Posts mit dem Label Euderion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Euderion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 22. August 2017

Fanfilm-Premiere im Lindenpark

Bildquelle: ActionPlay.Pictures
Die Region Berlin-Brandenburg war schon immer eines der wichtigsten Zentren für Star-Trek-Fan-Filme in Deutschland mit verschiedenen Gruppen, die vor allem in der Hauptstadt wirken. Aus einer Kooperation verschiedener Mitglieder unterschiedlicher Gruppen ist nun ein neuer Fan-Film namens "Avengers: Crossed Worlds" entstanden, der gleichzeitig Marvel-Superhelden und Star-Wars-Inhalte bedient.
Seinen Film, der in liebevoller Detailarbeit zusammengestellt wurde, beschreibt Regisseur Marcus Jones wie folgt:

"Der Imperator aus dem Star Wars- Universum ist auf der Suche nach den mächtigen Infinity-Steinen. Einer der Steine führt das Imperium direkt zur hilflosen Erde. Der Imperator hat jedoch nicht mit den  Avengers gerechnet. In einer großen Schlacht treten die Avengers gegen das Imperium an. Mit dabei sind auch die Guardians of the Galaxy."


Neben den Mitgliedern verschiedener Hermann Darnell nahestehender Fangruppierungen wie der "Film Fan Force Berlin", "Euderion" oder der "USS K‘Ehleyr" gibt es noch einen weiteren regional bekannten Namen im Aufgebot des Filmes:
Mit Ronald Kah ist einer der Autoren dieses Blogs als Soundtrack-Komponist in das Projekt involviert. Und bedenkt man die gute Arbeit, die er bereits bei "Dark Horizon" leistete, kann man sich wohl auch dieses Mal wieder auf musikalische Leckerbissen von Rok freuen.
Gedreht wurde mitten in Berlin an der Beuth-Hochschule, einem traditionsreichen Standort, der außerdem jedes Jahr mit den Star-Trek-Vorlesungen Hubert Zitts aufwartet.
Besonders spannend am Film sind aber vor allem die verschiedenen Kostüme, Ausrüstungsgegenstände und Props, die allesamt in liebevoller Handarbeit hergestellt wurden.

Daher freuen wir uns besonders, dass am 26. August 2017 die Premiere von "Crossed Words" direkt vor der eigenen Haustür stattfinden wird. Im altehrwürdigen Level 76 des Lindenpark Potsdams beginnt ab 17Uhr die Premierenfeier und selbstverständlich ist auch die Tafelrunde mit von der Partie. Doch nicht nur das! Im Rahmen des festlichen Anlasses verlosen wir unter den Besuchern der Erstaufführung ein Exemplar der BluRay "For the Love of Spock".
Wir sehen uns also – auf der Premiere des Fan-Films "Avengers: Crossed Worlds" im Level 76 in Potsdam…

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Auf Asklepios Spuren - Neuer Fanfilm der Euderion Infinity - Crew




Einen Fanfilm zu drehen, ist nicht einfach. So lapidar dieser erste Satz klingt, so wahr ist er doch. Jeder, der ein solches Vorhaben schon einmal umgesetzt hat oder daran scheiterte, weiß das. Im Sommer 2016 kehrte Chefingenieur Reynolds von einer langen Reise in seine Heimat zurück. Bei einem Treffen mit Commander Harriman entstand der Plan, wieder eine Vignette zu drehen. Mit Vignetten sind Einführungsfolgen gemeint, die sich mit der Hauptcrew beschäftigen. Kurze Zeit später hatte Harriman ein Drehbuch gezaubert, in dem die Schiffsärztin Onaris eingeführt werden sollte. Aber worum geht es eigentlich?

Commander Delia und Schiffsärztin Onaris

Leonora Onaris ist das neueste Besatzungsmitglied der Euderion, einem Schiff der Akira-Klasse. Als Leiterin der medizinischen Abteilung ist sie der anderen Brückenbesatzung gleichgestellt. Als sie sich einigermaßen eingelebt hat, erhält die Euderion den Notruf eines fremden Schiffes, das von nausicaanischen Raidern angegriffen wird. Zwei Besatzungsmitglieder werden gerettet, wobei sich einer der beiden schwer verletzt hat. Die Operation des Patienten wäre reine Routine, wenn da nicht die Religion der Fremden wäre. Der Körper ist ihrem Volk heilig und darf nicht absichtlich verletzt und damit entweiht werden. Onaris hat die Qual der Wahl: Folgt sie der Obersten Direktive der Sternenflotte oder dem jahrtausendealten Hippokratischen Eid, auf den sie als Ärztin vereidigt wurde?

Lycas, eine der beiden Fremden.

