Star Trek Tafelrunde "Hermann Darnell" Potsdam Babelsberg

…dahin zu gehen, wo noch kein Star Trek Fan aus Potsdam, Berlin und Brandenburg zuvor gewesen ist - Infinite Diversity in Infinite Combinations.

Samstag, 22. März 2014

Happy Birthday Shat!

Das Original hat heute Geburtstag! William Shatner, uns allen bekannt aus unzähligen Abenteuern des Raumschiff Enterprise und als großartiger und leicht schrulliger Anwalt Denny Crane, wird heute 83 Jahre alt!
Der Kampf Kirk gegen Gorn (Szene nachgestellt :)
William Shatner in Düsseldorf 2012

Von einem Captain zum Anderen: Alles Gute zum Geburtstag!

Freitag, 21. März 2014

Neues von Five Year Mission

Nartürlich ist dieses Mal mit Five Year Mission nicht die Party zum 5- jährigen Jubiläum der Babelsberger Star Trek Tafelrunde gemeint. Es geht dabei vielmehr um das neueste Video der TOS Tribute Band - The Doomsday Machine! Unterlegt ist das Musikstück mit Ausschnitten aus dieser legendären Folge der 2.Staffel des "Raumschiff Enterprise". Und für alle, die noch nicht die Remastered Version dieser Episode gesehen haben, schaut Euch das Video unbedingt an! Einfach großartig die Bilder. Und zur Musik muss man nichts sagen, typisch FYM ebend!



Aber wo ich schon mal beim Thema Party war, bitte seht doch bitte alle in Eure Postfächer und gebt mir schnellstmöglich eine Rückmeldung, ob der 9. oder 10. Mai für Euch günstiger ist oder ob Ihr an beiden Tagen könnt. Immerhin wollen wir ja eine "faszinierende" Party auf die Beine stellen! Für alle Leser des Blogs, die nicht in unserem E-Mail Verteiler sind, Ihr könnt euch auch über die Kommentare auf der Blogseite für die Party anmelden!

Donnerstag, 20. März 2014

Modellversuch 04: Die Enterprise NX-01


Einleitung. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Folgen Enterprise die ich damals noch zur 'Prime Time' auf Sat.1 gesehen habe: Das erstmals gesungene Intro. Der Aufbruch einer Enterprise vor der eigentlich bekannten Zeitlinie. Das schmucke Design des Schiffes. Ich war elektrisiert vom unglaublichen Potential, dass sich dort vor allem im Pilotfilm abzeichnete.
Es hat schon einige wirklich miese Folgen in der ersten und vor allem zweiten Staffel gebraucht, um mit meiner anfänglichen Begeisterung zu brechen. Als ich zur dritten und vierten Staffel wieder sah, dass sich die Autoren Mühe gaben, begrüßte ich dies zwar, aber die Euphorie der ersten Momente war unwiederbringlich verloren.
Unwiederbringlich?
Nein, denn als ich das vierte Eaglemoss-Modell in den Händen hielt, war das bereits verloren geglaubte Glücksgefühl für einen kleinen Moment wieder da. Ob es sich dabei nur um eine Momentaufnahme handelte oder ob es Eaglemoss tatsächlich gelang, nach zwei eher mäßigen Modellen nun mal wieder eine wirklich herausragende Schiffsnachbildung zu liefern, soll der folgende Beitrag klären.



Lobenswerte Aspekte. Um die sorgsam aufgebaute Spannung gleich wieder zu killen, sei an dieser Stelle verraten, dass mit diesem Modell der bisherige Höhepunkt der Sammlung erreicht ist. Kommende Modelle werden sich an der NX-01 messen lassen müssen und das schwere Erbe eines Vorbildes antreten müssen, das vielleicht nicht perfekt ist, aber unter den gegebenen Umständen ein beachtenswertes Optimum darstellt.
Hauptgrund für diese überschwängliche Lobeshymne ist die Symbiose zwischen leichter Plastik und schwergewichtigem Metall. Der Unterschied ist mit bloßem Auge kaum auszumachen und die beinahe nahtlosen Übergänge lassen die unterschiedlichen Materialien fast vergessen. Man könnte sogar meinen, dieses Schiff wäre aus einem einzigen Guss geformt.
Die edle Silber-Optik, die vielleicht nicht ganz den Ton des Originals zu treffen vermag, steht dem Schiff nichtsdestotrotz bestens und verleiht der allerersten Enterprise der internen Star-Trek-Chronologie eine ganz spezielle Eleganz.
Hinzu kommt das deutlich erkennbare Aztec-Muster, durch das die Hüllen-Struktur klar erkennbar wirkt und beinahe nostalgisch an Folgen wie "Das Minenfeld" zurückdenken lässt.
Ergänzt wird dies durch bemerkenswerte Details wie etwa die Navigationsleuchten, die – dem Mattscheibenvorbild folgend – auf einer Seite grün und auf der anderen Seite rot koloriert sind. Auch die unterteilte Warpgondeloptik tut ihr Übriges, um das Fanherz höher schlagen zu lassen.


Lobenswert sei schließlich ebenfalls der Beipackzettel erwähnt, der das Modell mit sinnvollen Hintergrundinformationen ergänzt. So wird darin nicht nur die augenscheinliche Verwandtschaft zur Akira-Klasse ohne Umschweife angesprochen, sondern auch interessante Details zur geplanten NX-1.5 geboten (also der Version des Schiffes, die im Verlauf der weiteren Serie laut ursprünglicher Planung entstehen sollte). Zudem wusste ich persönlich bislang noch nicht, wozu das knubbelige Teil hinter der Untertassensektion und zwischen den Warpgondeln gut sein soll. Jetzt bin ich schlauer!
Auch das Ständer-Design, das dem des vorangegangenen Bird-of-Preys ähnelt, wirkt dieses Mal einen entscheidenden Tick ausgereifter.




