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Freitag, 31. Mai 2013

Legacy of Romulus: Das Abenteuer geht weiter, Teil I

Nachdem in Star Trek Online das "Erbe Romulus" eingeläutet wurde, haben sich die STO-Veteranen K’olbasa, Turon47 und Rok ein weiteres Mal zusammengeschlossen, um neue unerforschte Gegenden des Betaquadranten zu erschließen. Wie viele andere Abenteuer, beginnt auch dieses mit einer kleinen Vorgeschichte.
Das All ruft
Aus eins mach drei

Nachdem Citizen Reka mühevoll von Viriant fliehen konnte und die Trümmer ihrer Kolonie hinter sich ließ, wurde sie von Kommandant Temmer aufgenommen, um sich der „Romulanischen Republik“ anzuschließen.  Die neue Operationsbasis ist das Flaggschiff Flotilla. Es ist Teil der Romulanischen Flotte im Tau Dewa Sektor Block und gleichzeitig der letzte große organisierte Widerstand gegen den Tal Shiar. Viele Überlebende des Angriffs auf Viriant haben hier einen vorübergehenden Unterschlupf gefunden.
Auf dem Flagschiff der Romulanischen Republik angekommen
Kommandant der Widerstandflotte ist Temmer, gleichzeitig Mitglied der neuen Bewegung, die „Romulanische Repuplik“ , mit dem Ziel einen neuen Heimatplaneten für alle Romulaner (Das schließt Remaner ein) zu finden und neu zu bevölkern. Dabei geht die Bewegung konträr mit den Vorstellungen des Tal Shiars, statt einer autoritär geführten Gesellschaft, eine demokratische und für alle Romulaner gleiche Rechte umfassende Republik zu gründen. Reka ist nicht begeistert von diesen „neuen“ und doch sehr der Föderation zugewandten Wertevorstellungen. Die Euphorie scheint unberechtigt. Zu progressiv sieht sie diese Ideen, führen sie doch letzten Endes auf einen Bürgerkrieg hinaus. Dabei ist das derzeitige Leben als Romulaner schon schwer genug und ähnelt dem eines ausgestoßenen heimatlosen Nomaden. Warum also noch mehr Konfliktpotential? Immer noch sind die Eindrücke des Angriffs in Rekas Kopf verankert. Der Überfall auf ihre Kolonie und der große Verlust, den sie erlitt, traf sie schwer. Ein Schicksalsschlag. Doch, da wo Tod ist, beginnt auch Leben. Neue Perspektiven eröffnen sich.
Erinnerungen an den Angriff auf Virinat

Erinnerungen an den Angriff auf Virinat II

Plötzlich wird sie aus ihren Gedanken gerissen. Dort, auf der Transporterplattform, stehen Dina und Belak. Sie erkennt die beiden sofort. Freunde aus ihrer Kindheit. Gesichter, die an unbekümmerte Zeiten erinnern. Gibt es denn schönere Momente, als mit guten Freunden zusammen zu kommen? Wie der Zufall es will, werden alle drei Jungkapitäne der gleichen Mission zugeteilt. Eine Rettungsmission. Weitere Romulaner sollen befreit und Teil der neuen Bewegung werden. Für Reka doch ein Grund für leichte Euphorie. Gleichwohl gibt es Sorge zur Annahme, dass die bereitgestellten Schiffe, alte Bird of Preys, nach einem leichten Ionensturm auseinander fallen werden. Doch aller Anfang ist schwer. Die Rostlauben der Rebellen (Vom Tal Shiar liebevoll Terroristen genannt) werden schon noch durchhalten, bis Kommandant Temmer neue Schiffe bereitstellt, sobald diese fertig gestellt sind. Nichtsdestotrotz, eine neue Aufgabe liegt an. Somit machen sich die Freunde auf zu ihrer ersten Mission…
Die junge Flotte: Von links Belak, Reka, Dina

Donnerstag, 30. Mai 2013

Star Trek: Countdown to Darkness [Kritik]



Star Trek kann man derzeit unheimlich viele Dinge vorwerfen. Aber Eines sicher nicht: Belanglosigkeit. Ich muss auch in diesem Artikel noch einmal feststellen, dass man sich über Into Darkness vortrefflich streiten kann. Unter diesem Blickwinkel werde ich nun auch versuchen, die Vorgeschichte zum Film zu beleuchten. Ähnlich wie zur Zeit des elften Kinofilms gab es auch hier eine Veröffentlichung in Comicform.

Star Trek: Countdown to Darkness

Als Grundlage meiner Kritik wäre zunächst der Comic selbst zu nennen und des Weiteren eine Kritik die sich derzeit auf tagesspiegel.de wiederfindet. 'Countdown to Darkness' knüpft an einige Stränge aus dem elften Kinofilm an, ohne sie zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Spock hat noch immer  mit der Zerstörung Vulkans zu kämpfen. Dieses Ereignis belastet seine Beziehung mit Uhura. Im Film kann man schlussendlich die Kulmination dieser Ereignisse im Streit Spocks mit Uhura begutachten. Das ist einer von vielen logischen Handlungssträngen, die im Film fortgeführt werden.

"Das wichtigste zuerst: Das neue Comicbuch "Star Trek - Countdown to Darkness" gibt vor, etwas zu sein, was es nicht ist. Bis auf einen eher läppischen Ausblick auf der allerletzten Seite ist es mitnichten die Vorgeschichte des neuen Star Trek Films "Into Darkness", der derzeit im Kino läuft. Eine echte Vorgeschichte des Films wäre - Achtung, Spoiler - eine Story über Khan gewesen, den genmanipulierten Superkrieger und Diktator von der Erde, der erstmals in der klassischen TV-Serie Raumschiff Enterprise auftauchte und dann noch einmal im zweiten Teil der Spielfilmserie von 1982 "Der Zorn des Khan", der vielen Fans des Franchise noch immer als der beste aller bisherigen zwölf Filme gilt."

Zitat stammt von Ingo Bach (tagesspiegel.de)

Ein Prequel mit Khan wäre sicher schön gewesen, aber zugleich auch schwierig geworden. Khan begegnet Kirk im Film zum ersten Mal. Über die Zeit Khans als Diktator ist so gut wie nichts bekannt und man hätte einen Prequel rein über die Eugenischen Kriege machen müssen, um eine solche Vorgeschichte zu liefern. So wären einige interessante Begebenheiten auf der Strecke geblieben. Doch zunächst ein kurzer Handlungsabriss.

Kirk entdeckt auf Phaedus ein hochfrequentes Energiefeld, das bei vorherigen Messungen nicht vorkam. Diese Veränderung möchte der Captain höchst selbst untersuchen. Die Phaedaner stehen auf der Entwicklungsstufe mit dem römischen Imperium antiker Zeit. Ein solches Energiefeld ist für eine Prä-Warp-Zivilisation ungewöhnlich. Kirk findet heraus, dass ein Sternenflottenoffizier dahinter steckt: Robert April. Phaedus befindet sich im Bürgerkrieg. April hat eingegriffen, da die Klingonen eine Seite mit neuester Waffentechnologie beliefert haben. Er verletzte absichtlich die Oberste Direktive um den unterlegenen Phaedanern zu helfen. Er selbst erhält sein Waffen von der bajoranischen Schmugglerin Mudd. In welchem Verhältnis die Bajoranerin zum TOS-Mudd steht, wird nicht erwähnt. April wird auf die Enterprise gebracht und es gelingt ihm, diese durch ein altes Protokoll zu übernehmen. Kirk kann jedoch die Enterprise wieder zurückerobern und den Krieg der Föderation mit den Klingonen verhindern.

Quelle: Memory Alpha

Kirk kann Aprils Handlungen zwar nachvollziehen, ist aber nicht bereit, die Enterprise gegen die Phaedaner einzusetzen. Im Prinzip steht eine moralische Frage am Ende der Geschichte doch im Raum: Wie geht ein Captain der Sternenflotte mit der Obersten Direktive um, wenn diese bereits von einer anderen fortgeschrittenen Zivilisation verletzt wurde? Kirk entschiedet sich gegen den Krieg mit den Klingonen und lässt die Phaedaner somit im Stich. Die andere Seite dieser Frage wird versucht mit Aprils Handlungen zu beantworten, der aktiv in diesen Konflikt eingreift, entgegen jeglicher Sternenflottenprotokolle. Kirk bezweifelt die Wirksamkeit der Direktive in diesem Fall. So wird seine Vorgehensweise am Anfang von "Into Darkness" nachvollziehbar gemacht.