Der Hintergrund dieser kleinen Geschichte ist das Zusammenspiel von Hippokratischem Eid und der Obersten Direktive. Welcher Grundsatz ist der Richtige? Onaris erscheint hier als Vertreterin des Hippokrates, die ihren Patienten nicht sterben lassen kann und ihrer Intuition folgen muss um eine Lösung zu finden. Dies ist eine Entscheidung, die ihr kein Crewmitglied abnehmen kann und die sie am Ende allein verantworten muss. Ethische Fragen tauchen in der Geschichte unseres Lieblingsfranchises immer wieder auf. Sei es Picard, der in TNG: "Wem gehört Data?" grundlegende Fragen der menschlichen und künstlichen Daseinsberechtigung erörtert oder der Holodoc der Voyager, der es nicht verantworten kann, den transformierten Tuvix (VOY: Tuvix) wieder in zwei Persönlichkeiten zu spalten. Euderion - Infinity möchte diese und andere relevante Themen der Star Trek - Serien aufgreifen und sich mit ihnen in selbstgedrehten Kurzfilmen beschäftigen.



Das Drehbuch stand. Nun bedurfte es sorgfältiger Planung der Drehtage, denn ein Besatzungsmitglied kam extra aus Jena nach Berlin angereist um ihre Rolle wahrzunehmen. Zudem fehlten noch die beiden Fremden für die sich Strifes von der Potsdamer Tafelrunde und Vivi von der K'ehleyr verpflichteten. An zwei Wochenenden entstand das Rohmaterial des Films vor Greenscreen. Ein kleines Wohnzimmer wurde in ein Raumschiff verwandelt, das im Nachhinein am Rechner entstand. Die Post-production musste zwangsweise länger ausfallen, da sämtliche Hintergründe, Effekte und Weltraumsequenzen am Rechner in Kleinstarbeit hinzugefügt wurden. So haben wir es zu großen Teilen Commander Harriman zu verdanken, dass unser Film veröffentlicht werden konnte. Übrigens ist der Film komplett "No-Budget" gedreht worden. Investiert wurden lediglich Herzblut, Sommerschweiß und Tränen beim Rendern.


Schließlich war es an Weihnachten soweit. Wir finden, dass sich das Ergebnis durchaus sehen lassen kann. Wir spielen bereits mit einigen Ideen für zukünftige Kurzfilme. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte uns auf Facebook, Deviantart, Instagram und Twitter folgen.


YouTube
Deviantart
Twitter
Facebook
Instagram

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Euderion vs. Alien


Einleitung. Wir von der Star-Trek-Tafelrunde "Hermann Darnell" Potsdam-Babelsberg verstehen uns als Forum für alle Star-Trek-Fans in Berlin und Brandenburg. Daher liegt es in der Natur der Dinge, dass auf unseren Treffen auch Mitglieder der unterschiedlichsten  Star-Trek-Fangruppen ihre Leidenschaft für Star-Trek bei Speis' und Trank miteinander teilen.
So wie zum Beispiel bei unserem letzten Treffen, als die USS Euderion Crew ihren Beitrag zum fünfzigsten Jahrestag Star Treks präsentierte. Für alle, die an diesem Abend nicht bei uns sein konnten, präsentieren wir nun eine exklusive Schilderung der Urheber selbst zum Inhalt, häufig gestellten Fragen und zur Zukunft des Euderion-Fanfilmprojektes.
Viel Spaß beim Lesen!


Story. Die Crew der USS Euderion steuert ihrem wohlverdienten Landurlaub entgegen, als sie plötzlich einen verstümmelten Notruf eines Frachtschiffes erhält. Etwas Unheimliches ist an Bord und greift die Besatzung an. Zwar konnte sich der Großteil in Sicherheit bringen aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Schiff verloren ist. Die Crew ändert den Kurs und steuert ihrer neuen Mission entgegen ohne zu wissen, dass ein uralter Feind aus der Dunkelheit auf sie wartet.
Mit Appetit auf Menschenfleisch...


"Der Weltraum – unendliche Weiten."
Wohl jeder von uns kennt diese vier Worte; viele von uns bekommen glänzende Augen und selbst bei den eher pessimistisch eingestellten Leuten wie mir kommt es mindestens zu einem leichten Zucken im Mundwinkelbereich.
Fünfzig Jahre Star Trek!
Da war klar, dass wir als langjährige Fangruppe aus Berlin mit über zehn Jahren Bestand auch unseren Beitrag leisten wollten um dies zu feiern.