Kritikwürdige Aspekte. Man muss schon ziemlich lange löffeln, um doch noch das ein oder andere Haar in dieser Suppe zu finden.
Am schwersten wiegt sicherlich die fehlende Sensorschüssel des Deflektorschilds im vorderen Bereich. Vielleicht ist "fehlen" ja der falsche Begriff, doch der bestenfalls unscheinbare braune Strich im vorderen Untertassenbereich lässt nur mit einer besonders fantasievollen Sympathie oder einem starken Sehfehler die Assoziation mit einer altmodischen Sensorphalanx zu.
Zudem sollte der Ergänzung halber an dieser Stelle auch auf kleinere Schussligkeitsfehler wie "Telalriten" (S. 7) oder "Perre Drolet" (S. 17) im Beipackzettel hingewiesen werden.


Fazit. Mit der NX-01 hat Eaglemoss wahrlich sein Meisterstück in der bisherigen Sammlung abgeliefert. Die Plastik-Metall-Ratio, die Optik, der Ständer und selbst das deutschsprachige Magazin genügen den hohen Erwartungen.
Einzig der ansonsten so bemerkenswerte Detailgrad wird durch den Verzicht auf die altertümliche, aber charakteristische Satellitenschüssel am Bug des Schiffes merklich geschmälert.

Unsere Bewertung
Eure Bewertung

Zusätzliche Schlussbemerkungen. Als Kioskbesucher lebt man in einer heilen Welt. Zum Veröffentlichungstermin der NX-01 bin ich einfach in den Zeitungsladen meines Vertrauens geschlendert, habe das Heft vom gewohnten Platz genommen, bezahlt und bin fröhlich von dannen gezogen. Einzig das schlechte Gewissen, Enno, dem wahrscheinlich einzigen anderen Star-Trek-Fan in Brandenburg eventuell das Objekt der Begierde vor der Nase weggekauft zu haben, schmälerte meinen Beutezug geringfügig.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass dieses Modell quantitativ längst nicht so gut im Regal vertreten war wie seine Vorgänger. Da ich immer wieder von den Problemen der Abonnenten höre und lese, die streckenweise aufgrund von Lieferschwierigkeiten noch immer auf ihr erstes Modell warten, während der Zeitschriftenhandel in besser bevölkerten Bundesländern wie Berlin, Nordrhein-Westfalen oder Hessen gar nicht erst von Eaglemoss beliefert wird, habe ich mir folgenden Reim darauf gebildet:
Eaglemoss ist überhaupt nicht in der Lage, einen größeren Markt mit Star-Trek-Modellen zu beliefern. Mit Absicht suchte man sich äußerst überschaubare Absatzmärkte wie das schwach besiedelte Brandenburg aus, denn die vielen Zeitungsläden Nordrhein-Westfalens oder Berlins hätte man unmöglich mit einer ausreichenden Anzahl an Modellen ausstatten können. Daher steht man dem unerwarteten Abonnentenansturm wahrscheinlich auch so hilflos gegenüber, denn die Nachfrage in Deutschland hat sich als stärker erwiesen als gedacht. Statt ein paar überzählige Schiffsnachbauten an ein paar wenige Abonnenten zu verhökern, muss nun sogar Nachschub geordert werden, um den Ansturm zu befriedigen.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten.
Erstens: Eaglemoss stellt sich der Herausforderung und kommt den Wünschen der deutschen Kunden nach, auch wenn das erst einmal mehr Aufwand und damit auch mehr Kosten bedeutet.
Oder Zweitens: Eaglemoss stellt zuerst den Vertrieb von Zeitschriften in den Läden ein, nur um etwas später auch den Abo-Service hierzulande so einzukürzen, dass er bei weitem nicht an die angekündigten siebzig Modelle reicht um dem Vertriebsfiasko in Deutschland ein Ende zu bereiten, bevor die finanziellen Einbußen und Imageschäden für den Mutterkonzern als nicht mehr lohnenswert erscheinen.
Auch wenn arge Erinnerungen an meine Jugend eher Variante zwei nahelegen, so hoffe ich doch inständig, dass sich Eaglemoss seiner Verpflichtung für den ausgehungerten deutschen Absatzmarkt bewusst ist und all meinen Unkenrufen zum Trotz den hier beheimateten Sammlern die Möglichkeit bietet, ihre Kollektion zu vervollständigen.


Weiterführende Leseliste.

Eaglemoss 01. USS Enterprise NCC-1701-D
Eaglemoss 02.
USS Enterprise NCC-1701 [Refit]
Eaglemoss 03.
Klingonischer Bird-of-Prey
Eaglemoss 04.
Enterprise NX-01
Eaglemoss 05.
Romulanischer D'deridex-Warbird
Eaglemoss 06.
USS Excelsior
Eaglemoss 07.
USS Defiant 
Eaglemoss 08.
K't'inga Klasse
Eaglemoss 09.
USS Voyager
Eaglemoss 10.
Akira-Klasse
Eaglemoss 11.
Jem'Hadar Schlachtkreuzer
Eaglemoss 12.
USS Reliant NCC-1864 
Eaglemoss 13.
Borg Sphäre 
Eaglemoss 14.
Romulanischer BoP (2152) 
Eaglemoss 15.
Tholianisches Schiff (2152)
Eaglemoss 16.
USS Prometheus
Eaglemoss 17.
Xindi-Insektoiden-Schiff
Eaglemoss 18.
USS Enterprise NCC-1701-E
Eaglemoss 19.
Vor'Cha Klasse
Eaglemoss 20.
Die USS Dauntless
Eaglemoss 21.
Der Ferengi Marauder
Eaglemoss 22.
Die Nova-Klasse
Eaglemoss 23.
Die Galor-Klasse
Eaglemoss 24.
Die USS Stargazer
Eaglemoss 25.
Bajoranischer Sonnensegler
Eaglemoss 26.
Nebula-Klasse
Eaglemoss 27.
Krenim-Zeitwaffen-Schiff
Eaglemoss 28. Maquis-Raider
Eaglemoss 29. Jem'Hadar Jäger 
Eaglemoss 30. Nausicaanischer Raider 
Eaglemoss 31. Romulanischer Warbird Valdore
Eaglemoss 32.
Runabout Orinoco
Eaglemoss 33.
Cardassianische Hideki-Class
Eaglemoss 34.
Surak-Klasse
Eaglemoss 35.
Bird of Prey (22. Jahrhundert)

