Samstag, 18. Juli 2015

ST Eaglemoss Nr.11: JEM'HADAR-Schlachtkreuzer

Unsere Bewertung der Raumschiffmodelle von Eaglemoss hat ein wenig pausiert. Grund hierfür waren schlicht und einfach der Wechsel weg vom Kioskkauf hin zum Abo! Meine erste Lieferung mit dem Hadar und der wunderschönen U.S.S. Reliant NCC-1864 ist zwar nun auch schon vor 14 Tagen bei mir eingetroffen, aber das schöne Wetter und andere Prioritäten haben eine Fortsetzung der Besprechungen der Modelle auf diesem Blog einfach etwas verzögert. Aber bekanntlich ist aufgeschoben nicht aufgehoben und deshalb geht es nun an dieser Stelle weiter mit dem Jem'Hadar Schlachtkreuzer.
Einleitung:
Sternzeit irgendwas um 52149.9
Wir befinden uns in der Nähe einer Raumstation am Bajoranischen Wurmloch, bekanntlich die Abkürzung um schnell aus dem Alpha- in den Gamma- Quadranten zu kommen. Und eben hier begegnet uns die furchteinflößende Flotte des Dominion, wie die führende Macht des Gamma-Quadranten genannt wird. Ein sehr futuristisch aussehendes mittelgroßes Raumschiff - angesiedelt zwischen dem Angriffsjäger (von mir gern die "Kellerassel" genannt) und dem riesigen Schlachtschiff - der Schlachtkreuzer bzw. Jem'Hadar Cruiser. Und eben jenen hat Eaglemoss ausgewählt, das erste Modell in der Star-Trek-Raumschiffsammlung als aus dem Gamma- Quadranten zu sein.
Gut, wir hätten sicher eher mit der "Kellerassel" angefangen, nicht nur, weil sie viel häufiger in der Serie DS9 zu sehen war. Sie ist einfach auch das schönere Schiff mit einem Design, welches einfach besser in Erinnerung bleibt. Der Schlachtkreuzer hingegen wird immer wieder mit dem größeren Schlachtschiff verrwechselt, sehen sie sich doch bis auf die Größe auch verdammt ähnlich. Aber gut, Eaglemoss bleibt sich zumindest treu und präsentiert mit diesem trotz allem beeindruckenden Modell mal wieder einen Schiffstyp, der so als Fertigmodell noch nie erschienen ist.

Bemerkenswerte Aspekte:
Das besondere an dem Modell ist wie schon erwähnt seine Exklusivität. Der Cruiser ist nämlich, außer als Resinbausatz 2012, noch nie hergestellt worden. Was auch noch auffällt, die Verarbeitung ist recht solide. Auch wenn das Modell augenscheinlich ziemlich grob daher kommt, ist es doch bei genauerer Betrachtung recht filigran. Das liegt in erster Linie wahrscheinlich an den herrausgestellten Ionentriebwerken und an dem sich unter dem Schiff befindlichen Frachtraum, welcher wie "angehängt" wirkt.
Quelle: www.fantastic-plastic.com
Auch ist die Bemalung bei diesem Modell recht gefällig, wenn auch aus dem furchteinflößenden  glühenden 'Lila' der Triebwerke hier jetzt ein zartes Rosa geworden ist.
Das Begleitheft kommt mit interessanten Konzeptskizzen und wissenswerten Hintergrundwissen daher. So wird zu Beispiel die Verwirrung um die Bezeichnung dieses Schiffstyps erklärtund wir bekommen eine Erklärung für die Herkunft des Namens der Jem'Hadar.
Quelle: Begleitheft ST Raumschiffsammlun Nr.11, S.16
Kritikwürdige Aspekte:
Wie schon in den kommentaren dieses Blogs zu lesen war, stellt dieses mal die Befestigung der Halterung eine echte Herrausforderung dar. Man muss wirklich etwas mutig sein und Vertrauen in Stabilität des Modells haben, um die Haltezange wie in der aus unserer Sicht etwas verwirrenden Montageanleitung zu befestigen - aber es funktioniert tatsächlich! Trotzdem sollte die, an eine aus unglaublich verwirrenden Bauanleitungen diverser Möbelhäuser stammend erinnernde Montageanweisung mal überdacht werden. Es brauchte schon einen kleinen Moment der Erkenntnis, dass sich die Ansicht von einem Bild zum Anderen um 90° gedreht hat.

Quelle: Begleitheft ST Raumschiffsammlun Nr.11, S.2

Schlussbemerkung:
Das Modell gehört sicher nicht zu den Highlights der sammlung, hat aber doch auf Grund des fremdartigen Aussehens, der spitz zulaufenden Triebwerke (Warp und Impuls) und des bauchseits angehängten Frachtraums ein wirklich interessantes Design. Vielleicht hat man das Schiff bisher zu unrecht etwas unterschätzt, aber den Vergleich zu seinem kleinen Schwesternschiff kann es aus unserer Sicht dennoch nicht mithalten.