Anbei eine kleine-FAQ Liste mit den häufigsten Fragen zu dem aktuellen Film:

Am 9. Januar wurde auf einer Geburtstagsfeier eines unserer Mitglieder der Entschluss gefasst die Dreharbeiten zu einer neuen Vignette aufzunehmen. Der letzte Film lag schon einige Zeit zurück und wir wollten wieder etwas Präsenz zeigen.


Wie kam es zum Plot?
Der Gegner an sich stand schon auf der Feier fest. Das grobe Gerüst war nach einer Woche fertig. Die Feinheiten kamen später. Selbst während der Dreharbeiten haben wir aber noch Details verändert.

Warum ein Actionfilm?
Unsere letzten beiden Filme ("Preis des Kommandos" und "Lern klingonisch") waren eher ruhiger und wir wollten mal wieder etwas mehr typisches Popcorn-Kino machen.

Warum "Alien"?
Wir sind nicht nur Star Trek-Fans, sondern finden das gesamte Spektrum der Serien und Filme faszinierend. Da musste einfach mal ein Crossover her. Aliens brauchen nichts sagen, sie brauchen keinen Text zu lernen. Sie sind nicht metaphorisch wie Khan (der Alte).
Sie müssen einfach da sein.
Und böse.
Und sie sind cool.


Warum sind nicht alle Mitglieder der Euderion zu sehen?
Nun zum einen gab es Terminprobleme. Zum anderen hatten einige wenige Mitglieder schlichtweg keine Lust. Wir hatten das bereits im Dezember-Trekdinner angesprochen und haben das Beste draus gemacht, hoffen in den nächsten Filmen aber wieder auf die vollständige Brückencrew. Allerdings ist der Maschinenraum auf unserem Schiff aktuell unbesetzt.


Warum gibt es so wenige Animationen in dem Film?
Nun da wäre auf der einen Seite der Mangel an Software und Manpower, obwohl sich dies im Laufe des Filmdrehs extrem entwickelt hat. Auf der anderen Seite ist es auch eine Hommage an die Effekte der sechziger Jahre zu den Gründerzeiten. Damals wurden auch echte Modelle gebaut und abgedreht. Eine Technik die mittlerweile leider in Vergessenheit geraten ist. Und natürlich kann man auch 'ne Menge Injokes einbauen.
Seht euch mal den Frachter genau an...

Wird es weitere Filme geben?
Ja, der nächste steht schon in den Startlöchern und ist für 2017 geplant.  Wir werden mit einem anderen Fanclub aus Sachsen eng zusammen arbeiten, den wir durch 40 Jahre Star Trek "SciFi sucht den Super-Trekkie" kennen gelernt haben.Da wir seit dem nie den Kontakt verloren haben und uns auf Conventions, zu Trekdinners und auch mal Privat treffen lag dies auf der Hand.
Somit trifft Dreherfahrung auf viel Menpower und Lust am drehen.
Lasst euch überraschen…unser nächster Streich folgt.
Soviel sei verraten…..Mehr Akteure, mehr Action, mehr Outdoor und mehr Haut.

Euer Euderion Crew Team


Sonntag, 11. Januar 2015

Die Geburtstagskinder der Woche

Die STTRHD gratuliert ganz herzlich nachträglich und wünscht für das gerade angebrochene Jahr 2015 alles Gute, viel Glück, Zufriedenheit und, nicht ganz uneigennützig, schöne Stunden mit Star Trek und der Tafelrunde!

Marcus von der USS K'Ehleyr
 geboren am 6.Januar, Quelle: USS K'Ehleyr
geboren am 9.Januar, Quelle: Euderion
Winston Jayna
geboren am 9.Januar


Freitag, 26. Dezember 2014

Die Tafelrunde trifft den TOS-Gaststar David Hurst - Ein Rückblick

Es ist mitunter merkwürdig, an welche Gestade die Wogen des Lebens den ein oder anderen Menschen spülen. Konservative Dorfbewohner ziehen in pulsierende Millionenstädte, der frühere Klassenclown steht mittlerweile selbst als Lehrer vor einer Klasse voller kleiner Quälgeister oder heimatverbundene Bayern geraten plötzlich in die tiefste Zone oder gar ins sagenumwobene Bielefeld. Ein Stück weit kennt wohl jeder von uns dieses Gefühl, der Ping-Pong-Ball im Spiel eines manchmal recht zynischen Schicksals zu sein.
Aber wohl kaum jemand hat das Auf und Ab des Lebens und all den Wahnsinn, der mit der menschlichen Existenz einhergeht, so sehr am eigenen Leib erfahren wie Heinrich Theodor Hirsch, dessen Weg 1926 in Berlin begann und ihn über Wien, Belfast, Hamburg, London, New York, Los Angeles schließlich doch wieder nach Berlin führte. Eine kleine Rolle in der Originalserienfolge "Fast unsterblich", in der er vor sechsundvierzig Jahren im Oktober 1968 Botschafter Hodin auftrat, führte den Mann, der sich mittlerweile David Hurst nennt, am Nikolaus-Nachmittag des Jahres 2014 mit dreißig interessierten Star-Trek-Anhängern zusammen.