Premium 001.
Shuttle Typ 6

Sondermodell 01.
Deep Space 9
Sondermodell 02.
USS Enterprise 1701 (2009)
Sondermodell 03.
Die USS Vengeance
Sondermodell 04.
Klingon D4 Angriffsjäger

Abo Geschenk 01.
Borg-Kubus
Abo Geschenk 02.
Future Enterprise

Mittwoch, 19. März 2014

Star Trek Online How-To Teil 2: "Geld verdienen" II

Wie schon im ersten Teil  erwähnt, gibt es noch eine relativ wichtige Währung in STO. Die Energiecredits/ Credits, auch EC abgekürzt.
So direkt schwer da ran zukommen, finde ich jetzt nicht wirklich. Es auszugeben wesentlich schwieriger....  Naja so schwer nun auch wieder nicht, allerdings hat das Zeug bei mir die Angewohnheit sich zu stapeln.

Energiecredits
Auch wenn es dem ein oder anderen zu den Ohren respektive Augen kommen sollte, hier nochmal kurz die Doff-Aufträge als Einnahmequelle erwähnt. Bei einigen (nicht allen) gibt es EC mit dazu. Bei kritischem Erfolg etwas mehr, aber trotzdem wird mensch dadurch nicht wirklich reich. Die Handelsaufträge die immermal auftauchen geben zwar auch einiges, nur auch nicht so viel....

Belohnungen

Wesentlich mehr wird über Items verdient. Also Sachen die in Raum- und Bodenkämpfen als Belohnung abfallen. Es kann so ziemlich alles verkauft werden was nicht niet- und nagelfest ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um seine Sachen loszuwerden und in EC umzuwandeln. Einfaches wegschmeissen wäre eine davon. Bei vollem Inventar in Kämpfen ist das schonmal zwangsweise zu machen. Gibt auch 30% des Wertes das im Tooltip unten rechts steht. Ferengi-Ladenbesitzer sind genauso knauserig. Die trollen sich eigentlich fast überall rum, also Vorsicht bitte.
Die normalen Frachterkäptans sind etwas spendabler und geben 40%. Allerdings zb die Leutchen bei denen Ausrüstungs-/ Verbrauchsgegenstände gekauft werden können oder Barkeeper/Köche geben 50%. Sind nicht so häufig, aber spätestens an der Akademie/Raumdock/Qo´Nos stehen die rum. Beim Einsammeln der Doff-Rekrutierung und des täglichen 480 Dil kann da ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden.

Im Raum sind beispielsweise Schilde oder Deflektoren ganz gut und bringen reichlich viel EC, Während bei Bodenkämpfen die Rüstungen/ Waffen/ etc wesentlich weniger geben.

Als Hinweis: Wer jetzt aus versehen etwas weggeschmissen/verkauft hat, der kann das sich wieder zurückholen. Zumindest wenn man noch auf derselben Karte sich befindet und nicht gewechselt hat. Im Inventar (Standardtaste "I") auf Replikator drücken und dann der dritte Reiter "Abrufen". Da sind dann alle verworfenen Items nochmal aufgelistet und können da dann zurückgeholt werden.

Der Handel unter Spielern (gleiche Karte/stehen direkt nebeneinander) geht auch. Rechtsklick auf den betreffenden und dann im Kontextmenü "Handel" auswählen. Das Fenster ist eigentlich selbsterklärend. Gehandelt hab ich auch mit Miri vor einiger Zeit, ist also ganz einfach Daher werde ich nicht weiter auf diese Möglichkeit eingehen. Per Post verschicken geht auch, ist jedoch eine Einbahnstraße....
Handel mit Spielern

Eine weitere Möglichkeit bietet natürlich die Tauschbörse. Schnickschnack der nicht gebraucht wird und zu schade zum Verwerten beim Koch/Barkeeper ist (was machen die eigentlich damit?!) und ein Mitspieler vllt wesentlich besser gebrauchen kann, kann dort vertickert werden. Zur Wertkontrolle im Reiter "Kaufen" kann aus dem Inventar auf die Suchzeile das Item gezogen werden und somit wird der Name automatisch eingetragen. Suchen drücken und gut ist. Die Feineinstellungen kann jeder sich austesten (Sortieroption nach Stückpreis/Ranganforderung/Qualität oder unten auch nach Fraktionszugehörigkeit [an/aus])


Gebundene Items können nicht verkauft werden und werden im Inventar etc ausgegraut wenn die Tauschbörse/Post angewählt ist!!!


Doff lassen sich richtig gut an der Börse verkaufen. Im How-To-Doff 2 hab ich das Austauschprogramm angesprochen. Irgendwann sind reichlich viele Leute vorhanden die auch verkauft werden können wenn nicht benötigt. Zum Bespiel bieten sich bei mir die blauen an, da ich lilane bevorzuge, grüne eben eintausche und die weissen anderweitig benötigt werden.
Die lilanen Doff (im Bild unten "Ten of Ten") aus den Nebelmissionen (im How-To-Doff 3 erwähnt) können beim Personaloffizier in jeweils drei blaue eingetauscht werden. Klingt jetzt nicht sonderlich spektakulär, aber bitte diese Möglichkeit wirklich nicht unterschätzen. Immerhin wird aus einem gebundenen 3 ungebundene die dann eben verkauft werden können. Bei Preisen von ca. 100k bis 2 oder auch 3mio EC ist das schon ganz nett und sicherlich nicht zu verachten.

