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Donnerstag, 31. Januar 2013

Die Nacht der lebenden Trekkies [Rezension]




Der Meister des Horrors Stephen King hat über George Romero gesagt, das sein Indie-Film "Night of the living dead" im Genre sehr viel kaputt gemacht habe. Nach all den Jahren in denen ich mich nur widerwillig mit dieser Art der Unterhaltung auseinandergesetzt habe("Resident Evil", "Silent Hill") komme ich zu dem Schluß, dass King recht hatte. Der subtile Horror ist tot - es lebe der Zombie. So gesehen auch in unserer heutigen Rezension des Buches "Die Nacht der lebenden Trekkies" (Paperback-Ausgabe).



In aller Kürze zum Inhalt: Jim Pike(!), ein Ex-Soldat arbeitet nach seinem Afghanistan-Einsatz im Botany-Bay-Hotel in Houston als Page. Die Gulf-Convention soll hier stattfinden. Zahlreiche Fans haben sich versammelt um dem Ereignis beizuwohnen. Unvermittelt verschwindet plötzlich das Hotelpersonal, die Straßen sind wie leer gefegt bis das merkwürdige Verhalten einiger Fans für Unruhe sorgt. Kurzum: die Apokalypse bricht los. Das Hotel wird zur letzten Bastion der "lebenden" Trekkies. Jim und seine im Hotel gefundene Begleiterin Leia(!) machen sich auf den Weg die Schwester des Veteranen und deren Begleiter zu finden.




Im Hotel treffen sie desweiteren auf ein Redshirt namens Willy Schafftes(!). Als sich heraus stellt, dass Matt, Freund von Jims Schwester und Programmier bei einer angesehenen Software-Firma, etwas mit dem Zombieaufmarsch zu tun haben könnte, eskaliert die Situation zusehends.


Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Das Buch liest sich sehr schnell herunter. Hin und wieder erkennt man Ähnlichkeiten zu Romeros Werk, obwohl die Auflösung des Buches dann doch eher an Resident Evil erinnert. Die Figuren wirken nur auf den ersten Blick gut gezeichnet, da sie immer wieder durch schlechte Plattitüden auffallen, die nur allzu häufig in diversen Blockbustern zu hören sind. Der erzählende Strang wird sehr stringent fortgeführt, sodass durch Dialoge oder Beschreibungen kaum Pausen entstehen, die den Leser herausreißen.  Etwas, das vielen Bücher fehlt, die in endlosen Beschreibungen vor sich in dümpeln und Lesern mit festgesetzten Vorstellungen im Kopf die Chance nehmen, sich selbst ein Bild zu machen. Natürlich dürfen die zahlreichen Anspielungen auf Star Trek Episoden nicht fehlen, die sich schon in den Kapiteltiteln zeigen. Diese sind sehr schön gelungen. Sie erschließen sich nur dem Fan, aber die Autoren scheinen genau das beabsichtigt zu haben.



Fazit: Meine Erwartungshaltung war groß, aber sie wurde leider enttäuscht. Eine sehr stabil geschriebene Story ohne Überraschungen. Darüber können auch die Enthüllungen am Ende nicht hinwegtäuschen. Diese wirken leider so, als hätte man keinen Platz mehr gehabt und sich mit Mühe und Not ein Happy End zusammen gestanzt. Bliebe die Frage wie man eine Star Trek-Grusel-Parodie vernünftig schreibt. Am Anfang deutete ich Romeros Vermächtnis an. Zombies sind nicht das einzige Element des Horrors, die Filme der letzten Jahre lassen es nur so aussehen. Filme wie Army of Darkness, Der kleine Horrorladen und "Severance"(letzterer nur mit robustem Magen ansehen) beweisen dass es auch anders geht. Was Stephen King mit seinem Romero-Angriff sagen will ist, dass Zombies keine wirklich schrecklichen Wesen sind, sondern irgendwann genauso abgelatscht wie gewisse Vampire, Werwölfe und Ghule sind. Wenn man dem Übel in der Story ein Gesicht gibt, verliert es an Bedrohung. Wir sprechen zwar von einer Parodie, aber die soll auch Schockmomente enthalten und ich kann nur wirklich einen Schockmoment im Buch feststellen, den ich aus spoilertechnischen Gründen für mich behalte. Kevin David Anderson und Sam Stall haben ein solides Buch abgeliefert aber eben kein überragendes Werk.

Angenehme Träume.

Strifes.

PS: Für alle die nicht schlafen können, hier etwas zum Lachen:



Star Trek Online feiert 3.Geburtstag mit Überraschungen

Am 5. Februar 2013 feiert Star Trek Online seinen dritten Geburtstag und bietet allen Spielern einige Überraschungen. Einen kleinen Einblick dazu gibt der neue Trailer, in welchem eine beliebte Figur aus der Anfangszeit von TNG eine Rolle spielt: Tasha Yar. Gesprochen wird die Figur von der Schauspielerin Denice Crosby, welche bekanntlich Tasha Yar und später deren romulanische Ablegerin, Sela, in Star Trek TNG verkörperte.


Als Besonderheit gibt es zeitlich begrenzt  für beide Spielfraktionen je ein neues Schiff. Auf Föderationsseite kann jetzt die Ambassadorklasse, bekannter Vertreter war die Enterprise C, gespielt werden. Für die Klingonenfraktion steht der Kamarag-Schlachtkreuzer als Belohnung in der Flottenwerft bereit. An der Ambassadorklasse werden aus meiner Sicht die Techniker ihren Spaß haben, da das neue Schiff neben einen taktischen Lieutenant auch noch Platz für einen taktischen Fähnrich bietet, was das Schadenspotential für Techniker erhöht. Das gleiche trifft auf das klingonische Pendant zu.