Vergleichsweise unaufgeregt begann der Nachmittag im gut versteckten "Club Spittelkolonnaden", den die Mitglieder der Euderion-Crew für ihr Joint-Venture mit der Star-Trek-Tafelrunde "Hermann Darnell" Potsdam-Babelsberg als Veranstaltungsort sichern konnten. In direkter Laufreichweite zum Potsdamer Platz, dem Gendarmenmarkt oder dem Checkpoint Charlie waren die fleißigen Nikoläuse bereits fast mit dem Aufbau fertig, als K'olbasa, Kalami und Turon47 gegen zwölf Uhr am vereinbarten Treffpunkt eintrafen. Auf einer Leinwand liefen TOS-Episoden, Stühle standen in Reih' und Glied und als Garnitur hatte Miri auf selbige nicht nur eine zum Datum passende Packung Weihnachtsplätzchen in TOS-Montur ausgelegt, sondern auch eine hilfreiche kleine Minibiografie zum angekündigten Stargast. An der Wand hingen neben den Bildern einer Fotoausstellung auch Wimpel und Banner aus dem Star-Trek-Universum. Kleine Schiffsmodelle der USS Enterprise bereicherten den Podiumstisch und allenthalben leuchteten Uniformen oder zumindest Star-Trek-bezogene Kleidungsstücke. Als um 13 Uhr die Veranstaltung begann, waren immerhin fünfundzwanzig Personen zugegen, deren Zahl sich im Verlaufe des Treffens noch auf dreißig erhöhen sollte.



Doch  bevor irgendjemand den 'Star' des noch jungen Nachmittags zu Gesicht bekam, hieß es erst einmal: Gemeinschaftlich Fernsehen. Wie in den 'guten, alten Zeiten' sah sich die Zuschauerschaft gebannt und gemeinsam die legendäre Episode "Fast Unsterblich" an, in der Hurst seinen Star-Trek-Auftritt beisteuerte und hätte es im Vorfeld nicht die Diskussion darüber gegeben, ob man sich die Folge nun auf Deutsch oder Englisch zu Gemüte führen sollte, hätte man sich problemlos in die späten Achtziger oder frühen Neunziger versetzt gefühlt.


"Mr. Spock, der Gentleman von Gideon ist angekommen!"
Scotty, "Fast unsterblich"

Ob der deutschen Synchronisation belustigt begann das eigentliche Hauptprogramm schließlich ab 13.54 Uhr mit einem denkwürdigen Eingang des mittlerweile achtundachtzigjährigen Schauspielers im Ruhestand, dessen Steckenpferd komödiantische Darstellungen waren mit einem ebenso markanten wie programmatischen (An-) Satz:

"Ich warne Sie, ich fange jetzt an!"

Unmittelbar nach dieser Einstimmung forderte er sich (zu Recht) mehr Begeisterung vom Publikum ein ("Das ist doch keine Reaktion!") und nachdem die allgemeine Reaktion im zweiten Anlauf weniger verhalten ausfiel bemerkte er unter dem Jubel der Menge mit Wehmut in der Stimme "Mein letzter Auftritt...", bevor er sich auf das besann, was er den Menschen sein Leben lang geboten hatte: humoristische Unterhaltung.
So improvisierte er aus dem Stegreif heraus drei Nachahmungen berühmter Künstler, für Amerikaner, die keine Zeit hatten, in Europa Museen zu besuchen. Die Einlagen brechen endgültig das Eis zwischen den Zuschauern und dem Schauspieler, auch wenn eine Mischung aus Begeisterung, Humor und Melancholie sich wie ein roter Faden durch das Treffen zog.



"Wir sind nicht zufällig hier – darüber müssen Sie sich im Klaren sein."
Kirk, "Fast unsterblich"

Natürlich hatte sich der Großteil der Anwesenden im Club Spittelkolonnaden eingefunden, um etwas über Hursts Schauspielerkarriere im Allgemeinen und seinen Star-Trek-Auftritt im Speziellen zu erfahren. Aus diesem reichhaltigen Nähkästchen konnte der Stargast schöpfen, auch wenn er immer wieder betonte, dass viele Erinnerungen aus seiner bunten Vita im Laufe seiner Lebensjahre verschüttet gegangen sind oder vom Mantel des Vergessens überdeckt werden. Oder wie er es selbst ausdrückte:

"Ich habe so viele Witze in meinem Leben gemacht. Wissen Sie, im Alter verschwinden zwei Sachen: Zuerst die Erinnerung, und als Zweites...
...das Zweite habe ich vergessen."