Doff-Downgrade

Beim Schreiben hier kam mir in den Sinn, ich brauch ja auch ein Bild von der Tauschbörse. Also wäre zumindest zur Ansicht ganz gut, um das auch etwas anschaulich zu machen.
Gesagt, Getan. Spaßeshalber habe ich nach Technikern gesucht und wurde auch fündig. Diese Spezialisierung hab ich mir rausgesucht, weil ich weiss, diese Doff sind etwas teurer als andere. Durch dieses Aux2bat (erkläre ich später was das genau ist) werden 2-3 Techniker genutzt. Sie senken die die Wiederaufladung der Brückenoffiziersfertigkeiten. Also die Cooldowns im Raumkampf.

Techniker an der Tauschbörse
Ich persönlich finde es ja echt lächerlich was Anbieter für "Geld" wollen. Darüber kann ich mich wirklich nur noch lustig machen und die bedauern die solche Angebote annehmen. In einem Nebel bekomme ich diese Doff-Spezialisierung für lau und soll so viel auf der anderen Seite bezahlen?!

ok, genug gelästert....Den ersten Techniker hab ich auch schon verkauft. Nicht das der Markt noch wegen meinem Beitrag einbricht 



Ich hoffe mit diesen Hinweisen hat jetzt keiner mehr wegen zu wenig EC bedenken.

STO How-To:

Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System I
Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System II
Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System III
Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System IV
Star Trek Online How To Teil 2: "Geld verdienen" I
Star Trek Online How To Teil 2: "Geld verdienen" II
Star Trek Online How To Teil 2: "Geld verdienen" III
Star Trek Online How To Teil 3: Markenvielfalt I
Star Trek Online How To Teil 4: Flotteneinrichtung I
Star Trek Online How To Teil 4: Flotteneinrichtung II
Star Trek Online How To Teil 4: Flotteneinrichtung III
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung I
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung II
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung III
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung IV
Star Trek Online How To Teil 6: Brückenoffiziere I
Star Trek Online How To Teil 6: Brückenoffiziere II

Dienstag, 18. März 2014

Star Trek Online How-To Teil 2: "Geld verdienen" I

Was ist die Welt nur ohne Geld? Und auch wenn es in der Föderation keine Münzen und Scheine gibt, ist das in STO dann doch ein klein wenig anders. 
Hat sich eigentlich schonmal jemand gefragt, wie sich zb der Herr Sisko auf DS9 einen schnöden Jumja-Stick am Stand oder ein Root-Bier in Quarks Bar leisten kann? Abgesehen von der eher unwahrscheinlichen Möglichkeit der Umleitung der Miete von Quark in seine Tasche?! Was dann wiederum die Frage nach der Verwendung der Zahlungen von Quark (Welche Währung überhaupt? Latinum?)  aufwirft oder was die Föderation damit überhaupt macht?
Ok, genug philosophiert.... @turon und Co.: Es ist nur eine rethorische Frage  




Es soll also hier um das Kleingeld gehen. Da es verschiedene "Währungen" gibt, werde ich das Thema doch aufteilen. Zuviel Input, Überlastung... und so.

Als erstes werde ich mir den Erhalt von Dilithium (Dil) vornehmen. Ist relativ wichtig und das Zeug wird vielfach genutzt, ist sozusagen die "Hauptwährung" ingame.

Wer beim Personaloffizier seines Vertrauens nach neuen Rekruten (Doff) fragt, kann sich auch gleich in der Akademie alle 20 Stunden seine ersten 480 Dil abholen. Bei Fed ist es Viala und die Klingonen haben den Barden Ch'toh. Dort sind 2 Aufgaben abzuholen, wobei das Wissen zur Geschichte erfragt und bei guten Raten oder Wissen (die Lösungen sind hier zu finden) das Dil rausgerückt wird.

erstes Dilithium


Bei der anderen Aufgabe erhält der Spieler einen Datenchip vom Bibliothekscomputer. Rechtsklick+benutzen gibt zu den gestellten Fragen auch ein Kapitel zu lesen und sind die Antworten auf die Fragen. Gibt außerdem die sogenannten Auszeichnungspunkte. Zu finden mit Taste "J" und dann hinten den Reiter Auszeichnungen. Die sind nicht wirklich wichtig, sieht nur gut aus... Ansonsten kann der Chip an der Tauschbörse weggehandelt (mein eines gutes Ergebnis waren 500k Credits), einem anderen (eigenem oder fremden) Char gegeben oder ganz schnöde verworfen werden.


Das erste Dil ist nun eingeheimst. Ist auch nur einfaches Dilithiumerz und relativ wenig, um damit große Sprünge machen zu können. Es gibt immer nur unveredeltes, egal was man macht. Bei "Inventar" der Reiter "Vermögen" einfach Knopf drücken und schon wird aus normalem Erz das begehrte veredelte und jetzt erst nutzbare Dilithium. Insgesamt kann pro Tag 8.000 Dil veredelt werden.


Umwandeln des Dilithium


Jeder erfolgreiche Doff-Auftrag gibt ebenfalls Dil. Bei kritischem Erfolg noch eine ganze Menge mehr. Deswegen bin ich auf die Aufträge im How-To Teil 1 so tief ins Thema eingestiegen und hab auch hoffentlich den Wert von kritischen Erfolgen oft genug erwähnt.