Bei aller Kritik, die man der Handlung sicher vorwerfen kann, muss man eingestehen, dass teilweise in sich geschlossener wirkt als der zwölfte Film. Im Comic lässt sich mehr Star Trek vorfinden als im Film. Das lässt sich immer so einfach sagen, aber die Darstellung, bzw. der Umgang mit der Obersten Direktive ist ein Beispiel. Kirks zwiegespaltenes Verhältnis und zum Teil lockere Umgang mit dem Protokoll und Aprils Handlungen als Gegenfolie hätten Raum für noch mehr Konflikt gelassen. Ein Comic bietet jedoch nicht genüg Platz dafür. Da April den Föderationsgerichten überstellt wird, bleibt aber noch genügend erzählerischer Raum, der eine Rückkehr nach Phaedus nicht ausschließt.

Spocks eigenmächtige Handlungen sind nicht nur ein Problem für Kirk. Erwähnung findet hier unter anderem der Vorfall mit dem Shuttle Galileo (TOS: Notlandung der Galileo 7), bei dem Spock logisch aber eben eigenmächtig vorgeht. Uhura macht sich Sorgen um ihren (Noch-) Lebenspartner. Er blockiert ihre Versuche, ihn mit tröstenden Worten zu erreichen. Im Film kommt es deswegen zum Streit, der nun auch konsequent erscheint.

"Und es gibt auch den einen rot gedressten Crewman, der den Captain bei seinem Planetenausflug begleitet. Diese Typen im roten Shirt der Mannschaftsdienstgrade an Bord - im Gegensatz zu den goldenen und blauen der höheren Ränge - gab es schon in den Tagen der klassischen Star-Trek-Fernsehserie als Begleiter bei Außeneinsätzen. Dort hatten sie maximal einen Vornamen und mussten relativ schnell sterben, um eine Gefahr für die Serienhelden zu demonstrieren. Im Comic bekommt diese eine Figur nun einen Nachnamen - und überlebt sogar."

Zitat stammt von Ingo Bach (tagesspiegel.de)


Ist es besser, wenn das Redshirt gestorben wäre? Sind solche Handlungsideen nicht mittlerweile so alt wie TOS selbst? Es kann darauf kein Richtig oder Falsch geben. Hendorff taucht im Film wie im Comic auf. Ich finde es nicht fatal, dass er am Leben bleibt. TOS hatte einige Nebencharaktere, die nicht zur Hauptcrew zählten, wie z.B.  Janice Rand oder Christine Chapel. Warum sollte das in den neuen Filmen nicht mal ein Redshirt sein? Hendorff war übrigens der Herr, der Kirk im elften Film in der Bar vermöbelt hat, und ihn nach dem Transwarpbeam auf der Enterprise gefangen nimmt.

"Elemente der klassischen Serie dienen dem Comic allenfalls als schmückendes Beiwerk, um den treuen Star-Trek-Fans kleine Schmankerl zu bieten [...]."

Zitat stammt von Ingo Bach (tagesspiegel.de)

Das gehört zum Fanservice dazu und ich sehe das nicht als kritikwürdig an. Insgesamt kritisiert Bach, dass hinter Action im Comic die Story auf der Streck bleibt. Eine Kritik, die vor dem Hintergrund der Geschichte, dem Zusammenhang mit dem Film und der moralischen Frage nicht haltbar ist. Der Autor ist dem Leser zudem schuldig, was genau er als Idee Gene Roddenberrys ansieht und inwiefern in Countdown to Darkness von Roddenberrys Vision abgwichen wurde. In Bezug auf TNG und Voyager mag das sicher stimmen, aber sowohl Into Darkness als auch das Comic-Prequel nehmen stark Bezug auf Elemente in DS9, ENT (Stichwort: Krieg gegen den Terror) und natürlich auf TOS (Khan, eugenische Experimente usw.). J.J. Abrams hat seine eigene Vorstellung von Star Trek. Dass man hin und wieder gewisse Elemente aus Star Wars aufblitzen sieht, finde ich sogar vertretbar. Vergleichen würde ich beide Franchises deswegen nicht. Der Autor tut das trotzdem:

"Star Trek nähert sich immer mehr der konkurrierenden Reihe Star Wars an. Das gilt auch für den Comic, nicht nur wegen der Klingonen, die durch die neu eingeführten Helme den Imperialen Sturmtruppen des Star-Wars-Imperators oder den dort ebenfalls auftretenden Kopfgeldjägern ähneln. Das gilt auch und besonders für die Freude der Autoren an martialischer Action, vielen Explosionen und Lichtschüssen."
 
Zitat stammt von Ingo Bach (tagesspiegel.de)


Quelle: Memory Alpha
Über die Helme und die Stirnwülste lässt sich streiten. 'Ich meine es irgendwann einmal gehört zu haben' (der war für Baldavez), dass Klingonen sich in den stirnflachen Zeiten auch kosmetischen Behandlungen unterzogen haben um wieder an ihr Ursprungsaussehen zu kommen. Vielleicht kann mir das jemand bestätigen oder das Gegenteil belegen. Und die Helme: Ach Gott, wenn man sonst nichts zu kritteln hat, dann müssen eben die Kostümbildner dran glauben. Zur Action: Es wird erstaunlich wenig Handlung über die Explosionen getragen. Sie sind schmückendes Beiwerk und verdeutlichen die Bedrohung des Bürgerkrieges auf Phaedus. Das hin und wieder Phaserschüsse fallen, ist normal. Auch oder gerade für Star Trek.

Fazit: Über die Zeichnungen kann man sicher sagen, dass sie nicht die Besten sind, und da sicherlich mehr Zeit beim Artwork sinnvoll gewesen wäre. Die Handlung entschädigt aber vollkommen dafür. Zudem wird der derzeitige Film mit dem Comic gut eingeleitet, ohne wirklich allzu viel vorweg zu nehmen. Also alles in allem halte ich den Comic für gelungen und für Fans attraktiv und lesenswert. Die Kritik von Ingo Bach ist für mich nicht nachvollziehbar, habe ich doch manchmal beim Lesen des Artikels das Gefühl gehabt, dass er sich zu sehr am zurzeit sehr breiten Kritikmainstream in Sachen 'Star Trek' anlehnt und den Comic deswegen vorverurteilt, ohne tatsächlich die Handlung verstanden zu haben.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Malias Logbuch: Miru

Malia zückte ihren Tricorder und scannte die Umgebung. Es gab Anzeichen für Schwefel, cytoplasmatische Proteine und Kohlenhydrate. „Ich muss mich bewegen, wenn ich wieder nach oben will,“ dachte sie. Es war unmöglich die Höhle durch das obere Loch zu verlassen. Die Felswände waren zu steil und die einzelnen Vorsprünge wirkten nicht vertrauenerweckend.
Nach einer Weile stellte Malia fest, dass die Höhle nach einem vitalen System aufgebaut war und nicht natürlichen Ursprungs sein konnte. Plötzlich fing ihr Tricorder an zu blinken, aber Malia verstand die Anzeige zunächst nicht. Sie änderte die Einstellungen und ortete drei fungizide Humanoide in nächster Nähe. Sie blieb stehen und zog den Disruptor. Dann vernahm sie schlurfende Geräusche und sprang um die nächste Ecke.


