein kleines bischen Respekt zollen, die hauptsächlich Dioramen bauen. Als bestes Beispiel lässt sich hier die alljährliche Intermodellbaumesse in den Dortmunder Westfalenhallen erwähnen. Dort stellte ein solcher Bastler mal ein gigantisches Diorama aus, das die Schlacht bei Waterloo aus den napoleonischen Kriegen nachstellt. Über 20.000 einzeln von Hand bemalte Figuren bevölkern die Anlage und nach Aussage des Erbauers dauerte es über acht Jahre alle Figuren fertigzustellen. RESPEKT!!!

Das Waterloo-Diorama in Dortmund.

Kleine Nahaufnahme.

Ein ganzes Regiment und alle von Hand bemalt.

Also von daher kann ich mich eigentlich über die "nur" zehn Borg-Figuren nicht beklagen. Aber Trotzdem:

Tag 5: Sternzeit 072018,15 - Sonntag, 15.07.2018

Nachdem ich die letzten Tage nur noch Kabel vor den Augen hatte, habe ich es am Freitagabend schließlich geschafft. Den Samstag muste ich mal abschalten und was anderes machen, muss auch mal sein😊.
Heute geht's nun weiter mit den Borg. Als nächstes werden die Armprothesen bemalt und zwar als deutlichen Kontrast zur Restfarbe mit anthrazit,schwarz. Danach folgte schon der nächste Anstrich mit schwarz, glänzend. Damit wurden einige kleine Detail, wie z.B. an den Armprothesen bemalt. Etwas warten und trocknen lassen, dann kann es auch schon in Richtung Endspurt gehen. Mit den Metallicfarben messing und kupfer wurden schließlich weitere kleine Details bemalt. Hauptsächlich an dem Armprothesen und auch einige Augenprothesen. Einige solcher Prothesen erhielten auch einen zweifarbigen Anstrich. Erst mit schwarz, glänzend und dann jeweils mit grün oder leuchtgelb.
Man verzeihe mir das ich hier keine Fotos zeigen kann, der Akku der Kamera ist leer😔 .


Tag 6: Sternzeit 072018,16 - Montag, 16.07.2018

So, erstmal ein Bild von einer der fertigen Figuren. Diese wurden allesamt noch mit dem finalen Anstrich farblos, matt versehen um sie zu versiegeln.

Was noch fehlt sind die Podeste für die Figuren. Diese haben eine Gitterstruktur, die glatt an dem Fussboden auf Borgschiffen ähnelt. Von daher sollen die Podeste auch so angemalt werden. Zuerst noch ganz konventionell mit schwarz, matt und der Rest soll mit Eisenfarbe bemalt werden. Das Schwarz soll der Gitterstruktur einen Tiefeneffekt verleihen und um den Eisenton hervorzuheben, will ich die Podeste mit der Airbrush lackieren.


Für dieses Verfahren muss ich die Farbe in ein anderes Behältnis umfüllen und so verdünnen, das die sich sprühen lässt. Aber erstmal die Maschine startklar machen.
Gestatten, mein selbstgebauter Airbrush Kompressor:


Ich bin eigentlich eher ein reiner Pinselmaler und habe bisher selten mit Airbrush gearbeitet. Hauptsächlich zum Lackieren meiner drei großen Modellschiffe. Deswegen habe ich mir mal vor Jahren einen Druckluftkompressor selbst gebaut, den ein richtiger ist mir einfach zu teuer.
Das Gebilde besteht aus einem Kühlschrankkompressor, der die komprimierte Luft in die beiden Flaschen pumpt, wo diese gespeichert wird. Sobald diese voll sind, sorgt das Überdruckventil dafür, dass der Kompressor nicht weiterpumt. Übrigens, auf die Idee einen Druckmanometer und ein Überdruckventil einzubauen, darauf sollte man vorher kommen. Also bei mir kam dieser Geistesblitz, nachdem die ersten Flaschen mir um die Ohren geflogen sind😆😅.

So, der Kompressor komprimiert, also gehts nun ans Überprüfen der Spritzpistole. Hab das ganze
schon eine Weile nicht mehr benutzt und als erstes soll die Funktion mit Wasser getestet werden.


Und da fing's an. Die Pistole ging nicht! Och Mensch... erster Versuch, die Düse mal reinigen.


Ging immer noch nicht. Die Pistole zerlegen und alles putzen, Pistole wieder zusammengebaut und....
geht immer noch nicht! Ach Scheiße😠. Na gut, dann eben nicht.


Tag 6: Sternzeit 072018,17 - Montag, 17.07.2018

Tja, dann muss es eben auf die konventionelle Art weitergehen. Die Strukturen innerhalb der Sockel wurden mit Eisenfarbe bemalt.


Nachdem diese Arbeit vollendet ist, wurden kleine Patzer noch korrigiert. Und dann wahr es soweit, die Figuren können auf ihre jeweiligen Sockel geklebt werden.



Nun nachdem die Figuren mit ihren Sockeln vereint sind, ist es viel einfacher noch den Rest der Sockel zu bemalen.

Dann noch auch diese mit farblos versiegeln.


Fertig!!!


Und nun heißt es Abschied nehmen. Die Truppe wanderte wieder ins Paket um wieder Richtung Potsdam zu reisen.
Im Nachhinein hat diese Arbeit doch etwas Spaß gemacht und der Abschied fällt doch nicht ganz so leicht. Ich hoffe Turon47 ist zufrieden mit dem Ergebnis und wünsche ihm viel Spaß mit seiner Borg-Truppe.