Mit den Klingonen ist das Dil natürlich weitaus einfacher zu verdienen mit Doff-Aufträgen als auf Fed Seite. Das gleich mal vorweg. 
Sie können rauben, morden, plündern, überfallen, erobern, greifen an und solche Sachen.  So viele Frachter wie ich lahmlege, verschiedenste Kolonien, Forschungs- und Industrieanlagen überfalle, Raffinerien übernehme oder auch Minen-/Schlachtfelder durchforste, wundert es mich, das in der Föderation noch ein Stein auf dem anderen steht. 
Bei vielen Gelegenheiten gibt es zb Gefangene - und das auch jede Menge davon (und andere nette Items). Die können in den Nebeln in Zwangsarbeitslager (350 Dil pro Auftrag), in den Sektoren (500) oder auf den Raumstationen (1.000) verkauft werden.

Nicht verwirren lassen. Die KDF hat meistens dieselben Aufträge wie Fed/Romu und eben jede Menge mehr die einen Haufen Schmuggelware, Dilithiumerz usw. bringen.
Die Schmuggelware kann mit einem 4 Stunden-Auftrag gegen 2.000 Dil beim Sicherheitsoffizier der Fed und KDF (Qo'noS, Raumdock, DS9, Ganalda, K7, Sternbasis 39  ...) eingetauscht werden.
An Schmuggelware kommen die Fed-Leute jedoch wesentlich schwieriger ran. Obwohl es auch einige Aufträge dafür gibt. 
 - Schmuggelware von der Crew konfiszieren (30min bis 5Stück)
 - Kontrolle eines zivilen Frachters (30min bis 5Stück)
 - Untersuchung von Schmuggeltätigkeiten auf xyz (20h bis 5? Stück)
 - die Aufzeichnung über die Bewegung der Flotte xyz (1h bis 3?Stück)
 - gegen Hilfsnetzwerk der Flüchtlinge losschlagen (6h bis 5Stück + blau oder lila Dominiongefangenen >> Gefangenenaustausch )
 - Verhör des Gefangenen (20h)
 - die Enttarnung des Maulwurfes (20h)
 - goldgepresstes Latinum gegen Schmuggelware tauschen (1h)
 - .... es gibt noch viel mehr Aufträge, soll nur eine kleine Aufzählung erstmal sein.



Schmuggelware und Gefangene


Relativ einfach ist auch das Einsammeln der Kolonisten (4h) und dann das Erreichen von Kolonien ermöglichen. 30min, 1h, 3h oder 20h - je nach Wunsch gibt es verschiedene Längen. Gibt 500 bzw bei kritisch 1.500Dil. Das funktioniert auf Fed und KDF Seite.

Ein netter Nebeneffekt bei den wiederholbaren Aufträgen der Kolonisierungsketten (Expansionsbemühung) ist die Belohnung von 250Dil - abgesehen von Gefangener/ Flüchtling +  lila Doff bei kritischem Erfolg.


Erfolg bei der Expansionbemühung



Eine ebenfalls beliebte Einnahmequelle sind die sogenannten STF (Special-Task-Force)  Bei Erfolg gibt es im Normalmodus 480 und bei Elite 960 Dil. Dazu kommen noch die Omegamarken und Items. 
Minenfeld ist auch gut besucht und hält jede Menge Dil und bei erreichen der Bestenliste auch lila Items bereit.
Mein Favorit ist zb "das Kristallwesen". Geht relativ schnell (das schnellste war mal unter 3 Minuten) und gibt im Normalfall 480 / Elite 960 Dil und jede Menge Flottenmarken.


Bitte nicht verwirren lassen. Auch wenn es scheinbar kaum Raumkämpfe gibt nach meinen Erläuterungen hier, ist aber nicht so. Die kommen nur in gänze dann etwas später erklärt. 





edit:

Nur mal als Denkanstoß: Ich nehme normalerweise gern die länger dauernden Doff-Aufträge. Also die 20h Teile. Laufen tagsüber und sind den nächsten Abend (wenn ich wieder online bin) dann fertig. Sind ganz praktisch, da sie relativ viel Auszeichnungspunkte geben. Haben jedoch den Nachteil das sie bei kritischem Erfolg auch nur die 125/250/... Dil geben. Die Ausbeute ist dementsprechend gering. 
Wenn mensch jetzt mal etwas länger online sein sollte (also mehr als 5 Minuten ), bieten sich die kurzen Aufträge an. Gibt sozusagen mehr Gewinn an Dil pro Stunde.

STO How-To:

Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System I
Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System II
Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System III
Star Trek Online How To Teil 1: Das Doff-System IV
Star Trek Online How To Teil 2: "Geld verdienen" I
Star Trek Online How To Teil 2: "Geld verdienen" II
Star Trek Online How To Teil 2: "Geld verdienen" III
Star Trek Online How To Teil 3: Markenvielfalt I
Star Trek Online How To Teil 4: Flotteneinrichtung I
Star Trek Online How To Teil 4: Flotteneinrichtung II
Star Trek Online How To Teil 4: Flotteneinrichtung III
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung I
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung II
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung III
Star Trek Online How To Teil 5: Forschung und Entwicklung IV
Star Trek Online How To Teil 6: Brückenoffiziere I
Star Trek Online How To Teil 6: Brückenoffiziere II

Ein Mann, ein Planet: Lifeless Planet

Momentan sprießen Indie-Weltraumspiele wie Pilze aus dem-Cyber Boden. Einige von ihnen sind sogar sehr vielversprechend und wandeln abseits der Pfade reiner SciFi-Action. Dazu zählen Space Engineers, Kerbal Space Program oder auch Planet Explorers; alle drei sind bereits als Early Access auf Steam verfügbar. Seit März 2014 ist ein neues Indie-Weltraumspiel erschienen: Lifeless Planet.