Sie musterte drei mit Holzstäben bewaffnete aufrecht gehende Pilze deren Extremitäten unterschiedlich geartet waren. Zwei der Wesen schienen dünn, fast ausgemergelt zu sein, während das Dritte wie ein vollgefressener Fliegenpilz aussah. Ihr Hände hatten drei Finger von unterschiedlicher Größe. Primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale schienen sie nicht zu haben. Ihre Augen waren kleine Schlitze unter dem Schwamm und ihr Mund war kaum zu sehen, dennoch schien sich in diesem Bereich etwas zu bewegen, denn sie gaben klackende Geräusche von sich. Malia suchte in der Datenbank des Tricorders und wählte eine automatische Anpassung unter dem Charakteristikum von cytoplasmatischen Humanoiden.
„Krrngh, thelar arborm?“
Der Tricorder suchte weiter. Malia sah die Wesen an und schüttelte mit dem Kopf. Sie hoffte, dass man die Geste verstehen würde.
„Hanolla, irgid penal?“ Der Tricorder begann zu piepen. Er war fertig und Malia legte die Hand auf die Brust.
„Ich bin Malia und euch nicht feindlich gesonnen.“ Die Pilze schienen aufzuatmen.
„Warum hat es das nicht gleich gesagt?“ sagte der dicke Pilz. Malia hob entschuldigend die Arme.
„Ich bin Knod, das links neben mir ist Onar und rechts sein Bruder Lard. Wir dachten es wäre einer dieser komischen Wesen von den Sternen, die gerade unser Land besuchen. Es sieht nicht aus wie einer von ihnen.“ Malia musste schmunzeln.
„Nein, ich gehöre nicht zu ihnen. Ich habe mich verirrt. Meine Freundin sucht bestimmt schon nach mir. Könnt ihr mir zeigen, wie ich an die Oberfläche gelange?“, fragte Malia in höflichem Ton.
„Wir bieten ihm an uns Gesellschaft zu leisten und mit uns zu speisen. Wir haben gutes Binarm.“ Sie musterten die Orionerin neugierig von oben bis unten. Nach kurzer Überlegung kam Malia zu dem Schluss den Pilzköpfen das Angebot nicht auszuschlagen. Es wäre ja möglich gewesen, dass das Ablehnen von Gastfreundschaft als Kriegserklärung verstanden wurde und außerdem gefiel es ihr die Befehle der Sternenflotte zu missachten, zumal das Pilzvolk wusste, dass sie Besuch hatten.
„OK, ich komme mit euch, aber versprecht mir, dass ich kurz mit euch an die Oberfläche gehen kann um meinen Freunden eine Nachricht zukommen zulassen, damit sie sich nicht sorgen.“
„Das kann es machen. Wir begleiten es.“



Nachdem Malia die Nachricht abgesandt hatte, gingen sie tiefer als zuvor in das Höhlensystem. Mit zunehmender Tiefe wurde es heller. Überall versorgten kleine phosphoreszierende Pflanzen die Höhlen mit Licht. Ihr Tricorder sammelte Daten während des Spazierganges. Sie hatte Knod darauf hingewiesen und er hatte zugestimmt, dass das Gerät ihn scannen durfte, wenngleich er auch nicht wusste, was das bedeutete. Sie versicherte ihm, dass er nichts zu befürchten hatte. Sie nennen sich selbst die Idari und bilden einen einzigen Stamm auf ganz Madena 3. Das ihnen bekannte Gebiet haben sie Mykon getauft, aber sie kennen den Ursprung dieses Namens nicht mehr. Die Idari haben erst seit 300 Sonnenumläufen etwas Ähnliches wie eine Geschichtsschreibung entwickelt, die mündlich überliefert wird. Sie sind auffallend neugierig, ein wenig tolpatschig und besitzen einen robusten Körperbau. Unüblich für Pilze besitzen sie ein magnesithaltiges Skelett, dass empfindliche Organe schützte. Mehr vermochte Malia im Augenblick nicht herauszufinden, aber Knod redete offenbar sehr gern und sie fand so heraus, dass er wohl einer der obersten Beschützer des Stammesführers war. Onar und Lard sprachen nicht viel, nickten aber hin und wieder, wenn Knod etwas sagte. Malia hoffte, dass von ihnen keine Gefahr ausging. Sie hatte schon von carnivoren Pilzen gehört. Allerdings gingen diese nicht aufrecht und hielten Speere in der Hand.



Sie betraten eine große Höhle, in deren Mitte sich ein in Stein gehauenes Gebäude befand. Malia schätzte, dass es wohl 500 Pilzwesen in dieser riesigen Grotte gab, die wild durcheinander wuselten. Malia konnte dabei kaum erkennen, ob sie einer Beschäftigung nachgingen oder sich einfach nur die Zeit mit einem Spaziergang vertrieben. Einige der Idari blieben stehen und sahen den Neuankömmling neugierig an. Malia schossen viele Fragen durch den Kopf. Wie konnten sich diese Wesen innerhalb einer natürlichen Evolution durchsetzen? Wie haben sie sich entwickelt? Warum können sie sprechen? Die Natur geht manchmal seltsame Wege. Die Höhle besaß ein natürliches Licht, dass von einigen kleineren Pflanzen in der Höhle ausging und das ganze Ensemble deswegen in ein helles Grün tauchte. An den kleineren Hütten hingen girlandenähnliche Gebilde, die wohl als Verzierung dienten. Malia stellte fest, dass sie tatsächlich als Übertragung einer Art Energie dienten, die sich hier aus dem Boden in dieser Grotte zu speisen schien. Der nähere Ursprung war durch den Scanner jedoch nicht messbar und lag wahrscheinlich noch tiefer im Erdreich. Malia blieb kurz stehen.
„Knod, ich würde gern eine Probe von diesem Boden entnehmen. Habt ihr etwas dagegen?“ Knod schien zunächst nicht recht zu wissen, was er mit dieser Frage anfangen sollte. Er nickte schließlich. Eine Untersuchung des Bodens würde vielleicht Aufschluss darüber geben, was die Sternenflotte hier suchte. Es konnte nicht schaden, alle Aspekte zu kennen, dachte Malia.



Sie betraten das große Gebäude in der Mitte und erreichten in seinem Inneren eine Art Thronsaal. Malia stellte fest, dass sämtliche Möbel Pflanzen waren, die hier wie selbstverständlich und planvoll aus dem Boden wuchsen. Im Thronsaal war bereits eine kleine Gesellschaft der Pilzwesen in eine Beratung vertieft. Unvermittelt verstummten die Gespräche als die Pilzwesen Malia sahen. Auf dem Thron saß eine kleine Gestalt mit einem Stab in der Hand. Am Ende dieses Stabes war eine Halterung angebracht auf der eine Kerze thronte, die langsam hin und her wankte. „Kani Miru, wir haben uns erlaubt Besuch mitzubringen. Es wird sich euch nun vorstellen.“
„Es ist kein ES!“ sagte die Gestalt auf dem Thron. Die Stimme war weiblich und Malias Tricorder bestätigte das. Die Stammesälteste hieß Miru und laut den Daten des Tricorders war sie 158 Jahre alt. Das kann nicht stimmen, dachte Malia. Der Tricorder scheint nicht ausreichend Daten für eine solche Schätzung zu haben um das genau feststellen zu können, sagte sie sich. Die Königin machte eine kurze Geste. In Windeseile leerte sich der Saal. Nur Malia, Knod und seine zwei Kollegen blieben im Saal.
„Malia, komm näher, lass dich anschauen, Mädchen.“ Malia stutzte. Vielleicht Telepathie?
„Woher kennen sie meinen Namen, Kani?“
„Nenn mich Miru. Ich bin nicht deine Kani, auch wenn du dich auf unserem Grund befindest, bist du zunächst einmal mein Gast und nicht mein Untertan.“ Malia hatte das unwirkliche Gefühl vor ihrer Mutter zu stehen. Woher auch immer das Gefühl kam, es verstärkte sich.
„Nein Kind, ich bin nicht deine Mutter und habe sie auch nicht gekannt, aber möglicherweise bin ich ihr sehr ähnlich. Ich bin zwar alt aber noch immer neugierig. Was treibt dich hierher?“ Malia seufzte.
„Wir suchen jemanden, der meine Leute bedroht. Er ist hier auf eurer Welt gelandet und tarnt sich als Wissenschaftler.“
„Ist er einer von denen, die oben im Berg leben. Jene, die uns beobachten?“
„Ja, sie wissen nicht, dass er feindlich gesonnen ist. Er hat sich in einen von ihnen transformiert und lebt verdeckt unter ihnen. Wir wissen nichts über seine genaueren Absichten, aber wir müssen erfahren, was er vorhat.“
Miru trat von ihrem Thron herunter und ging auf Malia zu. Sie flüsterte nun fast, als sie mit Malia sprach.
„Redest du von dem Gejagten? Ich kenne seine Gedanken und Gefühle. Er ist tückisch und zugleich hat er große Angst. Er scheint manchmal sehr verwirrt zu sein und hat große Selbstzweifel.“
Malia wußte, worauf Miru hinaus wollte. Der Transformationsprozess von Spezies 8472 führte wohl zu einem chemischem Ungleichgewicht. Vielleicht hatte Bruce Millers Doppelgänger doch Gewissensbisse. Dafür gab es zu wenige Daten. Malia würde es herausfinden müssen.
„Malia, da ist etwas, was dich bedrückt. Vielleicht hat dich dein Weg deswegen her geführt.“
„Ich bin nicht absichtlich in das Loch gefallen, das ihr gebaut habt.“ Malia grinste, als sie das sagte.
„Nein, sicher nicht, dennoch bist du hier und das ist ein Zeichen.“ Die alte Miru gab Knod Anweisungen, die Malia nicht verstand und er bewegte sich mit seinen Leuten nach draußen. Miru zündete ein paar Kerzen an, die grün leuchteten.
„Setz dich, mein Kind.“
Beide nahmen auf dem Boden Platz. Malia erschrak, als sie plötzlich fühlte, wie sich die Ebene unter ihr nun mit Gras füllte. Als sie nach oben sah, war die Decke dem Licht gewichen und der ganze Raum hatte nun den Anschein, als befänden sie sich auf einer Lichtung. Kleine Lichter tanzten durch die Luft. 