So konnte er auch mit den Vorwürfen, dass sein erster Bühnen- und Filmerfolg "The Perfect Woman" (der deutsche Titel lautete "Geliebte nach Maß") aus heutiger Sicht sexistisch sei, wenig anfangen.
Hurst hatte 1948 in London eine Rolle in dem Theaterstück übernommen, dass 1949 sogar verfilmt werden sollte. In der Verwechslungskomödie, in der ein Wissenschaftler versuchte, die 'perfekte' androide Frau zu erschaffen, verkörperte er Wolfgang Winkel und kann die Aufregung um dieses patriarchale Machwerk heute kaum mehr nachvollziehen, denn es stammt aus einer Zeit, in der die generelle Gesellschaftstendenz nur wenig Rücksicht auf die Gleichberechtigung der Frau nahm. Hurst selbst nahm sich selbstreferenziell von diesem allgemeinen Trend nicht aus: "Ich war bestimmt auch sexistisch! […] Ich war ein 'male chauvinistic pig"!"
Weil er für seine schauspielerischen Ambitionen in den Vereinigten Staaten von Amerika einen fruchtbareren Boden als auf den Britischen Inseln sah, kehrte er der Hauptstadt des zusammenbrechenden Empires den Rücken und begann, sich am Broadway einen Namen zu machen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kam er mit dem Alltagsrassismus in Berührung, spielte in Musicals mit und schloss Freundschaften mit Personen wie Peter Ustinov oder Richard Burton ("Ein guter Mann!"), der ihm die Lebensweisheit "Das Theater ist ein Bordell." mit auf den Weg gab.
Hurst engagierte sich unter anderem aktiv in der "Peace-and-Freedom"-Partei und erlebte im Zuge seiner Schauspiel-Karriere das riesige Land mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten. Immer wieder war er in kleineren Serienrollen zu sehen, wobei der Druck und die Fließbandproduktionsweise bei solchen Dreharbeiten ihm nur wenig zusagten. So rief ihm der Regisseur einer Folge "Kobra – Übernehmen Sie!" ("Mission Impossible") an einem heißen Tag, als er bei laufender Kamera den Schweiß von seiner Stirn wischte, aufgeregt "David! No character acting!" zu, da Improvisationen häufig nur den engen Zeitplan solcher zeitlich knapp bemessenen Auftragsarbeiten gefährdeten.

Hurst bei seinen beiden "Mission Impossible" -Auftritten
Sehr viel anders sah sein Engagement bei Star Trek sicherlich nicht aus, denn in diesem Punkt unterschied sich auch die Serie Gene Roddenberrys in ihrer Produktion nicht wesentlich von ihren Konkurrenten. Dementsprechend unspektakulär verlief auch die Rekrutierung Hursts als Botschafter Hodin: Sein Agent regelte sämtliche Formalitäten, während der Schauspieler selbst einfach zum Dreh erschien und dort seine Arbeit verrichtete.
Die lief zumeist so ab, dass er die Hauptdarsteller kaum zu sehen bekam, denn besetzt wurde, wer "[...] nur einen Take benötigte.". Der Großteil seiner Szenen wurde mit Nahaufnahmen gedreht oder flackerte in der fertigen Folge über den Hauptbildschirm der USS Enterprise, so dass es gar nicht immer notwendig war, mit die Schauspielern selbst zu interagieren.
Zwar lässt sich anhand von Screenshots mittlerweile beweisen, dass Hurst und William Shatner (bzw. "Schattner", wie Hurst ihn aussprach), sehr wohl für kürzere Szenen gemeinsam vor der Kamera standen, doch dieser kleine Schönheitsfehler vermag den Ausführungen des Redners keinen Abbruch zu tun, denn der Gastdarsteller fand markige Worte für den Star der Serie:

"Aber mit Shatner habe ich nie gespielt und es war auch ganz gut so, denn wie ich gehört habe, war er ein...
Arsch."

Seltene Szene: Shatner und Hurst vereint
Freundlichere Worte hingegen fand Hurst für ein anderes Mitglied des Maincasts:

"Der den Spock gespielt hat, schien ein ziemlich gescheiter Mann zu sein."

Dass David Hurst es in seiner Karriere allerdings nicht nur mit 'gescheiten Männern' zu tun hatte, beweist die Antwort, die er auf eine Publikumsanfrage gab, in der er gefragt wurde, wie es war an der Seite Clint Eastwoods, Telly Savalas' oder Donald Sutherlands im Kriegsfilm "Stoßtrupp Gold" ("Kelly's Heroes") aufzutreten:

"Es ging.".