Da jüngst veröffentlichte SciFi-Spiele stark ihren Fokus auf Action und kurzweilige Unterhaltung legen, vermisst man gerade als Star-Trek-Fan Spiele, die es ermöglichen Planeten zu erforschen ohne als Primärziel zu haben die hiesige Fauna zu dezimieren. Die meisten Blockbusterspiele geben Schlauchlevels vor oder es müssen akkordartig Aufträge abgearbeitet werden. Als Beispiel zwingt Star Trek Online seine Spieler feindliche Raumschiffe zu zerstören, statt sie, wie in der Serie, nur außer Gefecht zu setzen. Wer also nach Alternativen sucht, die sich ein wenig vom üblichen Geballer abheben, für den lohnt sich ein Blick über den kommerziellen Tellerrand Richtung Indie-Spiele. Eins von diesen Spielen ist "Lifeless Planet", veröffentlicht vom Entwickler Stage 2. "Lifeless Planet" ist kein Sandboxspiel. Es erinnert eher an eine Mischung aus den Action-Adventures Alan Wake, Outcast und Slender. "Lifeless Planet" ist bei jetzigem Stand kein Abenteuerspiel im herkömmlichen Sinne. Es gibt kein Inventar, keine Waffen, nur den eigenen Weltraumanzug und die Umgebung, mit der interagiert wird. Dabei spielt das Spiel viel mit den Sinnen und erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre durch den dosierten Einsatz von Sound- und Hintergrundgeräuschen. Als Spieler spüren wir regelrecht die Einsamkeit, die der Planet ausstrahlt.

Gestrandet auf einem einsamen Planeten
Doch was ist die Story hinter "Lifeless Planet"?

Eine dreiköpfige Crew bricht auf, um eine zweite Erde zu besiedeln. Diese Mission ohne Rückfahrtschein schlägt fehl und die Raumkapsel stürzt auf einem verlassenen Planeten ab. Hier sollte nach der Missionsbeschreibung eigentlich das blühende Leben herrschen. Der Hauptprotagonist, ein Astronaut der NASA, dessen Rolle wir als Spieler übernehmen, wacht mit starken Kopfschmerzen inmitten der Absturzstelle auf. Nach einer Phase der Benommenheit beginnen wir den Rest der mit uns gereisten Crew ausfindig zu machen. Als einsamer Astronaut entschließen wir uns die Versorgungsmodule des Schiffes zu bergen. Dabei merken wir, dass der Sauerstoffvorrat des Raumanzugs rapide zu neige geht, doch kurz vor dem Erstickungstod, füllen wir diesen mit einer auf der nächsten Anhöhe liegenden Sauerstoffflasche. Durchatmen. Jetzt können wir mit unserer Reise in einen verlassenen Canyon beginnen.

Die Felsen und ich
Unser Weg führt durch eine dunkle Höhle, in der wir seltsame Gesteinsproben nehmen - wir sind definitiv nicht auf der Erde. Es geht weiter. An einem anliegenden Wasserfall observieren wir seltsam anmutende Lebewesen, die ein wenig den Fröschen auf der Erde ähneln. Faszinierend. Wir sehen eine Anhöhe und beginnen den Aufstieg. Ja und hier beginnt das Mysterium. Mitten auf dieser Anhöhe steht ein Bett. Ein Bett? Bei Annäherung verwindet es vor unseren Augen. Beamen?! Zauberei?! Wahnvorstellungen?! Besser vergessen und den Aufstieg fortsetzen. Doch es kommt noch kurioser. Auf der Anhöhe angekommen, breitet sich vor uns eine verlassene Stadt aus. Im Sand erweckt ein altes Buch mit russischen Insignien unsere Aufmerksamkeit. Hier beginnt das Spiel "Lifeless Planet" und somit auch unsere Reise. Mehr soll nicht verraten werden.
Strommasten: Ein Anzeichen für Leben?
Ein verstecktes Labor: Jemand vor uns war hier
Merkwürdig rot pulsierende Felsbrocken

Fazit bei einer halben Stunde Betatest:

Lifeless Planet macht vieles anders und vieles richtig. Ich warte schon seit langem auf ein Spiel, dass mit atmosphärischen Elementen spielt, statt auf Waffengewalt und Langeweile-Such-und-Finde-Quests zu setzen. Dazu zählen ein wunderbares Soundesign, die Logbucheinträge des Protagonisten und immer wieder notwendige Interaktionen mit der Umwelt, die die Handlung vorantreiben. Sehr wohltuend empfinde ich, dass Lifeless Planet ohne überforderndes Mikromanagement auskommt. Lifeless Planet punktet durch seine Einfachheit und Atmosphäre und wird mit Sicherheit noch von sich hören lassen.

Montag, 17. März 2014

Der Saint Patrick's Day und das Irlandbild bei Star Trek

Der 17. März ist ein Datum, an dem sich eine Vielzahl von Ereignissen jährt. So verstarben an diesem Tag Personen wie Marc Aurel (180), Christian Doppler (1853) und Merritt Butrick (1989). Schillers "Wilhelm Tell" wurde 1804 uraufgeführt, der Saturnmond Phoebe 1896 entdeckt und Diego Maradonna 1991 der Gebrauch von Kokain nachgewiesen.


Internationale Bedeutung erfährt das heutige Datum aber vor allem durch die Tatsache, dass es laut katholischem Kirchenkalender als Gedenktag für den irischen Nationalheiligen Sankt Patrick reserviert ist.
Der Namenspatron von Personen wie Patrick Stewart, Patrick Merriweather oder Patrick dem Augment führte der Legende nach nicht nur das Christentum auf der Grünen Insel ein, sondern etablierte auch das (dreiblättrige!) Kleeblatt als bis heute gültiges Nationalsymbol Irlands. Nur die mit ihm verbundene Farbe blau wurde im Laufe der Jahrhunderte durch das sanfte grün der Atlantikinsel ersetzt.