„Fangen wir mit einer einfachen Frage an: Wer bist Du?“ Malia dachte kurz nach und bis vor ein paar Wochen hätte sie wohl sofort geantwortet, aber jetzt schien es ihr schwer zu fallen.
„Ich bin eine neugierige Orionerin, die es ins All verschlagen hat. Ich war nie auf Krieg aus, aber er ist mehr denn je ein Teil von mir geworden. Er ist etwas, dass ich gern loswerden würde. Ich bin eine sehr stolze Frau, manchmal vielleicht ein wenig zu stolz. Aber ich glaube, dass man das bei den Klingonen braucht, um etwas zu bewirken. Momentan fühle ich mich manchmal hilflos und allein.“
„Dein wertvollster Besitz ist von dir gegangen, nicht wahr?“ Malia dachte sofort an ihre Mutter. Normalerweise hätte sie wohl etwas gesagt, wenn man ungefragt in ihrem Kopf herum kramen würde, aber Miru schien niemand zu sein, vor dem sich Malia fürchten musste.
„Ja, meine Mutter. Ich vermisse sie sehr. Sie hätte gewusst, wie ich mit all dem hier fertig werden soll. Sie wusste es immer.“
„Sie hat dich stark gemacht, aber was du nie vergessen solltest, ist, dass wir von unseren Vorfahren stets etwas bei uns tragen. Du hast etwas in dir was gerade dabei war zu wachsen und nun einen gewaltigen Knacks bekommen hat, als deine Mutter starb. Lass es nicht verblühen. Deine Mutter hätte niemals gewollt, dass du leidest, aber sie hat den Lauf der Dinge akzeptiert und sie würde dir vermutlich sagen, dass du das auch tun solltest.“ Malia verbarg ihr Gesicht.
„Nicht schlimm, Kindchen, es ist nicht schlimm.“ Miru senkte ihren Stab holte die Kerze aus der Halterung heraus und stellte sie in die Mitte. Die Kerze brannte nun heller und in ihrer Spitze schlugen kleine Funken und formten mit dem Rauch ein Bild. Malias Mutter war zu sehen.
„Sie ist wunderschön, Malia.“ Malia nickte. „Ich habe sie wie kaum einen anderen Menschen gekannt. Sie war mir stets am nächsten. Mutter sagte immer: 'Was der Geist ersinnen kann, das kann er auch erreichen, also vergiss einfach, was die Leute so sagen von den Dingen und dass sie nicht erreichbar wären. Die wahre Illusion sind nur jene Grenzen, die man sich selbst auferlegt'.“ Miru grinste und nickte zustimmend.
„Die Welt ist so wie wir sie uns machen. Als du in diese Höhle kamst, hast du auch nicht für möglich gehalten, was du hier vorfinden würdest. Aber es ist trotzdem wahr - es gibt uns Idari. Als junges Mädchen hast du immer von fremden Welten geträumt und davon, sie eines Tages zu erkunden. Wir sind nur ein Teil deines Traumes, aber du bist nun hier.“ Malia verstand, was Miru ihr sagen wollte. Das Bild wechselte nun und man sah zerstörte Planeten und Raumschiffe, die leblos im All trieben.
„Die Welt da draußen ist etwas Anderes. Ich kenne sie nur aus deinen Gedanken und sie gibt mir große Rätsel auf. Ihr entwickelt euch nie weiter. Die Kriege, die ihr führt, bringen euch regelmäßig an den Rand der Vernichtung und trotzdem führt ihr sie immer wieder. Um Besitz, um die Illusion von Macht und um andere Nebensächlichkeiten.“
„Aber, wir verteidigen das, was uns gehört. Die Undinen dringen in unsere Sektoren ein und wollen uns vernichten. Sie zwingen uns diesen Krieg auf. Zudem sind wir heute technologisch auf einem Stand wie wir ihn 300 Jahre zuvor nicht hatten.“
„Das meine ich nicht und eure Technologie mag sich vielleicht entwickelt haben, aber ihr steckt geistig in den Kinderschuhen, die euch eigentlich mittlerweile zu groß sein sollten. Ihr streitet immer noch um Spielzeug.“
„Der Krieg zwischen Föderation und Klingonen – das ist eine alte Geschichte.“ Miru seufzte. Sie nahm sich etwas Gras und kaute es.
„Der Krieg entstand aus seinem Missverständnis heraus. Anschließend habt ihr euch um Besitz gestritten. Das was bis hierher geschah war ein Selbstläufer und der Weg steht kurz vor dem Ende, denn die Undinen, wie ihr sie nennt, wissen, wie man euren Konflikt zum ihrem Vorteil ausnutzt. Du bist auf dem richtigen Weg, Malia. Ihr könnt das Komplott der Gejagten nur mit vereinten Kräften aufdecken. Gibt es jemanden in der Föderation, dem du vertraust?“
„Dieser Captain Jix scheint ein ganz vernünftiger Typ zu sein. Ich glaube, er wird mir helfen können.“ Jix' Gesicht trat nun in die Funken der Kerze.
„Er muss, sonst sind eure Welten verloren.“ Mirus Gesicht zeigte eine Ernsthaftigkeit, die Malia zuvor noch nicht gesehen hatte. Womöglich ging es ihr auch um ihre eigene Welt, jetzt da die Undinen hier waren.
„Die Föderation führt Experimente auf diesem Planeten durch, die seiner Kraft schaden. Das muss unterbunden werden. Sie verletzen ihre eigene Direktive und müssen vor sich selbst bewahrt werden. Sie wissen nicht, was sie tun. Du musst uns helfen.“ Das Bild in den Flammen zeigte nun Madena 3. Um den Planeten kreisten Energiestrahlen. „Das ist die Kraft des Planeten. Die Leidenschaft, die euch inne ist, allen Dingen einen Namen zu geben und sie zu benennen, gilt nicht für die Idari. Über die Benennung von Dingen habt ihr das Gefühl es kontrollieren zu können oder es zu verstehen.Wir brauchen keine Macht über die Energie des Planeten. Die Energie des Planeten soll ihm zu eigen bleiben. Aber die Föderation stört den Fluss dieser Energie durch ihre Technik.“ Malia hatte das befürchtet. Sie fragte sich, ob Jix überhaupt in der Position war die Wissenschaftler hier abzuziehen.
„Ich werde mich darum kümmern, aber ich brauche eure Hilfe. Wenn wir Bruce Miller gefangen haben, werde ich die Informationen brauchen, die er hat.“ Miru lächelte.
„Wenn du mir im Gegenzug dein Wort gibst, dass die Wissenschaftler verschwinden, werde ich dir sagen, was er weiß.“




Samstag, 25. Mai 2013

Star Trek in Kartenform

Wieder einmal hat es mir ein Spiegel-Artikel angetan. Mit reißerischer Überschrift warb die Seite für einen Artikel, der Vorurteile in Kartenform beinhaltete:

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Unter den wenigen Karten, die Spiegel Online aus dem "Atlas der Vorurteile" präsentieren durfte, gab es auch eine, die den Titel "Arabischer Frühling 2011" trägt und sogar mit einer Star-Trek-Anspielung aufwarten kann: Der Iran wird dort als "Die Borg" geführt.