Hurst nutzte die Gelegenheit, nicht nur Eastwood als verhärmten, republikanischen Konservativen zu enttarnen, sondern auch die damaligen Bedingungen am Drehort im damaligen Jugoslawien anzuprangern. Dass etwa junge Studentinnen gegen ein paar Dollars zur Prostitution für die Filmcrew herangekarrt wurden. Oder dass der Tod eines Einheimischen ebenfalls mit ein paar Geldscheinen stillschweigend abbezahlt wurde.
Weniger Probleme bereite ihm als gebürtigen Juden hingegen, immer wieder Deutsche und vor allem Nazis zu spielen, denn "[...] die Schlimmen sind immer besser zu spielen.".


Wenig charmante Worte fand er ferner für die auch in Deutschland recht populäre Serie "Drei Engel für Charlie" ("Charlie's Angels"), die er wenig schmeichelhaft als "Tits and Asses Show" titulierte. Obwohl er selbst für eine Folge vor der Kamera stand, unterstellte er dem Konzept, dass die Friseure wichtiger waren, als jeder andere am Set.

Hurst in der "Tits and Asses Show"
"Hier hat es begonnen. Erinnerst Du Dich?"
Odona, "Fast unsterblich"

Neben seinen Erinnerungen an seine bewegte Schauspielerkarriere galten das besondere Augenmerk der Gesprächsrunde auch ddem privaten Lebensweg des gebürtigen Berliners.
Wie eingangs bereits erwähnt erblickte David Hurst am 8. Mai 1926 eigentlich als Heinrich Theodor Hirsch das Licht der Welt. Sein Vater Julius, ein "[...] nichtgläubiger, deutschnationaler Kaisertreuer [...]" war zu diesem Zeitpunkt zweiundfünfzig Jahre alt, während seine Mutter bereits vierzig war. Nicht selten hatte Hurst das Gefühl, dass seine Eltern mit den Kindern überfordert waren, obwohl der Vater bereits in einer vorherigen Ehe Erfahrungen mit seinen Söhnen Hans-Joachim (später ein bekannter Opernsänger) und Wolfgang (später ein bekannter Schauspieler und Regisseur) sammeln konnte.
Um die Familie herum brach derweil die Weimarer Republik zusammen. Ab 1933 gelangten die Nationalsozialisten an die Macht und die Situation für jüdische Familien erschwerte sich von Jahr zu Jahr.
Nachdem die Ehe der Hirschs 1933 in die Brüche gegangen war, verließ die Mutter mit ihren beiden Söhnen 1935 schließlich den Berliner Stadtteil Wilmersdorf und siedelte in die österreichische Hauptstadt Wien über. Doch die politischen Entwicklungen holten die jüdische Familie auch in der beschaulichen Donaumetropole ein. Im März 1938 annektierten die Nazis Österreich, um es ihrer Rhetorik nach "Heim ins Reich" zu holen und nachdem sich auch die österreichischen Juden immer mehr Repressalien ausgesetzt sahen, musste der zwölfjährige Hurst die Reichskristallnacht im November des selben Jahres am eigenen Leib erfahren. Er wurde Zeuge der Erniedrigungen seiner Bekannten und des Hasses ehemaliger Nachbarn, die sich tief in die Erinnerungen des sichtlich bewegten Redners eingegraben hatten.
Noch im selben Jahr gelang es den Eltern, ihr Kind auf dem Weg der Kindertransporte nach Großbritannien zu verschicken. Der kleine Heinrich Theodor musste Abschied von seiner Familie nehmen ohne zu ahnen, dass er sie nie wiedersehen würde.
Bis heute kann er sich den Holocaust, in dem ein Großteil seiner Familie den Tod fand, nicht begreifen. Doch trotz all dieser Erfahrungen vermag er auf Nachfrage aus dem gleichermaßen sichtlich bewegten Publikum nicht, heutige Deutsche dafür verantwortlich zu machen oder seine Entscheidung, nach Berlin zurückzukehren in Frage zu stellen:

"Sie haben doch keine Schuld daran."

Er hält den Deutschen sogar zugute, "[…] diesen ganzen Wahnsinn […]" ehrlich und schonungslos bearbeitet zu haben und stellt dies in einen Gegensatz zu den österreichischen Nachbarn, bei denen dieser Prozess der Aufarbeitung weniger fortgeschritten sei. Alles in allem könne er sich nur an eine unangenehme Begegnung mit einem deutschen Alt-Nazi 1947 in Hamburg erinnern und bereut noch heute, "[…] dem Mann nicht in die Eier getreten zu haben.".