Mit der Kolonisation und Besiedelung Amerikas, in deren Verlauf sich insgesamt mehr als sieben Millionen keltischstämmige Insulaner in der Neuen Welt ansiedelten und somit bis heute mehr Iren in der USA als in der alten Heimat leben, verbreitete sich auch der Feiertag über den großen Teich hinweg und gewann dort immer mehr an Popularität. Paraden wurden abgehalten, Flüsse und Getränke grün eingefärbt und Menschen, deren einzige Verbindung zum Thema manchmal in kaum mehr als der Haltung eines Irish Setters oder dem gelegentlichen Verzehr von Kerry Gold besteht, werfen sich von heute auf morgen in fantasievolle Kostüme, die ohne Rücksicht auf Verluste alle gängigen Klischees über irische Kultur bedienen. Dazu wird traditionell Guiness-Bier gereicht, das zwar wie abgestandenes Abwaschwasser schmeckt, aber unabdingbar zum Erlebnis dazuzugehören scheint.
Bildquelle: Cheezburger.com
Längst ist der Saint Patrick's Day ein Festtag von weltweiter Tragweite geworden, der nicht nur in den traditionellen Zentren irischer Einwanderung wie Großbritannien, Nordamerika oder Australien und Neuseeland das Tagesgeschehen beherrscht, sondern längst auch in andere Staaten wie Ägypten, Rumänien und Deutschland geschwappt ist.
Neben der größten Parade unserer Breiten in der bayrischen Landeshauptstadt München, gibt es auch in der Bundeshauptstadt Berlin ein aufstrebendes Festival, das Jahr für Jahr mehr Besucher in seinen Bann schlägt.

Bildquelle: Reisenews online
Und selbst wenn das deutsch-irische Verhältnis in letzter Zeit merkelich abgekühlt ist, wird dieser Umstand zumindest auf dem europäischen Festland an diesem Tag geflissentlich ausgeklammert. Man gibt sich dem längst zu Popkultur mutierten Phänomen hin, genießt die ausdrücklich erlaubte Auszeit vom Fasten und selbst die hiesige Kunstszene reicht mit der Joseph-Beuys-Ausstellung unter dem vielsagenden Titel "The Secret Block for a Secret Person in Ireland" (Berlin, Hamburger Bahnhof, 14€ Eintritt, bis zum 31. August 2014) einen Ölzweig in Richtung des wirtschaftlich angeschlagenen keltischen Tigers.

Bildquelle: time.com/sports
Während wir also an diesem Tag ohnehin unsere Aufmerksamkeit für einen kurzen Moment in Richtung Irland lenken, bietet es sich in diesem Zusammenhang auch an, einen genaueren Blick auf die mehr oder weniger deutlichen irischen Einflüsse in Star Trek zu werfen.
Tatsächlich verfügt jede der fünf Serien über ihren ganz speziellen irischen Moment und wir wollen den Anlass daher einmal nutzen, um die denkwürdigsten Szenen noch einmal Revue passieren zu lassen.


1. In der chronologisch ersten Star-Trek-Serie "Enterprise" ist es die Jeremy-Worley-Grundschule aus dem irischen Kenmare, die der Besatzung der NX-01 in der Folge "Das Eis bricht" ein wenig Saint-Patrick's-Day-Feeling beschert. Zusätzlich zu den kindlich neugierigen Fragen zu Ernährung, zum Liebesleben und zum Stuhlgang im All übereigneten die ABC-Schützen den tapferen Weltraumpionieren auch selbst erstellte Zeichnungen. Irland wurde damit zu Beginn der Serie ganz bewusst als ganz normales Gebiet auf der Erde dargestellt, dessen Bewohner sich nicht wesentlich von anderen Einwohnern anderer Erdteile unterscheiden. Die Schule und ihre Schüler wurden Mittel zum Zweck, um zu beweisen, dass die Erde näher zusammengerückt ist und nunmehr über die nötige Reife verfügt, sich dem nächsten großen Abenteuer, der Erforschung des Weltalls, zu widmen.


2. Ein anderes Bild zeichnet sich in der Star-Trek-Urserie ab. Im Rahmen der Episode "Implosion in der Spirale" in welcher die Besatzung von einem persönlichkeitsverändernden Virus heimgesucht wird, verschanzt sich ein junges Besatzungsmitglied namens Kevin Thomas Riley (der im Deutschen übrigens von Tommi Piper synchronisiert wurde, und damit die selbe Stimme wie ALF hat) im Maschinenraum und unterhält die gesamte Besatzung mit seiner qualitativ fragwürdigen Variante von "I'll take you home again, Kathleen" via Intercom, um seinen irischen Wurzeln zu huldigen.


Die spontan angedichtete Herkunft und die damit einhergehenden Implementationen (besonders im Hinblick auf Trunkenheit) waren in Gänze auf Komik ausgerichtet und nur bedingt realitätsnah. Das Lied ist nämlich tatsächlich erst im späten neunzehnten Jahrhundert auf amerikanischem Boden komponiert worden, auch wenn es sich bis heute besonders bei Iren und ihren Nachfahren anhaltender Beliebtheit erfreut. Neben Riley hatten auch The Platters, Elvis Presley und sogar Johnny Cash den populären Gassenhauer bereits in den Mund genommen.



3. Als in der Next-Generation-Folge "Terror auf Rutia IV" allen aktuellen Tendenzen zum Trotz die irische Wiedervereinigung für 2024 prognostiziert wurde (woraufhin sich die britische Fernsehanstalt BBC über Jahre weigerte, die Episode auszustrahlen), zementierte man die Grundlagen für einen höchst zweifelhaften Umgang mit den Bewohnern der Grünen Insel. Der tragische Höhepunkt in dieser Entwicklung war zweifelsohne die Folge "Planet der Klone", in der nicht nur ein Feuerwerk an Klischees über bäuerlich-primitive Iren abgefeuert, sondern auch der angesächsische Name Odell zu einem pseudo-irischen O'Dell verklärt wurde (ein Fehler, der bei Voyager mit dem Castle O'Dell eine unrühmliche Fortführung fand).