Edit: Questgeber für die Mission Temporal Ambassador sind auf Föderationsseite Kani, auf dem Sternflottenraumdock und Tum'Era auf Klingonenseite, in der großen Halle von Qo'noS.

Ambassador Klasse & Pendant: http://sto.buffed.de

Passend zum Anlass veröffentlicht Cryptic Statistiken. So zum Beispiel kann man die Anzahl der aktuell weltweit im Spiel im Einsatz stehenden Captains sehen. Ich gehe davon aus, dass pro Account im Schnitt drei Charakter erstellt werden. Deswegen würde ich die aktuelle Spielerzahl von STO zwischen 500.000 und einer Millionen schätzen, nicht schlecht für ein Science Fiction MMO, oder?

Statistics: https://register.perfectworld.com/sto_splashB
 Zu Guter letzt, dem Jix ihm seine Beute:

Mittwoch, 30. Januar 2013

Star Trek Into Darkness - Behind The Scenes

Dieses kleine Filmchen ist grad im Weltnetz aufgetaucht.



Nun gut, es zeigt nicht so viel Neues....eigentlich gar nichts! Aber die Schauspieler sind doch nett anzusehen. Vor allem fällt mir auf, das Zachary Quinto sehr viel Ähnlichkeit mit einem gewissen Clark Kent hat, oder?

Bevorzugen wohl beide einen ähnlichen Optiker und Friseur



Dienstag, 29. Januar 2013

The Science in Fiction

Aus gegebenem Anlass präsentiert die Tafelrunde heute ein ganz besonderes Video. Wissenschaftlern der schottischen Saint-Andrews-Universität (an der unter anderem Prinz William und seine spätere Frau Kate studierten) ist es nämlich erstmals gelungen, einen funktionsfähigen Traktorstrahl einzusetzen. Genau das kann man in diesem Video sehen:


Viele Leser unseres Star-Trek-Blogs werden beim Wort Traktorstrahl sicherlich etwas ganz anderes erwartet haben. Vielleicht ein Gerät, das in etwa über diese Form und diese Fähigkeiten verfügt:



Da heutige Wissenschaftler allerdings kleinere Brötchen backen müssen als das Next-Generation-Wunderkind Wesley Crusher und die Traktorstrahltechnologie ja erst einmal erfunden werden muss, begnügten sich die potentiellen Ahnen Montgomery Scotts damit, mikroskopisch kleine Teilchen mittels eines konzentrierten Lichtstrahls zu ziehen.
Unmittelbar nach der Meldung überschlugen sich die Internetpublikationen und überboten sich gegenseitig mit Star-Trek-Vergleichen. Angefangen beim Focus, über das renommierte Smithonian-Institute bis hin zu 'hippen' Videobeiträgen wie diesem:



Doch ist die wissenschaftliche Sensation, die hier beschrieben wird, wirklich mit Star Trek vergleichbar?
Der Focus schreibt, dass die Technologie auf größere Objekte gar nicht anwendbar wäre, da durch den unausweichlichen Energietransfer die zur Bewegung bestimmten Objekte in Flammen aufgehen würden. Zudem liegen die Einsatzgebiete der Entdeckung wohl eher im medizinischen Bereich.
Die "Technik der USS Enterprise", von Rick Sternbach und Michael Okuda als Standardwerk für technische Star-Trek-Fragen und als eine Art Technobabbel-Bibel für TNG konzipiert, beschreibt die Wirkungsweise eines Traktorstrahlgenerators auf Seite 101 wiefolgt:

"Traktorenemitter benutzen übereinanderliegende Subraum/ Graviton-Kraftstrahlen, deren Interferenzmuster auf ein entferntes Ziel fokussiert werden, wodurch eine deutliche räumliche Belastung auf das Ziel ausgeübt wird. Durch eine Kontrolle des Fokuspunktes und der Interferenzmuster kann man dieses Belastungsmuster nutzen, um ein Objekt auf das Schiff zuzuziehen. Es ist ebenfalls möglich, die Interferenzmuster umzukehren und den Fokuspunkt so zu bewegen, daß ein Objekt geschoben wird."

Kein Wort von Lichtstrahlen und ebensowenig von einem potentiellen Hitzeausgleich. Schnell wird deutlich, dass dem bei Star Trek propagierten System ein völlig anderes Wirkungsprinzip zugrunde liegen muss, als bei der schottischen Studie. Der Vergleich mit der berühmten Serie ist nichts als weiter ein Marketingmittel, um mediale Aufmerksamkeit zu erlangen.
Aber ist das wirklich verwerflich?
Funktionieren Telefone, die TOS-Kommunikatoren ähnlich sehen, nicht auch völlig anders? Wenn man Lichtteilchen beamt, ist das nicht trotzdem ein Vorgeschmack auf die Transportertechnologie? Sind PADDs nicht doch irgendwo mit den iPads verwandt?

Wer hat's erfunden?
Vielleicht sollte man bei einer fiktiven Star-Trek-Technologie, zu der es so viel interne Hintergrundmaterialien gibt wie bei Traktorstrahlen, nicht unbedingt die Besserwisserbrille eines allwissenden Nerds aufsetzen, denn immerhin hat die Menschheit es geschafft, etwas auf die Beine zu stellen, das dem so oft Gesehenen wenigstens entfernt ähnelt. Das hieße nämlich, nicht mehr zu erkennen, dass es da ein Wort namens 'Fiction' deutlich hinter dem 'Science' steht und solcherlei Serien bestenfalls eine gelungene Inspiration für die Forscher von heute sein können.
Man sollte sich statt dessen also eher dem allgemeinen Jubel anschließen, die eigene Franchise ob ihrer beeindruckenden Weitsichtigkeit hochleben lassen, die es in die TV- und Film-Landschaft einführte und Beiträge verurteilen, die diese eindeutig zuerst bei Star Trek gezeigte Errungenschaft mit 'Star Wars' in Verbindung bringen.

star wars oder STAR TREK oder doch star wars oder...