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Weil die Karten zwar eine nette Idee, aber nicht wirklich witzig waren, dachte ich mir, dass man Blickwinkel wie "Europa aus der Sicht von schwulen Männern", "Europa aus der Sicht von Großbritannien" oder "Europa aus der Sicht von Berlusconi" ebenso gut abstrahieren könnte, um eine Karte zu erstellen, die den Titel "Europa aus der Sicht eines Trekkies 2013" tragen könnte.

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Die Karte ist auf Englisch gehalten, weil mir so schnell nicht die deutschen Folgentitel eingefallen sind. Die "Bad Star Trek Comedy" bei der Türkei bezieht sich auf dieses fürchterliche Video. Den Rest könnt Ihr sicherlich leicht selbst erraten...
Wer noch Ideen oder Ergänzungsvorschläge zu bieten hat, kann dies gern in der Kommentarsektion tun!

Donnerstag, 23. Mai 2013

Musik liegt in der Luft!

Jawohl! Egal, ob "Row, Row, Row Your Boat", "Sabotage" oder "A British Tar" - Star Trek war stets ein Weggefährte großartiger Musikstücke. Allerdings ist das natürlich kein Alleinstellungsmerkmal. Auch andere Science-Fiction-Serien wie "Firefly", "Red Dwarf" oder sogar "star wars" haben ihre Fußstapfen deutlich im Nerd-Kanon hinterlassen.



In der brandenburgischen Landeshaupstadt Potsdam würdigt nun ein Musikereignis der ganz besonderen Art (der dritten wahrscheinlich) diesen Umstand. Der Fachhochschulchor "Fettes Halleluja!" startet nämlich sein eigenes FH-Space-Programm unter dem Titel "Per Anhalter durch die musikalische Galaxis". Auf dem Programm stehen neben Major Tom auch musikalische Größen wie John Williams, Jamiroquai, Muse, Queen ("Jaws was never my scene, and I don't like star wars"), oder Chewbacca. Darüber hinaus gelobt die Gruppe auch feierlich:
"Wir kreuzen den Weg der Enterprise".

Im Schaufenster der FH Potsdam (in der Nähe des ehemaligen Ebbinghauses) kann man der Vorstellungen jeweils am Donnerstag, den 30. Mai 2013 sowie Freitag, dem 31. Mai 2013 beiwohnen. Und wer sich jetzt Sorgen um das Geldsäckl macht, dem sei versichert:
Die Veranstaltung ist kostenlos, aber sicherlich nicht umsonst!

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Das klingt natürlich ganz eindeutig nach einer weiteren Außenmission! Nicht nur für die Tafelrundenmitglieder, die sowieso an der FHP studieren, sondern auch für alle, die gepflegte Chormusik mit Science-Fiction-Einschlag und natürlich unter Beteiligung Star Treks genießen wollen.

Für die Musikmuffel unter Euch habe ich bei der Gelegenheit auch noch etwas zu bieten. Als ich mir für den Beitrag zu "Exklusiv: Wenn das Internet schon existiert hätte als "Der Zorn des Khan" in die Kinos kam" noch einmal den dazugehörigen Film angesehen habe, fiel mir auf, dass Kirk in einer Einstellung einem bekannten Internet-Meme erstaunlich ähnlich sieht. Passend zur Gesangskarriere Shatners und der Thematik dieses Beitrags präsentiere ich stolz die von mir höchstpersönlich erstellte "Grumpy Shat":

 photo Grumpy_Shat_01_zpsa503c00f.png

Dienstag, 21. Mai 2013

Legacy of Romulus ist live: Die erste Stunde im Star Trek Online Addon

Nach einer langen Wartephase ist mit dem heutigen Tag das erste Addon zum Online-Rollenspiel Star Trek Online erschienen. Es trägt den Namen Legacy of Romulus (Das Erbe Romulus) und erzählt die Geschichte der Romulaner nach der Zerstörung ihrer Heimatwelt Romulus weiter. Spieler erwartet eine neue spielbare Fraktion, wahlweise die Romulaner oder Remaner. Dazu kommen eine Menge weiterer Neuerungen, wie die Verbesserung des UIs, die Einführung der Warpkerne (?!), eine Neuausrichtung der Charaktertraits und viele neue Schiffe aus der Romulanerflotte. Eine gute Gelegenheit also das Addon anzuspielen und einen kurzen Einblick in die ersten 60 Minuten Legacy of Roumulus zu geben.
Die neue Charakterauswahl
Der Einstieg beginnt wie im Basisspiel mit der Erstellung des Charakters. Nach einer kurzen Überlegung fällt die Wahl auf einen weiblichen Romulaner-Wissenschaftler mit dem schönen Namen Reka. Sie wird von nun an die Tafelrunde auf ihren Weg durch die Romulanische Geschichte begleiten. Das Abenteuer beginnt in Virinat, eine Agrarkolonie, in der überlebende Zivilisten eine Zuflucht gefunden haben und in Frieden zusammen leben.
In Virinat beginnt das Abeneuer
Das neue Dialogfenster
Nach einem kurzen Dialog mit unserem neuen Mentor erhalten wir eine Aufgabe das Bewässerungssystem auf der am Eingang der Stadt liegenden Farm zu reparieren. Schwierigkeit dabei sind kleine aber feindlich gesinnte Käfer, die die Rohre angeknabbert haben. Nachdem die Insektenbeseitigung und die Reperatur der Rohre gelingt, erreicht uns eine dringende Botschaft, dass das zuvor eher beherrschbare Insektenproblem doch eine akutere Bedrohung darstellt. Aus diesem Grund werden wir beauftragt in ein tiefes Höhlensystem vorzudringen und die Ursache für die Insektenplage ausfindig zu machen, wenn möglich sogar zu eliminieren. Gesagt getan, doch offenbart die Lösung dieser Aufgabe ein Geheimnis (Was an dieser Stelle nicht verraten wird).
Vom Kämpfer zum Klempner
Ein Geheimnis wartet in den Höhlen am
Stadtrand
Nach einem harten Arbeitstag schlägt uns unserer Mentor vor doch dem örtlichen Volksfest beizuwohnen und ein wenig die Seele baumeln zu lassen. Doch zu früh der Freude: Am Himmel zeichnet sich ein Schatten ab und in einem Augenblick der Unachtsamkeit sieht sich die Kolonie in Flammen aufgehen. Es gibt kein Entrinnen: Ein überdimensionales Raumschiff bombardiert die Kolonie, wie aus dem Nichts erschienen und lässt das totale Chaos ausbrechen. Nur mit viel Geschick und Glück erreichen wir das rettende Shuttle, mit dem wir vom Planeten flüchten können.Von nun an sind wir mit einem romulanischen Bird of Prey unterwegs und retten Überlebende, die wie wir vom Planeten fliehen. Nach einem ersten Gefecht gegen einen Warbird zeigt die Uhr, dass bereits eine Stunde vergangen ist und das das Resumé aus 60 Minuten Legacy of Romulus durchweg positiv ausfällt. Gerade der Storyeinstieg hat gefesselt. Weitere Berichte werden folgen.
Zum Abschluss gibt es noch ein paar Screenshoots.
Nach einer kurzen Feier...
...verdunkelt sich der Himmel.
Das erste Gefecht im Raum
Das Abenteuer kann beginnen...

Star Trek News Mashup (21. Mai 2013)

Vodcast zum Thema Star Trek und Star Wars
Star Trek ist derzeit in aller Munde. Auch die Redakteure von GameOne beschäftigen sich mit dem Thema und packen das vor einen noch größeren Hintergrund. Es geht um Star Trek und Star Wars und deren gemeinsamen Regisseur. Ist Abrams der Richtige für die Star Wars-Fortsetzung? Wird er bei Star Trek bleiben? Hat er mit Star Trek alles richtig gemacht?

Da sich aus irgendeinem unerfindlichen Grund das Video nicht einspeisen lässt, hier einfach der Link

ST-TVG -Test
Das kleine Video zum Test des neuen Star Trek-Spiels kann man sich auch mal ansehen:


Star Trek: Rivals
Für jene, die sich eher aktiv am Franchice beteiligen gibt es nun entweder die Möglichkeit einen Blick auf Star Trek Online zu werfen(Einführung romulanischer Avatare) oder ihr spielt mit Kirk und Spock virtuell Karten. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

Bing übersetzt Klingonisch
Wer es noch nicht mitbekommen hat, sollte es unbedingt mal ausprobieren. Seit ein paar Tagen kann man seine Geburtstagsgrüße gern mal auf Klingonisch verschicken, denn wie mir unser Tafelrundenmitglied Baldavez mitteilte, übersetzt die Microsoft-Suchmaschine Bing(Ja, es gibt noch Konkurrenz für Onkel Google!) neuerdings auf Klingonisch. Nachzulesen ist das ganze hier.