Quelle: Begleitheft ST Raumschiffsammlun Nr.11, S.3
Daten zum Modell. 
L x B:                    ca. 105 x 110 mm
Material:                Kunststoff und Metall
Gewicht mit Base: ca 150g
Hersteller:              Eaglemoss Collections

Unsere Bewertung:
Eure Bewertung:
Weiterführende Leseliste.

Eaglemoss 01. USS Enterprise NCC-1701-D
Eaglemoss 02.
USS Enterprise NCC-1701 [Refit]
Eaglemoss 03.
Klingonischer Bird-of-Prey
Eaglemoss 04.
Enterprise NX-01
Eaglemoss 05.
Romulanischer D'deridex-Warbird
Eaglemoss 06.
USS Excelsior
Eaglemoss 07.
USS Defiant 
Eaglemoss 08.
K't'inga Klasse
Eaglemoss 09.
USS Voyager
Eaglemoss 10.
Akira-Klasse
Eaglemoss 11.
Jem'Hadar Schlachtkreuzer
Eaglemoss 12.
USS Reliant NCC-1864 
Eaglemoss 13.
Borg Sphäre 
Eaglemoss 14.
Romulanischer BoP (2152) 
Eaglemoss 15.
Tholianisches Schiff (2152)
Eaglemoss 16.
USS Prometheus
Eaglemoss 17.
Xindi-Insektoiden-Schiff
Eaglemoss 18.
USS Enterprise NCC-1701-E
Eaglemoss 19.
Vor'Cha Klasse
Eaglemoss 20.
Die USS Dauntless
Eaglemoss 21.
Der Ferengi Marauder
Eaglemoss 22.
Die Nova-Klasse
Eaglemoss 23.
Die Galor-Klasse
Eaglemoss 24.
Die USS Stargazer
Eaglemoss 25.
Bajoranischer Sonnensegler
Eaglemoss 26.
Nebula-Klasse
Eaglemoss 27.
Krenim-Zeitwaffen-Schiff
Eaglemoss 28. Maquis-Raider
Eaglemoss 29. Jem'Hadar Jäger 
Eaglemoss 30. Nausicaanischer Raider 
Eaglemoss 31. Romulanischer Warbird Valdore
Eaglemoss 32.
Runabout Orinoco
Eaglemoss 33.
Cardassianische Hideki-Class
Eaglemoss 34.
Surak-Klasse
Eaglemoss 35.
Bird of Prey (22. Jahrhundert)

Premium 001.
Shuttle Typ 6

Sondermodell 01.
Deep Space 9
Sondermodell 02.
USS Enterprise 1701 (2009)
Sondermodell 03.
Die USS Vengeance
Sondermodell 04.
Klingon D4 Angriffsjäger

Abo Geschenk 01.
Borg-Kubus
Abo Geschenk 02.
Future Enterprise

Samstag, 11. Juli 2015

Meine Reise durch Star Treks Zockerversum - 1973 Empire (PLATO) und Netrek

Bei diesem Spiel muss ich tatsächlich etwas weiter ausholen. 1962 entwickelten die MIT-Studenten Martin Graetz, Steve Russell und Wayne Wiitanen das Spiel Spacewar!, welches sich mit dem Titel "erstes Spiel auf einem Minicomputer" schmücken darf und als eines der ersten Shoot'Em'Up-Spiele gilt. Der Digital PDP-1 projizierte für zwei Spieler jeweils ein Raumschiff, welche um einen Stern fliegen. Die Spieler versuchen sich gegenseitig abzuschießen und müssen dabei gegen die Gravitation des Sterns ankämpfen.
Spacewar! auf dem PDP-1. Das linke Bild stammt von Joi Ito.
Das Lernsystem PLATO (Quelle).
Spacewar! gilt wiederum als Vorlage für das Spiel Empire, welches 1973 als Teil einiger studentischer Übungen von John Daleske geschrieben wurde und zwar für das System PLATO (Programmed Logic for Automated Teaching Operation). PLATO war ein faszinierender Lehr- und Lerncomputer, der Anfang der 60er an der Universität von Illinois entwickelt wurde und als weltweit vernetztes System dazu diente vielen Studierenden gleichzeitig Inhalte zu präsentieren - ein Vorläufer des Internets.