Great Expectations!

Wie unlängst unser Strifes schon exklusiv zu berichten wußte, (und was ja nun auch wirklich keine Überraschung mehr ist), wird der gute und sicher auch talentierte Herr J.J.Abrams nach unserem Lieblingsfranchise (na gut, zumindest meinen ) sich nun auch dem "anderen star" annehmen. Das könnte jetzt ja vielleicht ein Segen für uns Star Trek-Verliebte sein (ist es wahrscheinlich auch). Versteht mich nicht falsch, ich mochte Star Trek XI sogar; er hatte seine Momente. Aber die Sorge wächst zunehmend, dass das Franchise am Ende nicht wieder zu erkennen ist und irgendwann in den nächsten Jahren Nerds (ist nicht abwertend gemeint, bin selbst einer!) in roten, gelben und blauen Uniformen die FedCon-Bühne stürmen und vor Chris Pine oder wem auch immer salutieren. Wollen wir das? Ich jedenfalls nicht, ich mag SciFi mit Anspruch, und das war Star Trek für mich immer. So, genug davon, was bleibt ist der Humor!



Kam Abrams so an star wars?

Lustig finde ich jetzt allerdings, dass plötzlich keiner mehr von JJ Abrams in Bezug auf Star Trek spricht, alle haben nur noch star wars im Sinn. Kleines Beispiel gefällig? Im Artikel zu den Plänen von Abrams, einen Film über die Karriere eines Lance Armstrong zu drehen, wird dann auch nur vom zukünftigen star wars Regisseur berichtet; von Star Trek kein Wort.
Für die Nerds, Armstrong war mal ein ziemlich guter Radprofi, der nebenbei mehrmals die Tour de France gewann und am Ende über gewisse nicht erlaubte Zusatzstoffe in seinem Blut stolperte. 

Captain Han TIBERIUS solo

Zurück zum Thema,
Die Frage die sich auftut: hat Star Trek jetzt den Weg für JJA eigentliches Ziel, einen star-wars-film zu machen geebnet oder ist star wars das profitablere und somit "größere" STAR?  Es hat sicher beides seine Existenzberechtigung... natürlich...ganz bestimmt....auf jeden Fall....?!
Was wird nun aus Star Trek? Na, erst mal schauen wir uns in wenigen Monaten den 12. Kinofilm an, und sehen, ob es dann tatsächlich noch ein 13. (upps) JJA Star Trek Film geben wird. Dann haben wir uns vielleicht auch an die JJ Optik gewöhnt, die sicher dann auch schon vom star wars Universum Besitz ergriffen haben wird.

Möge das Licht mit Dir sein!

Ja, und sonst bleibt wahrscheinlich wieder nur Warten; hoffentlich nicht wieder acht lange Jahre! Hey, meine Lebenszeit ist schließlich begrenzt, noch...

Blick in eine düstere Zukunft?




Robert Orci äußerte sich laut trekzone zum neuen Engagement seines Freundes sehr diplomatisch.
Nun wird keinen in dieser Welt die Meinung eines, zugegebener Weise, etwas in die Jahre gekommenen Star Trek Fans wie mich interessieren, aber trotzdem. Soll sich doch JJ Abrams dem star wars Kosmos aneignen, wir werden ja sehen, welches Franchise ihm mehr am Herzen liegt. Vielleicht ja tatsächlich beide? Hoffentlich entdeckt er nicht noch irgendwann star gate....

Very Bad Robot

Samstag, 26. Januar 2013

Netzfundstücke

Fotos bekannter Star-Trek-Darsteller sind häufig recht langweilig, gestellt und statisch. Man kennt sie zur Genüge aus dem Internet, diversen Zeitschriften oder von Autogrammkarten und freut sich schonmal, wenn die betreffende Person mal ungewöhlich lächelt, posiert oder gar finster dreinblickt. Dabei ist das noch nicht mal ein internes Star-Trek-Problem, sondern eine Tatsache, die so ziemlich jeden abgelichteten Prominenten betrifft.
Erfrischung bietet dahingehend eine sympathische Website, die zwar nicht mehr brandneu, aber immer wieder sehenswert ist. Sie trägt den programmatischen Titel 'This Is Not Porn' und hat sich auf Bilder von Stars und Sternchen spezialisiert, die etwas aus dem Rahmen fallen. Da sieht man schonmal Salvador Dalí einen Ameisenbären spazieren führen, Candice Bergen mit Jack Nicholson und Art Garfunkel züngeln oder Stephen Hawkings Hochzeitsfoto. Natürlich sind auch einige erfrischende Bilder von Star-Trek-Schauspielern dabei, die man so vielleicht noch nicht gesehen hat. Die Tafelrunde präsentiert eine kleine Auswahl:

This Is Not Porn

William Shatner und Leonard Nimoy schlingen Replikatornahrung herunter

This Is Not Porn

Stanley Kubrick mit Malcolm Mc Dowell (Dr. Tolian Soran in 'Treffen der Generationen')

This Is Not Porn

Leonard Nimoy, George Takei, DeForest Kelley und James Doohan bei der Einweihung des Space Shuttles 'Enterprise'

This Is Not Porn

Mark Twain (Samuel Clemens) beim Billiard gegen eine Katze

This Is Not Porn

Leonard Nimoy und Jimi Hendrix

This Is Not Porn

Johnny Depp (mit den Scherenhänden) und Winona Ryder (Amanda Grayson)

This Is Not Porn

Leonard Nimoy und William Shatner quälen ein Erdenkind

Natürlich gibt es noch ein paar mehr Fotos auf der äußerst empfehlenswerten Seite zu sehen, darunter auch viele für Fans anderer Nerdmagnete wie etwa dem Star Wars Universum, Marvel oder Herr der Ringe. Man kann problemlos einen gesamten Nachmittag beim Betrachten dieser Sammlungen verbringen, ohne dass es langweilig wird oder ein Ende in Sicht wäre.