Exklusiv: Wenn das Internet schon existiert hätte als "Der Zorn des Khan" in die Kinos kam

Auf meiner alltäglichen Internetrunde fand ich heute morgen einen beeindruckenden englischen Text, der besser als jeder andere die momentan schwelende Diskussion um den aktuellen Star-Trek-Kinofilm "Into Darkness" ad absurdum führte. Nach einer kurzen Email an den Urheber erfolgte vor einigen wenigen Stunden die offizielle Erlaubnis, diesen Artikel mit dem Titel “If the Internet Had Existed When 'Wrath of Khan' Hit Theatres” exklusiv in deutscher Übersetzung auch bei uns veröffentlichen zu dürfen.
Wer des Englischen mächtig ist, dem sei unbedingt das Original auf “The Bitter Script Reader” empfohlen; wer damit Schwierigkeiten hat, kann sich im Folgenden an meiner bescheidenen Übersetzung erfreuen:

Wenn das Internet schon existiert hätte als "Der Zorn des Khan" in die Kinos kam


Anmerkung des Urhebers: Während einer Erkundungsmission wurde Al Gore in ein riesiges Ozonloch gesaugt, das ihn in der Zeit zurückreisen ließ. Auf sich allein gestellt nutzte er sein Wissen über die Zukunft, um das Internet Jahrzehnte vor seiner eigentlichen Entwicklung zu erfinden. Bereits in den Achtzigern war das Internet damit das, was es erst im beginnenden 21. Jahrhundert wurde – und schleppte dessen Fankultur gleich mit sich.

Dies ist eine der Rezensionen, die ich aus dieser alternativen Zeitlinie beschaffen konnte.


In der Kritik: Star Trek: Der Zorn des Khan ist ein Schlag ins Gesicht der Fans!


von: GeneGeneTheRoddenberryMachine



Spock stirbt!

Entschuldigung. Ich habe bereits einiges an Gegenwind einstecken müssen, als ich diese Überschrift in vorangegangenen Berichten gepostet habe, doch es ist eine unumstößliche Tatsache, daß man diesen Film einfach nicht besprechen kann, ohne diesen herausstechenden Punkt zu erörtern. Zudem müssen wir uns dem wirklich wichtigen Thema stellen: Nick Meyer, Harve Bennett UND Leonard Nimoy haben uns alle während der Produktion angelogen, als sie sich weigerten, die Gerüchte um Spocks Tod zu kommentieren. Das war schlichtweg lachhaft, da abzusehen war, daß dies das schlechstgehütetste Geheimnis Hollywoods sein würde. So ziemlich jeder wußte davon im Vorfeld, weswegen ich keine Ahnung habe, warum einige meiner Kritikerkollegen Paramount in den Arsch kriechen und so tun, als hätten sie vom Ende des Films keine blassen Schimmer gehabt.

Paramount verdient eigentlich gar keine Erwähnung nach dem, was sie uns mit diesem Film angetan haben. Der Film ist eine einzige Gelddruckmaschine – der letzte Atemzug einer sterbenden Franchise, die etwas besseres verdient hätte. Beim letzten Film erhielten wir den anerkannten Regisseur von bekannten Machwerken wie Meine Lieder – Meine Träume, Tödlicher Staub aus dem All oder Der Tag an dem die Erde stillstand. Und dieses Mal? Wir bekamen einen Regisseur, dessen größte Leistung ein Sherlock-Holmes-Film war. Doch im Ernst: Wir hätten so etwas erwarten müssen, nachdem Paramount die Verantwortung aus den Händen des genialen Gene Roddenberry gerissen hatte, nur um diesen Film den Händen vom Produzenten der Twen Police zu übergeben (ich kann nur vermuten, daß Roger Corman gerade anderweitig beschäftigt war, als Paramount zur offiziellen Produzentenjagd geblasen hatte).

Ja, Harve Bennett ist ein Kind des Fernsehens. Ein Kind des Fernsehens, das zugegeben hat, daß es vor Arbeitsantritt noch nicht eine einzige Folge der Originalserie gesehen hat! Er hat sich lediglich den vorherigen Film angeschaut und fand ihn 'langweilig'. Langweilig! Ich vermute einmal, dass man auf diese Art und Weise die Karriereleiter in Hollywood hinaufstolpert. Vielleicht wundern sich ja einige, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Nun, daß kann ich Euch sagen. Der Streifen wurde von Paramounts Fernsehabteilung mit einem Drittel des Budgets seines Vorgängerfilms produziert. Er ist das Produkt schlampiger Arbeit.

Nun könnte ich die Autorenschaft aufzählen, um die Schuldfrage angemessen zu beantworten, doch der offizielle Abspann erzählt nur die halbe Geschichte. Meine Studio-Spione haben mir gesteckt, daß Nick Meyer (man sollte an dieser Stelle einmal erwähnen, daß er der Autor hinter so großartigen Werken wie “Invasion of the Bee Girls” ist) das Screenplay innerhalb von zwölf Tagen zusammengestückelt hat – aus vier grundverschiedenen Drehbüchern! Wahrscheinlich gibt es aus diesem Grund so riesige Storylöcher wie die Szene, in der Chekov sich an Khans ersten Besuch auf der Enterprise erinnern kann, obwohl Walter Koenig damals noch nicht einmal Teil der Besetzung gewesen ist. Oder der Umstand, daß der neue weibliche Vulkanier viel gefühlvoller wirkt als JEDER andere Vulkanier, den man bis dahin gesehen hat – den halbmenschlichen Spock miteinbegriffen.

Ich habe noch nicht einmal die Haupthandlung angesprochen, die ohnehin kaum mehr als der aufgewärmte Folgeninhalt von “Der schlafende Tiger” ist, in den man nochmal eine kräftige Portion Moby Dick geschüttet hat. Bei Star Trek ging es einmal darum, fremde neue Welten zu entdecken; mittlerweile beschränkt es sich darauf, weit bessere literarische Vorlagen zu verwursten, während es seine eigene Vergangenheit wiederkäut. Diese Serie müßte aber eigentlich nicht so antriebslos sein, doch die Verantwortlichen haben einfach keine Ahnung, worum es bei Star Trek wirklich geht. Ihre Vorstellung von Dramatik beschränkt sich darauf, Kirk einen unehelichen Sohn und eine Midlife-Crisis anzuhängen (möchte denn wirklich irgendjemand Kirk dabei zuhören, daß er erzählt, wie sehr er es haßt, älter zu werden?).

Und dann gibt es da noch den Genesis-Apparat. Sofern man IRGENDEINEN Zugang zu Wissenschaften hat (beispielsweise seine Lehrbücher zu Schulzeiten überflogen hat), werden die Auswirkungen dieses Geräts Euren Kopf förmlich explodieren lassen. Es handelt sich dabei nämlich um einen Torpedo, der ohne Umstände einen toten Mond in einen lebendigen, atmenden Planeten verwandeln kann. In einem kurzlebigen Moment der Klarheit scheint sich selbst das Drehbuch der Dummheit dieser Tatsache bewußt zu sein, als McCoy feststellt, daß das, wofür Gott dereinst sechs Tage brauchte, nun innerhalb von sechs Minuten vollbracht werden kann.

Mal ernsthaft: Man feuert eine kleine Rakete auf einen Mond und nach Ablauf einer Stunde hat man einen Planeten, der noch idealtypischer als unser eigener ist. Gemessen an den geltenden Science-Fiction-Standards ist das einfach nur dämlich, dämlich, dämlich.

Aber es kommt noch besser! Als das Gerät nämlich endlich eingesetzt wird, geschieht dies gar nicht auf einem Planeten. Stattdessen explodiert es in einem Nebel und schafft es irgendwie, aus dem Nichts einen Planeten inklusive Ozeanen, Wolken, ausgewachsenen Bäumen UND seiner eigenen Sonne zu erschaffen! Spätestens jetzt wird schmerzlich klar, daß der erste Budgetpunkt, der den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen ist, der wissenschaftliche Berater war.