Und was macht Mensch mit so einem Potential? Genau - er entwickelt ein Multiplayer-Spiel - das erste Spiel für mehr als zwei Spieler gleichzeitig. Das Prinzip von Spacewar! wurde aufgegriffen und zu einem actionorientierten Strategie-Spiel umgemünzt: Empire. In der ersten Version für acht Spieler ausgelegt, später bis zu 30, versuchten die Teams Planet für Planet einzunehmen und so die anderen Mächte zu verdrängen. Dabei hatten die Schiffe der Föderation, Romulaner, Orion und Klingonen leicht unterschiedliche Vor- und Nachteile. Die Spannung und Taktik entstand nicht zuletzt durch die mangelhaften technischen Möglichkeiten dieser Zeit. Wurde z.B. eine Reihe Torpedos in Richtung des Gegners geschickt, konnte dieser noch auf Warp beschleunigen und sich schnell vor den Angreifer setzen, um dann selbst die Waffen sprechen zu lassen. Da alles nicht besonders schnell ablief, sah der Angreifer dies nicht unbedingt gleich und wußte nicht was da auf ihn zu kam - quasi das Picard-Manöver (ach nein, das hier). Natürlich wurde dieser Zug irgendwann erwartet und es kam zu Gegentaktiken. Auch heute noch lassen sich fortgeschrittene Versionen von Empire spielen und zwar über den cyber1 genannten Emulator. Während ich dies hier schreibe sind auf cyber1.org z.B. gerade 25 Menschen angemeldet, pflegen die alte Community oder zocken Spiele wie Avatar oder eben Empire:
Ein Empire-Wettkampf von 2009, gespielt auf cyber1. Links das Team der Föderation, rechts die Kazari (aus lizenzrechtlichen Gründen der ursprüngliche Name der klingonischen Partei). Der gesamte Mitschnitt geht drei Stunden und 41 Minuten. Viel Spaß beim Anschauen...

Neben Nachfolgern wie Trek82, Trek83, ROBOTREK und Xtrek, ist wohl Netrek der bekannteste. Unter Windows, Mac und Linux können bis zu 16 Spieler auch heute noch gegeneinander antreten und versuchen sich Planeten streitig zu machen. Wenn es erstmal läuft (unter Windows 7 die Kompatibilitätseinstellungen der Startdatei auf WinXP stellen), ist man sehr fix drin und fängt sofort an andere Spieler der gegnerischen Partei zu suchen, um dann gleich mal niedergemäht zu werden... da man nicht kapiert hat, dass es nur begrenzten Treibstoff für Torpedos und Phaser gibt, den man immer wieder bei befreundeten Planeten tanken muss. Nach einiger Zeit macht das Spiel durchaus Spaß. Gerade die Tatsache, dass man nicht gegen eine dusselige Computerintelligenz spielt, sondern gegen echte Menschen, übt einigen Reiz aus und verspricht taktischen Tiefgang.

Netrek-Spaßfaktor


Auflistungen aller Trek-Spiele, unterschiedlich vollständig:
Wikipedia (eng, dt), Memory Alpha (eng, dt).

Und die Reise geht weiter ...
Teil 1 1971 Star Trek
Teil 2 (aktueller Artikel) 1973 Empire (PLATO) und Netrek
Teil 3 1979 Microvision Star Trek Phaser Strike

Mittwoch, 8. Juli 2015

James Horner Tribut

Was wäre wohl ein Kinofilm ohne Musik? Selbst in der Stummfilmzeit war der Mann am Klavier ein wichtiges Element für die künstlerische Umsetzung. Emotionen wie Angst, Trauer, Glück, Liebe und Humor wären ohne die passende musikalische Untermalung nie so sinnlich erlebbar.
Im letzten Monat ist ein ganz Großer von uns gegangen: der Komponist James Horner.
Nicht zuletzt machte seine Filmmusik den zweiten und dritten Kinofilm von Star Trek so unvergesslich.

James Horner 14.08.1953-22.06.2015
Bildquelle: socialnewsdaily.com
James Horner hatte neben seinem musikalischen Beitrag auch einen Cameo im "Zorn des Khan" und wird somit auch für spätere Generationen von Star-Trek-Fans bis mindestens ins 23. Jahrhundert unvergessen bleiben.
Cameo Auftritt in Star Trek II, James Horner (rechts)
Wie sehr James Horner die Welt der Filmmusik prägte, zeigt sich in der Würdigung seiner Leistung durch die namentliche Erwähnung in der Soundbibliothek  "Nexus-Hollywood", in der ihm zwei Instrumente gewidmet wurden. Diese virtuelle Instrumentensammlung stellt für viele Hobbymusiker weltweit eine Grundlage dar, sich selbst musikalisch zu entfalten.


Wir, die Star-Trek-Tafelrunde-Hermann-Darnell, möchten James Horner, einen großen Menschen und Komponisten ehren und haben ihm deshalb ein Lied gewidmet, welches das musikalische Thema aus Star Trek II aufgreift und mit einer eigenen Melodie verschmilzt. Vielen Dank an K'olbasa für die Idee und an Marcus von der USS K'Ehleyr für die Sternenanimation.
Song: Ronald Kah - The Other Side