War sonst noch was?

Ja! Wenn wir schon bei Jugendsünden von berühmten Schauspielern sind, kann ich noch dieses Interview mit William Shatner empfehlen. Natürlich war 'The Shat' damals schon nicht mehr jung und die Sachen, die er zum damaligen Kinostar von 'Treffen der Generationen' zum Besten gibt, wird wohl keinen Trekkie sonderlich vom Hocker reißen.
Nein, das Interessante an dem Ausschnitt aus einer britischen Jugendsendung ist die Person, die das Interview mit dem legendären Toupetträger führt...



Donnerstag, 24. Januar 2013

Abrams macht doch Star Wars - zumindest laut Disney [Updated]

J.J. Abrams
Die Meldung ist gerade herein gekommen: Auf IMDB ist eine News aufgetaucht, die besagt, dass J.J. Abrams nun doch nach vielem Hin und Her Star Wars (für 2015) machen soll. Das dürfte einen großen Interessenkonflikt mit dem Star Trek-Franchise zur Folge haben, oder was meint ihr?

Hier der Link zur News: The Wrap












 Nachtrag von Turon 47: Soweit sind beide Franchises durch Abrams' Wirken ja ohnehin nicht mehr entfernt.

Quelle: Cheezburger.com
Inzwischen haben selbst wortführende Magazine wie Variety, der zuverlässige Blog trekmovie und sogar der Focus die Neuigkeit aufgegriffen. Der Eiertanz erinnert ein wenig an die Verpflichtung von Pep Gardiola bei Bayern München oder Nuri Sahin bei Borussia Dortmund. Doch selbst wenn man nicht unbedingt Fußballfan ist, und irgendwo vielleicht auch Verständnis für diesen Schritt aufbringen kann, wirkt das erst im November gegebene Treueversprechen (die Tafelrunde berichtete) in diesem Zusammenhang zumindest etwas unseriös. Oder um es zugespitzt mit einer berühmten Szene aus Firefly zu sagen:



Photobucket 


Nachtrag von Strifes:

Nun gibt es auch schon die ersten, nicht ganz ernst gemeinten Trailer:

Klingonische Oper in Berlin

Wie wir schon 2010 in diesem Blog berichteten, haben sich ein paar Enthusiasten in den Niederlanden daran gemacht und haben die Klingonische Oper zu einem Gastspiel auf die Erde geholt! Ja, und nun gastiert diese Truppe am 22.Februar 2013 im Haus der Kulturen der Welt! Vielleicht schreibt ja Rainald Grebe nach dem Handtaschentanz im Haus der Kulturen der Welt auch einen Song über die klingonische Oper im HKW!



Da einige Mitglieder der Tafelrunde 2010 bei der FedCon in Bonn schon eine Kostprobe dieses ungemein wertvollen Kulturgutes vom Planeten Qo'noS, der Heimatwelt dieses etwas rauhbeinigen und opernliebenden Völkchens genießen konnten, glaube ich behaupten zu können, dass das ein künstlerischer Hochgenuss werden wird. Hiermit rufe ich also zur gemeinsamen Außenmission der Tafelrunde und aller interessierten Leser dieses Blogs auf. Lasst uns das Haus der Kulturen der Welt in ein Haus der Kulturen des Universums verwandeln!
Ausschnitt aus der Klingonischen Oper 2010 auf der FedCon
Und wer jetzt überhaupt nichts damit anfangen kann, hier mal ein kleiner Einstieg in die Klingonische Oper, zum Einen aus Star Trek TNG und zum Anderen von eben jener Gruppe aus Holland.



Mittwoch, 23. Januar 2013

Der ohne Sünde werfe das erste Lego

Bildquelle: Focus.de



Unser kleiner Nachbarstaat Österreich sieht dem wahrscheinlich aufsehenerregendsten Justizverfahren der Nachkriegsgeschichte entgegen:
Wie der Focus heute in seiner Onlineausgabe berichtete, wirft die türkische Gemeinde des Alpenstaates der dänischen Spielzeugfirma LEGO Volksverhetzung vor und zieht sogar eine entsprechende Klage in Betracht. Der Grund für den Aufruhr liegt dabei in einem unscheinbaren Spartenprodukt der Star-Wars-Serie des Konzerns, das eigentlich den Wüstenpalast von Jabba the Hutt darstellen soll. (Bau-) Stein des Anstoßes sind diese drei erstaunlichen Erkenntnisse, die von den eifrigen Kulturwächtern aus der Lizenzproduktion gezogen wurden.

1. Das Plastikbauwerk erinnert stark an die Moscheen Hagia Sophia in Istanbul und Jami al-Kabir in Beirut.

2. Die zur Schau gestellte Waffenmenge im 'Tempel/ Palast' sei bedenklich für "[...] ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen in Europa."

3. Zudem verbirgt sich hinter Jabba the Hutt nichts weiter als ein rassistisches Zerrbild von Asiaten und orientalischen Völkern, durch das gängige Vorurteile wie Sklavenhalter, Verbrecherbosse, Terroristen usw. propagiert werden.