Und dafür stirbt Spock – in einer Szene, die so fürchterlich gekünstelt und gestellt wirkt, daß sie ganz klar nur dazu dient, Leonard Nimoy zu ermöglichen, den treuen und loyalen Fans so sehr ans Schienenbein zu pissen, daß sie ihn von allein in Ruhe lassen. Als nämlich die Energieversorgung zusammenbricht, muß Spock nämlich in den Maschinenraum, um dort...
...irgendetwas zu machen. Ich würde ja mehr ins Detail gehen, doch ich habe keinen Schimmer, was er da eigentlich tut und ich bin mir relativ sicher, daß Nimoy es genau so wenig weiß. Dafür bilde ich mir ein, daß Reparaturen normalerweise nicht beinhalten, daß man radioaktive Container öffnen und innen drin mit den Händen winken muß. Obwohl ihn das eigentlich in kürzester Zeit umbringen müßte, hat er genügend Zeit für eine melodramatische Todesszene. Schon allein dafür hat Paramount es verdient, zu scheitern und das wird es auch ganz sicher.

Sofern sie es ehrlicherweise als Star Trek: “Der Tod des Spock” verkauft hätten, wären wenigstens ein paar neugierige Zuschauer am Eröffnungswochenende in die Kinos geströmt, bevor allgemein bekannt würde, wie grottenschlecht der Film ist. Stattdessen befeuern sie es als Tretmühlen-Science-Fiction und die Hardcore-Trekkies werden von Spocks Ableben so enttäuscht werden, daß es wohl keinen Fortsetzungsfilm mehr geben wird.

An Paramount: Das nächste Mal solltet Ihr die Kontrolle über einen solchen Film einem ECHTEN Fan überlassen. Falls Bennett und Meyer nach diesem Film jemals wieder eine Anstellung finden sollten, muß man das als Wunder bezeichnen.



Malias Logbuch: Maulwürfe und Piraten

Malia saß im Kommandosessel ihres Schiffes und kam sich vor wie ein Maulwurf. Dieses terranische Tier ist blind und gräbt für sich selbst Höhlensysteme um dort den Rest seines Lebens zu verbringen. Nur selten sieht es die Oberfläche. Jix hatte Malias Situation bezüglich der KVS eher mit der eines terranischen Freibeutes namens Drake verglichen der vor etlichen hundert Jahren auf der Erde die Weltmeere unsicher gemacht hatte, dabei jedoch die Interessen seines Heimatlandes auf orionische Weise vertrat. Er fristete ein Dasein als Pirat im Auftrag. Sie erkannte die Unstimmigkeiten in jenem Vergleich, wußte aber das Jix eher ihren derzeitigen Status meinte. Ein tatsächlicher Auftrag der KVS existierte nicht, denn Malia handelte aus Eigeninitiative. Genau das hatte sie mit Drake gemeinsam. Das Plündern von spanischen Goldschiffen war in erster Linie auf Drakes Initiative zustande gekommen, auch wenn er im Auftrag der englischen Königin handelte.


„Captain, wir erreichen Madena 3.“
„Gut, Hitassam, halten sie die Tarnung aufrecht und bringen sie uns in eine stationäre Umlaufbahn.“
Der Ops-Offizier hatte seine Konsole mittlerweile umfunktioniert, sodass er einen Teil der CONN kontrollierte. In Notfällen übernahm der Captain selbst das Steuer.
„Wir werden uns auf die Oberfläche beamen. Haben sie das partikulare Tarnfeld in Position gebracht, M'rel?“
Der Chefingenieur nickte nur kurz. „Dann lassen sie uns aufbrechen. Malia an Laska. Treffen sie sich mit mir im Transporterraum.“
„Verstanden, Captain. Ich bin unterwegs.“ Malia ließ noch einmal ihre Finger über den Kommandostuhl gleiten und warf einen Blick zu Biremm.
„Commander Biremm, sie haben die Brücke.“



Malia stand auf einer Felsforamtion und betrachtete die Umgebung. Laska zückte neben ihr nach ihrer „Landung“ sofort den Tricorder. „Keine humanoiden Lebensformen in Scannerreichweite, Sir.“
Nach einer Stunde hatten sie die Koordinaten erreicht. Es war eine Waldlichtung mitten im Nirgendwo. Die Karten, die ihnen zur Verfügung standen waren ungenau, denn der Scanner hatte nur provisorisches Kartenmaterial ausgespuckt. Für detailliertere Scans hätten sie mindestens eine Stunde gebraucht, aber Malia hatte keine Zeit dafür. Sie hörten unweit das Geräusch knackender Äste. Eine Gestalt in Sternenflottenuniform ging aus den Schatten auf sie zu. Malia überlegte kurz, ob sie vorsichtshalber ihren Disruptor zücken sollte, aber das hätte dem Fähnrich nur Angst eingejagt und dieser schien ihr überaus nervös zu sein.
„Captain M-Malia,“ fragte der Fähnrich?
„Und ihr Name lautet ...?“
„Verzeihung, ich bin Conklin, äh, ich meine Fähnrich James Conklin, zu ihren Diensten, Captain.“
Malia sah ihn von Kopf bis Fuß an. Er schien ein wenig ungeschickt zu sein. Seine Hose war am Schienbein mit Erde beschmiert. Vermutlich war das Opponieren gegen seine Vorgesetzten etwas Neues für ihn, selbst wenn er die gesamte Föderation rechtlich gesehen auf seiner Seite hatte. „Er ist in derselben Position wie ich,“ dachte Malia.
„James, ich darf sie doch so nennen, Fähnrich?“ Conklin nickte nervös.
„Was haben sie für mich?“
Conklin holte seinen Tricorder heraus und zeigte ihr die Blaupausen der Föderationseinrichtung. Bruce Miller hatte sich in seinem Quartier offenbar gut abgeschirmt, denn es befand sich im hintersten Teil der Station. Die gesamte Station war in einen Berg eingearbeitet worden und die Felsformationen machten einen dezidierten Scan unmöglich. Insgesamt waren zwanzig Sternenflottenoffiziere und Wissenschaftler Teil der Einrichtung. Miller verließ die Station nur selten und meist unauffällig. Conklin war ihm bis zu einen Wasserfall gefolgt, an dem sich Miller aufhielt um Ruhe zu finden. Tatsächlich nutzte Miller die Zeit um sich in seine wahre Gestalt zu begeben und um sich von der Transformation zu erholen. Das konnte die Möglichkeit sein, die sie benötigten um ihn und seinen Besucher zu stellen. Malia ging davon aus, dass sich beide aufgrund ihrer Gestalt an einem neutralen Ort treffen würden.

Sie teilte dem Fähnrich die Ankunft des klingonischen Undinen mit. Er würde wohl in zwei Tagen hier eintreffen. Die Aktion würde nicht länger als zwei Minuten dauern. Sie würde die Position an den Bird-of-Prey weiterleiten und die beiden würden in Stasis gebracht werden um von Jix' Schiff abgeholt zu werden. Gemeinsam sollten die Undinen einem Verhör unterzogen werden.
Der Fähnrich verließ nach der Absprache die Lichtung und Malia war mit Laska wieder allein. Sie mussten zurück zur Ursprungsposition, da jegliche Kommunikation von der Station abgehört werden konnte. Ein Signal an ihr Schiff war nur im Tarnfeld möglich, dass auch ihrer Beamposition entsprach. Malia war müde. Sie hatte nicht geschlafen und der Raktajino verkehrte sich geradewegs in seine gegenteilige Wirkung. Laska war bereits 10 Schritte entfernt, als Malia merkte, dass etwas nicht stimmte. Sie näherten sich der Position des Tarnfeldes. Irgendwie hatte sich ihr Zustand auf dem Weg verschlechtert. Es war jetzt nicht nur die Müdigkeit, sondern ein intensives Brummen in ihrem Kopf. Sie verlor die Kontrolle und kippte nach vorn in eine sich öffnende Leere. Ein Schrei ertönte, als es um sie immer dunkler wurde. Ein kurzer Schmerz, dann hatte sie sich völlig in die Dunkelheit begeben. Als sie aufwachte, hatten sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt und sie nahm die Umrisse einer Höhle war. Sie hustete. Der terranische Maulwurf kam ihr in den Sinn und sie lachte.