4. Am differenziertesten ging tatsächlich Deep Space Nine mit der Thematik um, was nicht zuletzt am irischen Schauspieler Colm Meaney lag, der hier den Chefingenieur Miles Edward O'Brien verkörperte. Zwar spielte dieser bereits bei TNG eine größere Rolle, doch erst mit dem Aufstieg in die Hauptdarstellerriege gelang es ihm auch, nennenswerten Einfluss auf das Bild der Iren innerhalb der Franchise auszuüben. Einerseits setzte er sich gegen Stereotypen wie die Verwendung eines Leprechauns in "Die Macht der Phantasie" zur Wehr (aus dem irischen Kobold wurde schließlich ein deutsches Rumpelstilzchen); andererseits brachte er den Zuschauern zentrale Figuren der irischen Geschichte wie Brian Boru näher und ließ sie beispielsweise in "Das Schiff" wissen, dass es in seiner Heimat keine Berge, sondern eher kleine Hügel gibt. In "Die Front" gelingt es ihm sogar für einen kleinen Moment, den ständigen Fokus der Folge von Amerika wegzurücken, indem er auf die eigene Verwandtschaft in Dublin hinweist, die den Anschlägen in Antwerpen ohne Frage näher waren, als Siskos störrische Sippschaft in New Orleans.
Pädagogisch sehr wertvoll!



5. In der chronologisch letzten Star-Trek-Serie, an der kein irischer Schauspieler mehr beteiligt war, gingen die zuvor erkämpften Errungenschaften allesamt wieder verloren. Stattdessen kehrte man zum klischeebehafteten bäuerlich-primitiven Irlandbild zurück. Ausdruck fand dies vor allem in dem von Rok kürzlich erst im Zuge seines Artikels zum holografischen Prinzip erwähnten Holo-Programm "Fair Haven", das in seiner Anlage ein wahres Kuriositäten-Kabinett für Vorurteile und Verklärungen bildete. Iren wurden – wie in TOS und TNG zuvor – zu einer Karikatur herabgestuft, die in erster Linie komödiantischen Zwecken diente, aber nur wenig Schnittmenge mit der sorgfältig bei DS9 eingeführten Betrachtungsweise bot.



Das Irlandbild bei Star Trek ist also größtenteils vom Umstand bestimmt, dass es als Projektionsfläche für Klischees und Stereotypen herhalten musste. Nur bei Deep Space Nine, wo Colm Meaney aktiv den gängigen Fehlwahrnehmungen entgegenwirkte und bei Enterprise, wo der Einsatz irischer Kinder einem bestimmten Ziel untergeordnet war, brach diese Traditionslinie gelegentlich auf.

Ein ständiges Star-Trek-Thema: Grenzen überwinden: Ein Schotte mit Neigung zu grün
Vielleicht sollte man diesen Tag daher einmal nutzen, um eben nicht in einem der vielen Irish Pubs dieses Landes die Pflege der – auch durch Star Trek – erworbenen Vorurteile zu betreiben, sondern einfach mal einen irischen Film ansehen, der die dortige Bevölkerung mal ohne den Filter eines voreingenommenen Geistes betrachtet.
Empfehlen kann ich in diesem Zusammenhang die Tragikkomödie "Parked", in der nicht nur Colm Meaney die Hauptrolle innehat, sondern auch ohne Beschönigung das moderne Irland und die aktuelle Wirtschaftskrise aufgezeigt werden.
Abseits von Fair Haven, dem Saint-Patrick's-Day oder Guiness gibt es nämlich noch ein Irland, das nicht unbedingt weniger spannend ist, als die ausgetretenen Klischees von Science-Fiction-Drehbuchautoren.


Samstag, 15. März 2014

Surftipp: Seen in a Scene

Es gibt nicht viele Seiten in den Weiten des Netzes, die dem gemeinen Star-Trek-Fan und Fernsehenthusiasten auf dieser Welt noch den Kick geben können, den man zuweilen sucht. Längst haben sich sehr auf Breiteninformation spezialisierte Medien wie Wikipedia, Unnützes Wissen oder IMDB dazu herabgelassen, Informationen zu teilen, die sonst nur Hardcore-Fans bekannt waren. Das Wissen darum, dass der Ex-Ex-Beatle George Harrison in "Das Leben des Brian" auftrat, Shatners Ex-Frau ebenfalls im ersten Star-Trek-Film zu sehen war oder dass eigentlich Ridley Scott und nicht David Lynch "Der Wüstenplanet" drehen sollte, war früher einmal Erkennungszeichen von Hardcore-Fans; heute sind solcherlei Anekdoten Spielbälle der Netzunterhaltung und Allgemeinplätze von SciFi-Fans mit internetfähigen Smartphones.



Da braucht es schon etwas ganz besonderes, um mal wieder den Nervenkitzel von neu entdecktem Kino- und Fernsehwissen zu verspüren. Zum Glück hat der leidenschaftliche FC-Basel-Fan, Co-Autor von "kult.ch" und Autor seines eigenen "ultimativen Movie Blogs" vor einiger Zeit eine Seite erstellt, die einen wirklich originellen Zugang zur Suche nach Neuem bietet.

Seine Seite "Seen in a Scene" bietet nähere Einblicke über den Verbleib von Requisiten, die zentrale Rollen in manchen Filmen und Serien innehatten:
Und wie geht es eigentlich dem Love Boat?

Typisch schweizerisch galt der erste Artikel übrigens dem Taschenmesser McGyvers, doch natürlich verliert der Star-Trek-Anhänger DomPatHug dabei nicht den Blick für das wirklich Wichtige im Leben. Auf der Seite kann man nämlich in überschaubaren Texten neben vielen anderen Mysterien aufklären, wie man den Kampf Gorn gegen Kirk am besten nachstellen kann, was eigentlich mit der Brücke der Enterprise-D geschah, oder wo man 3-D-Schach sehen kann
Schaut also ruhig mal vorbei, denn ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Und irgend etwas gefällt sicherlich jeder Fernseheule auf dieser Seite...