Begonnen hatte der Skandal übrigens mit einer leichtsinnigen Tante, die ihrem Neffen dieses Präsent zu Weihnachten besorgt hatte. Der gläubige Vater, vom Inhalt entsetzt, tauschte es daraufhin im Geschäft um.
Nun mögen Kritiker sagen, dass es bei muslimischen Familien, die das christlich-heidnische Fest der Weihnacht begehen, etwas schizophren wirkt, wenn sie dann einem Kinderspielzeug solcherlei Gotteslästerung unterstellen.

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Man könnte ferner sagen, dass die Lego-Adaption tatsächlich dem im Film gezeigten Original recht nahe kommt, der Vergleich mit einer Moschee reichlich bemüht ist und man ja ebenso gut behaupten könne, R2D2 würde dem Innenleben der Washingtoner Kirche "Shrine of the Sacred Heart" ähneln.


Außerdem liegt es nahe, darauf hinzuweisen, dass auch die Hagia Sophia ursprünglich einmal eine christlich-orthodoxe Kirche war (daher ja auch der Name). Man könnte sich auch wundern, inwiefern Jabba einem Asiaten entsprechen soll, wie man Paläste mit Tempeln verwechseln kann oder ob die türkische Gemeinde da unten keine ernsthaften Probleme zu bekämpfen hat.
Doch ganz andere Fragen sollten in diesem Augenblick Vorrang haben.
Werden jetzt überall in der islamischen Welt von jubelnden Hausfrauen in Burkas Legosteine kamerawirksam verbrannt?
Muss man sich, um den Pluralismus in Deutschland zu schützen, von sich selbst distanzieren, wenn man als Kind mit Lego gespielt hat?
Und was hat das für Auswirkungen für alle anderen Science-Fiction-Franchises, denen ebenfalls eventuell religiös-anstößige Elemente innewohnen?

Die Tafelrunde hat dieses Ereignis jedenfalls einmal zum Anlass genommen, die Ärmel hochzukrempeln und exklusiv die Top-Drei der politisch-unkorrektesten Bauwerke des Star-Trek-Universums zusammenzustellen.

Platz 3. Holberg 917G

Die Nobelunterkunft des Eremiten Flint in der TOS-Folge "Planet der Unsterblichen" sieht sowohl im Original, als auch der Remastered-Version der Hagia Sophia noch viel ähnlicher, als der Wüstenpalast von Jabba es je tat. Darüber hinaus weist er erschreckende Parallelen zum Felsendom in Jerusalem und vielen anderen Kuppelgebäuden wie der Potsdamer Nikolaikirche, dem Reichstag oder dem Louisiana Superdome auf und beschmutzt damit auch das Andenken anderer Glaubensrichtungen.

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2. Borgkubus

Viel offensichtlicher als der Wüstenpalast Jabbas verhöhnt der Borgkubus einen der heiligsten Orte des Islam. Der Kubus erinnert in seiner Form nämlich 1:1 an die Kaaba in Mekka, dem Hauptpilgerort vieler Millionen Muslime. Kurz, das Schiff ähnelt würfelförmigen Gebilden, egal ob Kaaba, Bundeskanzleramt oder 1d6.
Die Kombination aus Gebetshaus und Raumschiff, aus dem geschossen wird, kann für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren sicher nicht geeignet sein, vor allem in Hinblick auf ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen in der Milchstraße.

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1. Die Erde

Der größte Affront ist jedoch die wiederholte bildliche Darstellung des Planeten, auf dem der Prophet Mohammed selbst wirkte. Gleich mehrmals sind Arabien und die Gegend um Mekka explizit und unverhüllt zu sehen - diese Ansicht enthält natürlich ebenfalls pädagogischen Sprengstoff.

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Allerdings muss Star Trek wohl keine ernsthaften Konsequenzen fürchten, denn laut Birol Kiliç, des Obmannes der türkischen Gemeinde, plant er nicht, Lucas Arts ob der filmischen Vorlage zu verklagen. "Ich muss mit meinem Nachbarn beginnen." heißt die Parole des Mannes, der sich den vermeintlich schwächeren Gegner Lego als Feindbild herausgepickt hat (Spielzeugfirmen sind halt etwas sensibler, wenn sie befürchten, dass ihre Absätze bei der muslimischen Kundschaft wegbrechen könnten).
Da kann man 'dem anderen Star-' trotz gelegentlicher Rivalität nur nachbarschaftliche Solidarität zusichern und sich eine Welt herbeisehnen, wie sie in meinen Augen von John Lennon, Bobby Henderson oder Star Trek propagiert wird:

Fortschrittlich, intelligent und ohne Religionen.

Sonntag, 20. Januar 2013

Ein einfacher Landarzt hat Geburtstag

Quelle: startrek.com
Ein wirklich Großer der Star Trek Classic Serie hat heute vor 93 Jahren das Licht der Welt erblickt: 

DeForrest Kelley
Quelle: sf-radio.net
Ohne ihn wäre das Dreigestirn Kirk, Spock und Pille (Bones) sicher nicht so erfolgreich in Erinnerung geblieben. McCoy war das menschliche Gewissen und und die gute Seele der Serie. Außerdem verkörperte er ein humanes Antlitz der Medizin. Bei Pille stand im Gegensatz zu den ihm folgenden Ärzten der Sternenflotte noch der Patient im Mittelpunkt. In späteren ST Serien wurde die Medizin immer futuristischer und abhängiger von Technologie. Beispiele: Dr. Russel in TNG, die den Tod Worfs in "Die Operation" in Kauf nimmt, um ihre Methode der Heilung zu testen,  der genetisch aufgepeppte Dr. Bashir in DS9, der Holodock in VOY) Pille war wirklich der "simple country Doctor"- ein Landarzt eben, von dem er selbst immer sprach. Der etwas schrullige Kauz hat stets das Wohl der Patienten über sein eigenes gestellt.
DeForrest Kelley war aber auch mehr als "nur" ein Teil des Triumvirats der Classicserie. Man beachte hierzu den Blogeintrag unseres Turon.
Beim Start von Star Trek: The Next Generation kam ihm dann auch die Ehre zu Teil, den Staffelstab an die Besatzung des neuen Raumschiffs Enterprise zu übergeben. (Mission Farpoint).
Quelle: liquid-love.de
Nach TOS und seiner Rolle in Mission Farpoint wird er wohl immer auch in seiner Rolle als Dr. Leonard McCoy in den Star Trek Kinofilmen 1 bis 6 in Erinnerung bleiben.
Denkwürdig:
Sein Auftritt in ST IV "Zurück in die Gegenwart" im Krankenhaus in San Francisco.
McCoy: Dialyse? Mein Gott, das ist ja finsterstes Mittelalter 
McCoy: Chemotherapie? Das sind ja Methoden aus der Steinzeit! 
Zu Recht hat er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erhalten.
Quelle: wikipedia
DeForest Kelley starb am 11.Juni 1999.