Malias Logbuch

Malias Logbuch I: Steriler Start
Malias Logbuch II: Ein dicker Fisch
Malias Logbuch III: Ankunft im Eridon-Nebel
Malias Logbuch IV: Breen, Romulaner oder Klingonen?
Malias Logbuch V: Ein alter Freund
Malias Logbuch VI: Tanz mit dem Teufel
Malias Logbuch VII: Nebenwirkungen
Malias Logbuch VIII: Kein Ende in Sicht
Malias Logbuch IX: Klach D'Kel Brakt
Malias Logbuch X: Gewissheiten
Malias Logbuch XI: Routine
Malias Logbuch XII: Allein
Malias Logbuch XIII: Flucht
Malias Logbuch XIV: Bündnisse
Malias Logbuch XV: Gute und schlechte Nachrichten
Malias Logbuch XVI: Maulwürfe und Piraten
Malias Logbuch XVII: Die Hunde des Krieges
Malias Logbuch XVIII: Begegnungen
Malias Logbuch XIX: Die Blutfelder des Orion

Montag, 20. Mai 2013

Malias Logbuch: Gute und und schlechte Nachrichten

Malia starrte auf die Anzeige. Ihre Augen wanderten über den Bildschirm ohne dass sie sich selbst beim Zwinkern erwischte. Tränen rannen ihre Wangen hinab. Diese Nachricht traf sie wie der Schlag, aber sie hatte mit ihr gerechnet – irgendwann. Ihre Hände berührten den Bildschirm und strichen über das Bild einer Orionerin, die sie anlächelte.

Gestern verstarb Jeilina Norka Nadala. Sie hinter lässt eine Tochter. Nachbarn und nahe Angehörige trauern um die freundliche, humorvolle und engagierte Patriotin der orionischen Gemeinschaft. Die Familie lädt zu einem Trauermarsch ein."


Malia stand auf und schlug mit der geschlossen Faust gegen die Stahlwände, bis der Schmerz so dumpf wurde, dass sie die Hand aus Erschöpfung sacken ließ. Wimmernd sank sie zu Boden. Eine plötzliche Kälte durchzog ihre Glieder und sie verschränkte augenblicklich die Arme ineinander.
„Warum?“ Dieses Wort hallte unbeantwortet in ihrem Kopf. Der Schmerz über den Tod hatte sie unerwartet getroffen. Er war wie ein Disruptorschuss, dem man nicht entgehen konnte. Sie fasste sich wieder und stand auf. Ihre Arme breiteten sich planvoll an den Seiten aus und sie atmete schwer ein. Kontemplative Maßnahmen waren jetzt notwendig um das emotionale Gleichgewicht zu wahren. Sie zog die Handinnenflächen zu ihrem Oberkörper heran, bis sie sich trafen. Ein lauter Luftzug entglitt ihrer Lunge. Es war keine Zeit um das Geschehene zu bearbeiten und sie überlegte, wem sie sich anvertrauen konnte. Die Person, der sie am meisten vertraute, war gestorben. Sikith war Lichtjahre entfernt und ihre Kommunikationskanäle in Richtung Qo'nos wurden abgehört. Malia ging die Schiffsliste durch und blieb bei Jakaria stehen, ihrer Schiffsärztin. 


Jakaria war in die Installation der Biobetten vertieft. Malias Chefingenieur M'rel befestigte die Betten in die dazugehörigen Verankerungen. Er schwitzte aus zahlreichen Poren und ächzte über das Gewicht der Konstruktion, aber nahm sofort Haltung an, als der Captain die Krankenstation betrat. Malias Gesicht wirkte versteinert und ein wenig fahl. Die grüne Farbenpracht und der scharfe Kontrast ihrer sonst rot geschminkten Lippen fehlten. M'rel bemerkte, dass ihre Augen glasig waren.
„Captain, ist alles in Ordnung?“ fragte der Chefingenieur.
„Nein“, entgegnete Malia und fasste in diesem Moment einen Entschluss. Jakaria blickte kurz von ihrer Arbeit auf und erschrak, als sie Malia sah. Sie ging langsam auf den Captain zu.
„Kaninia dormin?“
Malia nickte und unterdrückte die Tränen so gut sie konnte. „Wer?“
„Meda Mani.“ antwortete Malia, als hätte sie das Orionische nie abgelegt. M'rel wirkte verunsichert. Orioner waren sehr emotionale Wesen, aber sie weinten eigentlich nur aus einem einzigen Grund.
„Captain, das klingonische Totenritual könnte unpassend sein, zumal die Tote nicht anwesend ist, aber ich würde es an ihrer Stelle auf einen Schrei ankommen lassen. Es kann sehr befreiend sein. Wenn sie wollen, kann ich anfangen.“
Malia blickte erstaunt in die fragenden Augen des Klingonen und hörte sich selbst zustimmen, als sie sagte: „Danke, M'rel. Schließen sie die Krankenstation und kommen sie dann wieder her.“
Malia atmete kurz durch. Jakaria schenkte ihr ein tröstendes Lächeln und legte ihr den Arm auf die Schulter. M'rel kam zurück, stellte sich aufrecht neben Malia und begann monoton zu summen. Langsam hob sich sein Kopf und seine kehlige Stimme drang durch die Station, bis es ihm Jakaria und Malia gleichtaten. Ihre Stimmen hallten durch die Gänge bis zur Brücke.


„Jix, können sie mich hören.“
„Ja, die Verbindung ist etabliert. Ich habe gute Nachrichten für sie. Wir haben im KVS einen Undinen isoliert, der für die Anschläge auf diverse Außenposten der Föderation verantwortlich sein könnte. Der zuständige Captain hatte sich mit uns in Verbindung gesetzt, als wir ihn bei Gamma Ceti Drei aufbrachten. Unseren Scans zufolge gehörte er nicht zur Spezies 8472 und sie wissen vielleicht, was das bedeuten könnte.“ Malia schnippte mit dem Finger.
„Das heißt, dass die Undinen nachlässig werden, Jix. Für uns bedeutet das, dass wir seinen Chef finden müssen.“
„Richtig, das wird ihre Aufgabe sein. Die Sache ist allerdings etwas komplexer, könnte aber dazu führen, dass wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Auf dem dritten Planeten des Madena-Sonnensystems gibt es eine Prä-Warp-Zivilisation deren Verhalten gerade von Föderationswissenschaftlern untersucht wird.“ Malia hob die Augenbrauen.
„Verstößt das nicht gegen ihre Oberste Direktive, Jix?“
„Nein, es handelt sich nicht um eine direkte Einmischung. Die Einheimischen sind fungizide Humanoide, die vorwiegend unterirdisch leben. Unsere Basis liegt außerhalb ihres Sichtfeldes hinter einem Tarnfeld.“
„Fungizide Humanoide, sie meinen eine Art Pilz-Mensch-Hybrid?“
„Exakt, Malia. Unser Mann wird dort in einer Woche auftauchen und seinem Kollegen einen Besuch abstatten.“
„Sie meinen, unser Ratsmitglied hat dort einen verdeckten Kameraden?“
„So wie es bisher aussieht, handelt es sich um den befehlshabenden Offizier der Mission, Commander Bruce Miller. Ich habe ihnen einen Verbindungsoffizier vor Ort zur Verfügung gestellt, der ihnen Informationen über die Einrichtung und den Commander geben kann. Alles Weitere finden sie im Datenstrom unseres Gesprächs. Finden sie eine Möglichkeit an beide zu kommen und verletzen sie nicht die Oberste Direktive, Malia.“
„Warum sollte ich das tun, Jix? Ich mag keine Pilze.“

Malias Logbuch

Malias Logbuch I: Steriler Start
Malias Logbuch II: Ein dicker Fisch
Malias Logbuch III: Ankunft im Eridon-Nebel
Malias Logbuch IV: Breen, Romulaner oder Klingonen?
Malias Logbuch V: Ein alter Freund
Malias Logbuch VI: Tanz mit dem Teufel
Malias Logbuch VII: Nebenwirkungen
Malias Logbuch VIII: Kein Ende in Sicht
Malias Logbuch IX: Klach D'Kel Brakt
Malias Logbuch X: Gewissheiten
Malias Logbuch XI: Routine
Malias Logbuch XII: Allein
Malias Logbuch XIII: Flucht
Malias Logbuch XIV: Bündnisse
Malias Logbuch XV: Gute und schlechte Nachrichten
Malias Logbuch XVI: Maulwürfe und Piraten
Malias Logbuch XVII: Die Hunde des Krieges
Malias Logbuch XVIII: Begegnungen
Malias Logbuch XIX: Die Blutfelder des Orion