Der zwölfjährige Hurst fand in Nordirland eine neue Bleibe, auch wenn die Zeit dort für den aus dem familiären Umfeld gerissenen Knaben nicht schön gewesen war. Doch immer wieder versuchte der frühere Komödiendarsteller auch komische Episoden aus dieser Zeit herauszukramen und erzählte so vom Besuch einer Nonne, die die Neuankömmlinge danach befragte, ob sie "jüdisch-protestantischen" oder "jüdisch-katholischen" Glaubens seien.
Im anglophonen Umfeld wechselte Heinrich Theodor Hirsch seinen Nachnamen in das für englische Zungen besser verständliche "David Hurst" und begann mit ersten Schritten auf die Theaterbühnen Belfasts, bevor er sich zum Militärdienst meldete.
Nur eine Halsentzündung verhinderte 1944 die Versetzung nach Frankreich sieben Tage nach dem D-Day und so fand sich Hurst an verschiedenen Schauplätzen des zweiten Weltkrieges wieder. Als er 1947 in seine Geburtsstadt Berlin zurückkehrte, erfüllte ihn weder die zerstörte Stadt, noch der Besuch in seiner von den Bombenangriffen verschonten ehemaligen Wohnung.


Doch Hurst sollte noch ein weiteres Mal nach Berlin zurückkehren. Auf Initiative seines Bruders Wolfgang, der in der DDR zum Präsidenten der deutschen Akademie der Künste sowie dem Verband der Theaterschaffenden aufgestiegen war, besuchte er 1973 die Weltfestspiele im Ostteil der Stadt. Mithilfe des prominenten Bruders sowie weiterer einflussreicher Befürworter wie Gregor Gysi oder Helene Weigel versuchten sie, den Sohn der Stadt in seine ursprüngliche Heimat zurückzuholen. Doch der Plan scheiterte nicht nur an der Engstirnigkeit und dem Misstrauen der Partei, die dem mittlerweile amerikanischen Staatsbürger David Hurst nicht über den Weg traute, sondern auch an der Tatsache, dass sich Hurst zu diesem Zeitpunkt selbst um seine Familie in den USA kümmern wollte. So führte sein Weg zurück nach Europa 1990 zuerst an der Seite seines Freundes George Tabori ans Wiener Burgtheater, bis er sich im Jahr 2000 zur Ruhe setzte und ins inzwischen wiedervereinigte Berlin zurückkehrte.



"Es wird nicht sehr lange dauern."
Kirk & Spock, "Fast unsterblich"

Als der Gesprächsteil sich um 15Uhr dem Ende zuneigte, beschloss ihn Hurst, wie er ihn ursprünglich begann: Mit einem Witz. Der ehemalige Komödien-Darsteller erzählte von zwei langjährigen Shakespeare-Schauspielern, die ihre Souffleuse in den Wahnsinn treiben und wurde schließlich von den Besuchern mit tosendem Applaus gefeiert.
Obgleich er nie zuvor auf einer Convention gewesen war, honorierte er das ernst gemeinte Interesse des Publikums mit seiner Geduld bei der folgenden Autogramm- und Fotosessions und stand bei den vielen kleinen Nachfragen bereitwillig Rede und Antwort.
Dabei ging das ganze Prozedere jedoch im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen recht zügig vonstatten, da nicht nur hochglanzpolierte Autogrammfotos zur Verfügung standen, die vom Thomas Harriman (dem Designer, dessen Entwürfe es von Deviant Art bis in den Ships-of-the-Line-Kalender 2016 geschafft haben) entworfen wurden, sondern auch die Kamera professionell vom Euderion-Captain Sean McElroy geführt wurde.
Als sich David Hurst schließlich verabschiedete, hinterließ er ein zufriedenes Publikum, dass in den drei Gemütslagen schwebte, die Hurst selbst in seinen Ausführungen erzeugte. Begeisterung, Heiterkeit aber auch Mitgefühl schwangen in den Gesprächen der Anwesenden mit. Die Einblicke, die der TOS-Darsteller und gebürtige Berliner David Hurst in sein bewegtes Leben gegeben hatte, ließen jedenfalls niemanden unberührt zurück.