Spock und McCoy - zwei Seiten einer Medaille

A tribute to Blade Runner







Es war im Jahr 2008 an einem verregneten Tag im Oktober. Auf meiner Etage wohnten Physikstudenten, die sich von mir an jenem Tag den Film "Blade Runner liehen. Als sie ihn nach zwei Stunden wieder zurückbrachten sagten sie, dass der Film unverständlich sei und sie bis zum Ende nicht wussten, worum es überhaupt ging.

Los Angeles im Jahre 2020


Blade Runner ist ein Film von Ridley Scott mit dystopischem Setting und stellt eine weitere Vorlage des allseits bekannten Autors Phillip Kindred Dick dar, dessen Werk durch diverse Verfilmungen bekannt geworden ist( A scanner darkly, Minority Report, Total Recall). Die Geschichte dreht sich um sogenannte Replikanten, die sich vom Menschen nur durch das Fehlen innerer Organe unterscheiden. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, aber der bestimmende Faktor ist ihre Haltwertszeit. Sie beträgt vier Jahre. Replikanten sind auf der Erde nicht erwünscht. Um sie "aus dem Verkehr zu ziehen", gibt es "Blade Runner" wie Rick Deckard, die anhand von Empathie-Tests herausfinden können, ob ihr Verdächtiger Mensch oder Replikant ist.


Von links: Rick Deckard(Harrison Ford), Dr. Elden Tyrell(Joe Turkel), Rachel  (Sean Young)


"Und wenn die Maschine nicht funktioniert?" Deckard zu Bryant über die V.K.-Maschine
Sechs Replikanten fliehen von der Marskolonie und versuchen auf der Erde(Los Angeles) in die Firma ihres Erbauers Tyrell einzudringen um ihre Haltwertszeit zu verlängern. Nachdem dieser Einbruchsversuch missglückte, wird Deckard angeheuert. In der Tyrell-Corporation trifft er auf Rachel,Tyrells Sekretärin, die nicht weiß, dass sie eine Replikantin ist. Sie wurde mit implementierten Erinnerungen ausgestattet. Deckard fragt Tyrell zurecht: "Wie kann es nicht wissen, was es ist?" Hier beginnt der ethische Fragenkomplex an Fahrt aufzunehmen. Ich könnte jetzt alle Fragen aufzählen, die im Film aufgeworfen werden, aber das würde in Spoilern enden. Es sei nur gesagt, das Deckard seinen Auftrag erfüllen kann.



"Das Licht das doppelt so hell brennt, brennt eben nur halb so lang." Tyrell zu Batty
Der Film besticht zunächst einmal durch sein einfallsreiches Setting. Die Straßen von Los Angeles werden durch Neonreklamen erleuchtet. Gigantische Bauwerke bestimmen die Skyline und es regnet unablässig. Man fühlt sich ein bisschen wie im Film Noir. Es scheint ewig Nacht zu sein. Anfangs erblickt der Zuschauer einen bräunlich-gelben Himmel, sehr wahrscheinlich der industriellen Luftverschmutzung zuzuschreiben.  Im filmischen Science-Fiction-Genre gab es vor Blade Runner kaum vergleichbare Settings. In späteren Science-fiction-Filmen wie Matrix, Das Fünfte Element oder Minority Report sieht man ästhetische Bezüge zum Blade-Runner-Setting. Einige Autoren wie wie William Gibson(Newromancer) geben den Film als stilprägend an.

Von Links: Roy Batty(Rutger Hauer) und  Leon Kowalski(Brion James)

"Menschlicher als der Mensch" Dr. Elden Tyrell im Gespräch mit Rick Deckard
Die Figuren, besonders die Replikanten, bestechen durch ihre kühle Vorgehensweise. Jedoch bemerkt der Zuschauer die Unerfahrenheit der Replikanten mit Emotionen. Als Roy Batty Pris von Leons Tod berichtet  sieht man deutlich, den emotionalen Kampf, den er führt. Harrison Ford mimt den Protagonisten, einen versifften Kopfgeldjäger, der im Laufe des Films an seinem Auftrag zu zweifeln beginnt.

Reminiszenz an einen Science-Fiction-Autor

Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet.
Gigantische Schiffe, die brannten, draußen auf der Schulter des Orion.
Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln nahe dem Tannhauser Tor.
All diese Momente werden verloren sein in der Zeit so wie Tränen im Regen. Batty zu Deckard
Dem Film wird vielfach vorgeworfen, kein klares Handlungsmuster zu besitzen. Der Plot sei verwirrend angelegt und der Protagonist ließe sich nicht richtig zuordnen. Tatsächlich ist Fords Charakter eher der düstere Einzelgänger mit Dreck am Stecken, aber auch kein klassischer Anti-Held, da er im Film eine Wandlung in seiner Haltung gegenüber Replikanten vollzieht. Harrison Ford soll sich von dem Film distanziert haben, da er keinen leuchtenden Held wie in Indiana Jones oder Star Wars zeigt. Mit dieser Meinung war Ford nicht allein. Namhafte Kritiker wie Roger Ebert verrissen den Film. Die Special-Effects würden den Film überladen(!), die Figuren wären blass und der Zuschauer könne sich nicht ausreichend mit den Figuren beschäftigen. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass seine damalige Rezension in meinen Augen purer Schwachsinn war. Er revidierte seine Ansichten erst 2007. Es war eben die Meinung eines verwöhnten Auges, dass von Hollywood damals nur eins zu wollen schien: ein garantiertes Popcorn-Ende. Blade Runner erspart uns dieses Ende und lässt den Zuschauer mit den ethischen Fragen allein. Wann ist der Mensch ein Mensch? Machen ihn implementierte Erinnerungen weniger menschlich oder kommt es nur darauf an, wie man diese Erinnerungen und Erfahrungen nutzt? Wie entwickeln Replikanten ihre eigene Intelligenz? Diese letzte Frage dürfte allen Star Trek-Fans bekannt sein, denn ein gewisser Commander hat sich mit ihr in 7 Staffeln TNG und über vier abendfüllende Filme hinweg auseinandergesetzt. Dieser Bezug macht den Film so wertvoll für Star Trek Fans und deswegen muss man ihn gesehen haben. Vielleicht auch um sich ein Bild von dem Mann zu machen, der für die Rolle des Captain Picard vorgesehen war und sie dann abgelehnt hatte um sich auf seine Filmkarriere zu konzentrieren: Edward James Olmos in der Rolle des Gaff, der Deckard wie einen Schatten begleitet. Ich empfehle den Directors Cut oder den 2007 erschienenen Final Cut, der in einer Sonderedition erschienen ist und eine unheimliche Fülle an Zusatzmaterial enthält. Für mich persönlich war der Film eine Offenbarung und hat viele mediale Lücken geschlossen. Filme wie "Ghost in the shell" lassen sich leichter verstehen, wenn man Blade Runner gesehen hat.

"Ein Jammer, dass sie nicht leben wird. Aber wer tut das schon."

Liebe Grüße an die Physikstudenten von damals, die sich den Film hoffentlich nochmal angesehen haben. Tobi, falls du das lesen solltest, fühl dich gegrüßt.



Samstag, 19. Januar 2013

Intro the Darkness

An Star-Trek-Musik gibt es ja so einiges in den schier unendlichen Weiten des Weltnetzes. Kaum eine Band ist in den letzten Jahren dabei allerdings so originell ans Werk gegangen wie die US-amerikanische Band Five Year Mission. Doch obwohl wir schon seit Jahren ihre Videos verlinken, sie loben und preisen sowie ihre CDs auf langen Autofahrten rauf und runter hören, gab es noch nie einen Artikel im Musikmagazin 'Rolling Stone' über sie, spielte Radio Eins eines ihrer Lieder oder traten die sympathischen Jungs aus Indiananapolis auf der FedCon auf. So freut es zumindest, dass ein deutschsprachiger Blog auf die Combo aufmerksam wurde und ihnen einen Artikel inklusive tollem Interview widmete. Bravo, Zeitzeugin!


Ansonsten muss man sich als Star-Trek-Fan wohl oder übel mit den schon über tausend Mal gehörten Soundtracks, den Sangesprojekten einiger Schauspieler oder den Intromelodien der Serien mühsam über Wasser halten. Doch wer sagt, dass insbesondere Letzteres unbedingt langweilig sein muss? Durch das Internet hat die Fangemeinde mittlerweile soviel kreativen Input, dass die alte Titelmelodie der Originalserie längst durch findige Bastler ein visuelles Facelifting erfahren durfte. Durchaus gelungen, wie wir finden:



Noch nicht originell genug? Die Musik ist noch immer vom Band?
Dann sollte vielleicht mal ein Virtuose Erwähnung findet, den die Leute 'Tim' (!) nennen. Der hat nämlich seine E-Gitarre herausgekramt und schrammelt das Star-Trek-Thema so virtuos daher, dass selbst Tenacious D neidisch wären.



Wem das immer noch 'zu Establisment' ist und Heavy Metal für das Werk des Teufels hält, kann sich vielleicht mit dieser kleinen Parodie vertrösten, die auf unterhaltsame Art und Weise das 'Love Boat' mit der 'Next Generation' kreuzt.



Wem das immer noch zu unkreativ ist, dem können iwir eine junge, aufstrebende Band empfehlen. Sie macht eingängige Musik zuStar-Trek-Episoden und ist nicht nur ein Augen-, sondern auch ein Ohrenschmaus. In diesem Video wird diese äußerst empfehlenswerte Gruppe vorgestellt. Viel Spaß damit!

Freitag, 18. Januar 2013

Netzfundstück: Enterprise J

Es ist schon eine Weile her, aber wir haben schon über dieses interessante Konzept eines neuen Schiffes mit dem berühmten Namen Enterprise berichtet. Das Schiff war u.a. in Star Trek: Enterprise zu sehen, als Daniels Captain Archer ins 26.Jahrhundert entführt. die Enterprise J ist dort beteiligt an der Schlacht von Procyon V. Na, klingelt da was? Richtig, bei der letzten Tafelrunde war dies eine Frage im Spiel des Turon. Dort kämpft eine Allianz von Schiffen der Föderation, zu der unter anderem Vulkanier, Andorianer, Itheniten, Klingonen und Xindi gehören gegen die Sphärenbauer im Procyon-System.
Außerdem war das Schiff auch im Buch Star Trek- Ships of the Line abgebildet. Wie schon Jean-Luc Picard in Star Trek: First Contact kurz vor der geplanten Selbstzerstörung der Enterprise E sagte, das Alphabet hat noch viele Buchstaben. Nun also die USS Enterprise NCC-1701 J.
Hier zwei neue Bilder, wobei das Bild mit dem Größenvergleich zur USS Enterprise NCC-1701 D das eigentlich wirklich interessante ist.