Sonntag, 10. August 2014

Einladung: Filmpremiere & Party

Wie wir schon vor kurzem hier berichteten, wird demnächst der neuste Fanfilm der Crew der USS K'Ehleyr Premiere feiern. Und wie es sich für solch ein Ereignis gehört, wird die Präsentation dieses Werkes eine anständige Party nach sich ziehen! Die Mitglieder und Freunde der ST Tafelrunde sind zur Premiere und der anschließenden Party in Cmdr. Logans Garten herzlich eingeladen.
Die Party steigt am 23.08 2014 gemeinsam mit den Freunden der K'Ehleyr und der Euderion Crew.
Eine gesonderte Einladung erfolgt später noch per Mail.


hier ein Auszug aus Marcus Einladung:
"Ich kann euch nur so viel im Voraus verraten: Unser letzter Film (LAT) war cool. Der KAT-Film hingegen ist was die Qualität, die Schauspieler, die Special Effects, den Humor, die Spannung und die Action an geht um Lichtjahre weiter ;-). Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne all diejenigen, die beim Dreh dabei waren."

Also, wir haben eine neue Aussenmission! Ich bin echt gespannt auf den Film, mal sehen, wer der Bösewicht ist ! Übrigens, unser Rok, der Schöpfer der Tafelrundenmusik hat auch die Musik zum Film beigesteuert und im Trailer schon kurz zu sehen, V'Nai hat ebenfalls einen Gastauftritt!

Na dann, wir sehen uns am 23.08. im Grünen, aber zuvor, bitte nicht vergessen, am 22.08., Tafelrunde in Babelsberg!


Freitag, 1. August 2014

Trailer zu KAT online

Logbuch: Eintrag 2 von 15
Wie KAT, was ist denn das? Nein, hier handelt es sich nicht um einen Film über meinen Kater Jim, sondern um das neue Video der Leute von der USS K'Ehleyr. Wenn ich es richtig deute, scheint dies eine Gemeinschaftsproduktion mit der Crew der Euderion zu sein, bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liegen sollte. Der Trailer ist in bester Actionfilm-Manier gedreht, soll heißen, eine Menge Ballerei, Explosionen und wackelnde Brücke! So wie es sich eben gehört, macht auf jeden Fall neugierig auf den ganzen Film! (bin schon gespannt, in welche Art Handlung das Ganze mündet!)



Marcus, danke für diesen Videoschnipsel!

Dienstag, 7. Januar 2014

Neue Vignette der Star Trek Euderion Crew

Der Berliner Fanclub Hyperspace Vision veröffentlicht seit 2009 eigene Fanfilme zu Star Trek, Stargate, aber auch anderen Scifi Serien. Jetzt hat die Euderion-Crew einen neuen Kurzfilm (Vignette) veröffentlicht, der im Deep Space Nine Universum angesiedelt ist.



Die Vignette "Star Trek Euderion - Schatten der Vergangenheit" spielt nach dem Dominion Krieg und erzählt die Geschichte von Lieutenant Elias Reynolds. Dieser macht sich mit einem modifizierten Runabout auf den Weg nach Deep Space Nine, um seinen neuen Dienst auf der U.S.S. Euderion anzutreten. Auf dem Flug dorthin reflektiert Reynolds über seine Erlebnisse im Krieg und den Verlust eines guten Freundes.
Dies ist die mitlerweile vierte Vignette aus der Star Trek Euderion Reihe. Übrigens, wer schon immer mal an einem Star Trek Fan Film mitwirken wollte: Die Euderion Crew sucht nach tatkräftiger Unterstützung für ihre Projekte. Bei Interesse, schaut doch mal unter folgenden Link rein. Link

Samstag, 30. November 2013

Die Runde wächst: Bilder vom letzten Stammtisch

Letzten Freitag hat sich die Tafelrunde zur ihrem monatlichen Treffen im Albers zusammengefunden. Voll war es. Neben unseren neuen Mitgliedern - ein herzliches Willkommen, stießen auch eine Delegation der Euderion Filmcrew und Abgesandte der U.S.S. K'ehleyr hinzu. Subjektiv betrachtet, hatten wir noch nie so viele Teilnehmer wie dieses Mal. Großen Dank möchte ich an Tak aussprechen, der der Tafelrunde sein Sortiment an Star Trek Figuren zur Verfügung stellt, das kann man gar nicht hoch genug bewerten. Vielen Dank auch an unsere Spiel-Masters Kalami und Turon47 für ihre Version von Trivial Pursuit. Schön, dass ihr alle da wart. So: genug Text, es folgen die Bilder. Bis zum nächsten Treffen am 3. Januar. Euer Rok.

Der Blick in die weiter wachsende Runde.
Perspektivwechsel.
Ein Picard wechselt seinen Besitzer: Danke an Tak.
Das neue Spiel wird vorgestellt, erklärt und gespielt. Tolle Idee!
Der Captain hat alles im Griff ;)
Es wurde viel geknobelt.
...und geschlemmt.
Neue und alte Gesichter...
...Besucher  und "Gründer"...
...und verirrte Seelen.