Donnerstag, 17. Januar 2013

Der Replikator in Star Trek trifft auf das Grundeinkommen




Bei unserer Suche nach Gemeinsamkeiten einer möglichen, besseren Gesellschaftsform in der realen Welt und dem noch futuristisch anmutenden Star Trek Universum kommt man an einer ebenso genialen wie auch innovativen Erfindung nicht vorbei: der REPLIKATOR!
Replikatoren, die Nahrung künstlich herstellen, findet man im 24.Jahrhundert auf den meisten Raumschiffen der Vereinten Förderation der Planeten. Diese Wundergeräte der Zukunft erschaffen aus Luft, na gut, aus sogenannter Rohmaterie bzw. in irgendwelchen Vorratsbehältern gelagerten „Molekülketten“ Nahrung, Kleidung und Ausrüstungsgegenstände. Memory Alpha schreibt dazu: „Der Replikator (von lat. replicare = wiederholen, wiederherstellen) ist ein Gerät zur Synthetisierung von Materie und Erzeugung von Gegenständen nach zuvor programmierten Mustern mittels Transportertechnologie.“
Auch nach längerer Recherche in diversen Internetforen und Suche in einschlägigen Nachschlagwerken wie „Die Physik von Star Trek“ oder den „Star Trek Fact Files“ konnten wir leider nichts Genaueres zur Funktionsweise dieser Technologie finden. Die beste Erklärung fanden wir auf http://www.m-usener.de:
"Der Replikator ist mit einem Transporter mit niedriger Auflösung ausgerüstet. Dieser ist notwendig, um Rohmaterie in jedes beliebige Objekt umzuwandeln. Wenn man etwas zu essen oder zu trinken bestellt, wird der Wunsch rasch mit über 4500 Mustern verglichen. Wenn das Muster gefunden ist, demateralisiert der Replikator die entsprechende Menge Rohmaterie. Die Atome der Materie werden auf der Plattform dementsprechend der Muster angeordnet. Der gesamte Vorgang dauert nur Sekunden.
Die Rohmaterie ist äußerlich nur eine rötliche zähflüssige Masse. Aber in Wirklichkeit ist es eine sorgfältig vorbereitete organische Partikelsuspensionsmaterie, deren Struktur dem replizierten Essen ähnelt. Das garantiert, dass die für die Reorganisation dieser Materie benötigte Zeit und Energie nur ein Bruchteil von dessen ausmacht, was nötig währe, würde man von einem anderen Basisstoff ausgehen. Zusätzlich wird die Rohmaterie in komprimierter Form gelagert.
Quelle: thinksciencenow.com
Da die Transporter auf Tricks wie z. B. Durchschnittswerte zurückgreifen um die Größe der Muster zu reduzieren, meinen einige Benutzer, dass replizierte Nahrung "nicht ganz richtig" schmeckt. Obwohl sie in Geschmack fast genau dem Orginal entspricht."
Klar ist, dass diese „Maschine“ eine Lösung für viele unserer heutigen Probleme darstellen würde. Grund genug, sich diese Idee der Star Trek Autoren mal näher anzuschauen. Und da wir wie gesagt das nicht auf der technisch/ physikalischen Ebene können, versuchen wir es mit einer philosophisch bzw. gesellschaftspolitischen Sichtweise.
So sind wir der Meinung, dass sich das bedingungslose Grundeinkommen auf gesellschaftliche Prozesse in der heutigen Zeit ähnlich auswirken könnte wie die Replikationstechnologie im 24. Jahrhundert. Warum? Das BGE soll jedem Individuum einen unbedingten Zugang zu existenziellen Gütern und Dienstleistungen sichern. Somit hat der Mensch es dann nicht mehr nötig, sein Einkommen mit Erwerbsarbeit zu gewährleisten. Dem System der „Lohnarbeit nachkommen zu müssen, um seine Existenz zu sichern“, würde somit die Grundlage entzogen werden. Die Menschen könnten dann „jeder nach seiner Fasson“  Beschäftigungen nachgehen, die Ihnen Spass machen und die wiederum der Allgemeinheit zu Gute kommen würden. Welche Ideen und Projekte wären alles möglich, wenn man nicht die meiste Zeit des Tages darauf bedacht sein muss, „sein täglich Brot“ zu verdienen und ein Dach über den Kopf zu finanzieren. Der Kreativität jedes Einzelnen wären dann keine Grenzen mehr gesetzt und wer weiß, wo die Menschheit dann in wenigen Jahren stehen könnte.
Das Grundeinkommen, welches jedem Individuum ohne Gegenleistung zur Verfügung steht, stellt somit eine finanzielle Existenzgrundlage dar, womit dann lebensnotwendige Mittel (Nahrung, Kleidung, Wohnung) erworben werden können. Der Unterschied zur Welt von Star Trek ist das Geld. In Star Trek gibt es keins.  Na gut…mal abgesehen von sogenannten Credits bzw. goldgepressten Latinums in von zwielichtigen und großohrigen Gestalten geführten Bars am Ende der Galaxie.
Das bedingungslose Grundeinkommen hingegen ist eine Geldtransferleistung, die allerdings zentralreguliert ausgegeben wird. Ein Replikator dagegen würde jedem in seiner eigenen Wohnung zur Verfügung stehen. Das wäre ein Spaß….